Musikertreffen der Vereinigten Siebenbürgischen Blaskapellen NRW

Die Drabenderhöher können feiern. Das zeigte sich bei der dritten Großveranstaltung im Rahmen der Feierlichkeiten zum 40jährigen Bestehen der Siebenbürger Sachsen Siedlung: dem Musikerfest. Kurz bevor das Konzert der Vereinigten Siebenbürgischen Blaskapellen begann, hieß es „Nichts geht mehr“. Das Zelt war voll und verzeichnete Saunatemperaturen. Wer zu spät kam vergnügte sich bei schönem Wetter auf dem kühleren Vorplatz, wo es Bier und herzhaftes Essen gab.

Im Inneren des Zeltes boten die rund 200 auf der Bühne sitzenden Musiker in ihren siebenbürgischen Trachten ein phantasisches Bild. Reinhard Lörinz, Vorsitzender der vor 40 Jahren gegründeten Trachtenkapelle, begrüßte die gutgelaunte Gästeschar, unter der sich wieder viele Ehrengäste befanden. In einem kurzen Rückblick erinnerte Lörinz daran, dass es Robert Gassner war, der vor vier Jahrzehnten die Kapelle gründete. Viele Jahre schwang der „Vater der Siebenbürger Sachsen Siedlung“ den Taktstock. Die Kapelle wurde über die Grenzen des Landes hinaus bekannt und zeigte sich als „würdiger Repräsentant“ für die Siebenbürger und die Stadt Wiehl.

Die Vereinigten Blaskapellen gründete Michael Baier, der als Vorsitzender viele Jahre die Geschicke der Drabenderhöhe Kapelle leitete und viele Kontakte knüpfte. Die Musiker freuen sich immer auf die regelmäßigen musikalischen Treffen, so Lörinz. Sie fördern die Kameradschaft und das Zusammengehörigkeitgefühl. Der Dank des Vorsitzenden ging noch an die Gastgeber, die die auswärtigen Musiker privat bei sich einquartiert haben. Die beiden österreichischen Kapellen aus Munderfing und Elixhausen waren schon freitags angereist und sorgten Freitag und Samstag für auszgezeichnete Stimmung im Zelt.

„Ich kann es in Worte nicht fassen, was das für ein Gefühl ist, vor so vielen Musikern zu stehen“, gestand der Drabenderhöher Dirigent Jürgen Poschner, bevor er den Taktstock hob und es mit dem „Bayrischen Defiliermarsch“ so richtig krachen ließ. Danach erklangen wunderschöne Walzertöne für „Herz und Gemüt“.

Traditionell wanderte der Taktstock während des Konzerts in die Hände der einzelnen Dirigenten. Günther Bodendorfer aus Wolfsburg führte musikalische Regie bei „Remember Mozart“. Sichtlich zufrieden mit den Leistungen der Musiker, warf er ihnen am Ende des Stücks Kusshändchen zu. Die 1953 gegründete Kapelle hat 25 aktive Musiker und verbucht etwa 35 Auftritte pro Jahr. Klassisch blieb es auch mit Uwe Brand aus Overath, der mit den Siebenbürger Musikanten angereist war. Die 1990 gegründete Band hat zwölf Musiker, darunter eine Frau.

Richtig Gas gegeben hat Wolfgang Ohler aus Setterich mit dem wuchtigen „Florentiner Marsch“, der die Gäste von den Stühlen riss und bei Jürgen Poschner „Gänsehaut“ erzeugte. Die 1953 gegründete Kapelle hat 50 Musiker. „Sie betreiben grandiose Ausbildung“, so Poschner. Zur Zeit werden 45 junge Leute musikalisch geschult. Ohler gab den Taktstock an Heiko Ginsel aus Herten weiter und dieser anschließend an Heinrich Mantsch aus Bernberg. Mantsch machte es sichtlich Spaß die 200 Musikanten aufspielen zu lassen. Zu seiner Band gehören 20 Mitglieder. Als zum Abschied der „Siebenbürger Marsch“ erklang, klatschen Hunderte von Gästen begeistert mit und forderten lautstark Zugaben, die natürlich gegeben wurden.

Der Beifall wollte kein Ende nehmen, als Michael Hartig aus Drabenderhöhe für 60jährige aktive Zeit als Musiker geehrt wurde.Hartig dirigierte viele Jahre die Höher Jungs und ist heute deren Ehrendirigent. Als er aus Altersgründen den Takstock in jüngere Hände legte, reihte er sich wieder bei den Musikern ein. Gerne sagt er bei den Proben: „Ich mach so lange weiter, bis man mich hier rausträgt.“ Urkunde und Auszeichnung übergab Klaus Barthelmi, Vorsitzender der Vereinigten Blaskapellen, der noch weitere Mitglieder ehrte. Aus Drabenderhöhe waren es: Reinhard Lörinz und Toni Zimmermann (beide 40 Jahre); Roland Hinz und Rudi Welter (25 Jahre). (sch)

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Text: Ulla Schenker, Fotos: Christian Melzer

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