Halbzeitbilanz zum Ferienspaß 2010

Im Jahr 2010 bieten die Jugendeinrichtungen der Stadt Wiehl wieder in Verbindung mit verschiedenen Vereinen und Verbänden Ferienspaßveranstaltungen an. Auch in diesem Jahr konnten wieder über 40 verschiedene Aktionen stattfinden, viele davon jedoch nur durch die Mithilfe von Vereinen, Verbänden oder Organisationen in der Stadt Wiehl. So bietet die Löschgruppe Oberwiehl einen Tag bei der Feuerwehr an, das Fitness-Studio InJoy hat verschiedene Sportangebote für Kinder und Jugendliche, der Wiehler Leichtathletik Verein bietet zwei Samstagsveranstaltungen im Stadion an, der Mountainbikeverein „Team-Ein-Stein“ tourt mit Kindern und Jugendlichen durch die Wälder rund um Wiehl , die evangelische Kirchengemeinde Oberbantenberg-Bielstein bietet Malkurse an und auch das Ballettstudio Wiehl und das Tanzcentrum Kasel sind mit Angeboten dabei. Die diesjährigen Angebote wurden alle sehr gut angenommen. Bei fast allen Veranstaltungen waren die Plätze vollkommen ausgebucht.

Den Anfang machten zwei Partys, die in den beiden Jugendeinrichtungen der Stadt Wiehl gefeiert wurden. Im Kinder- und Jugendzentrum Wiehl (KinJu) starteten die Ferien in diesem Jahr erstmalig musikalisch. Zwei Jugendbands rockten am letzten Schultag die Ferien ein. Die Bands „Atemzug“ und „Burning Matches“ brachten dabei rund 80 Jugendliche zum Schwitzen. Im Jugendheim Drabenderhöhe begannen die Ferien mit der traditionellen Ferienstartparty, die von fast 100 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen besucht wurde. Den Abschluss bildete hier eine große Verlosung, bei der am Ende alle Anwesenden als Gewinner nach Hause gingen. Direkt am ersten Ferientag ging es dann nach Elspe, wo beim diesjährigen Elspe Festival das Stück „Im Tal des Todes“ gespielt wurde. Den Höhepunkt bildete dabei ein „echter“ Vulkanausbruch auf der riesigen Freilichtbühne. Ebenfalls in der ersten „Halbwoche“ der Ferien gab es noch einen Filzkurs in KinJu Wiehl und eine Fahrt nach Köln aus Drabenderhöhe.

In der ersten vollständigen Woche der Sommerferien wurden im Jugendheim Drabenderhöhe Kinder zwischen sieben und elf Jahren zu Akrobaten und Feuerspuckern ausgebildet. Unter der sachkundigen Anleitung eines echten Akrobaten und Fakirs erlernten die Kinder in der Woche verschiedene Kunststücke, bauten menschliche Pyramiden und lernten, über Scherben zu laufen. Als besonderen Höhepunkt konnten die Kinder in der abschließenden Galavorstellung auch ihre Künste als Feuerspucker vorführen. Im KinJu Wiehl startete in der ersten Woche eine Tour zu den „Lamas von Löffelsterz“, mit denen eine gemeinsame Wanderung unternommen wurde. Nach der Rückkehr erfuhren die Kinder viel über diese Tiere aus Südamerika und stärkten sich an einem Lagerfeuer mit Stockbrot. Ebenfalls im KinJu Wiehl gab es eine zweitägige Holzwerkstatt, bei der die teilnehmenden Kinder eine kleines Boot bauen konnten. Dieses wurde dann am zweiten Tag natürlich auch kunstvoll bemalt und zu Wasser gelassen.

Die zweite Woche der Sommerferien stand dann im KinJu Wiehl ganz im Zeichen des Fußballs. Unter der Aufsicht eines erfahrenen Jugendtrainers aus Köln konnten sie eine Woche lang trainieren, spielen und die Technik am Ball verfeinern. Alles mit dem Ziel, bei der WM 2022 dabei zu sein… Als Höhepunkt fuhren die Kinder am letzten Tag des Workshops nach Köln, wo sie an einem kleinen Turnier mit Kölner Jugendmannschaften teilnahmen. Ebenfalls in der zweiten Woche startete die Mannschaft des Jugendheims Drabenderhöhe zweimal nach Köln. Beim ersten Mal ging es zum WDR, wo die Kinder nicht nur erlebten, wie man eine Fernsehsendung „auf den Bildschirm bringt“, sondern wo sie auch einen echten Radiomoderator bei der Arbeit sehen konnten. Beim Besuch des Senders WDR 2 nahm sich Moderator Uwe Schulz die Zweit, während einer Moderation aus dem Studio zu kommen und den Kindern einige Fragen zu beantworten. Er schloss diese Runde mit dem Versprechen, die Kindern bei seiner Sendung am kommenden Samstag zu erwähnen.

Die zweite Köln Tour führte in das El De Haus, in dem zur Zeit der NS-Herrschaft das Kölner GeStaPo Hauptquartier war. Hier erarbeiteten die Kinder, wie es zu der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten kommen konnte und was das besonders für Köln bedeutete. In einer sehr kindgerechten Art gingen die Mitarbeiterinnen der Kölner Gedenkstätte auf die Fragen und Ideen der Kinder ein. Bei den beiden Köln-Touren stand am Ende noch ein Besuch des Cinedoms an. Als letzte Aktion der zweiten Ferienwoche bot das Ferienspaßteam eine zweitägige Malwerkstatt im Jugendheim Drabenderhöhe an. Zusammen mit der Künstlerin Ursula Groten aus Morsbach wurden viele schöne und ausdrucksvolle Bilder in Öl, als Aquarell, mit Kreide oder Kohle oder mit Buntstiften gefertigt. Die Eltern, Großeltern, Geschwister, Verwandten und Freunde der Kinder konnten sich am zweiten Tag bei einer Abschlussvernissage von den Fertigkeiten der kleinen Künstlerinnen und Künstler überzeugen.

Nach der ersten Hälfte der Ferienspaßaktionen kann eine durchweg positive Bilanz gezogen werden. Sowohl die Wochenbetreuung als auch die Tagesangebote wurden sehr gut angenommen. Lediglich ein Angebot wurde wegen Teilnehmermangel abgesagt. Der Ferienspaß in Wiehl erfreut sich aber insgesamt immer noch sehr großen Zulaufs. Das Team rund um die vier hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden Wiehler Jugendeinrichtungen freut sich schon auf die zweite Halbzeit und dann natürlich auf die Angebote, die in den Herbstferien noch folgen.

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