Adele Zay Kindergarten behält seinen Namen

Nach 19 Jahren den Adele Zay Kindergarten abzugeben, stimme wehmütig und traurig. Dass jedoch das DRK mit Kreisgeschäftsführer Rolf Braun an der Spitze den Kindergarten unter seine Fittiche nehme „erfüllt uns Vertreter des Hilfsvereins mit Dankbarkeit und Freude“, so Pfarrer i.R. Kurt Franchy.

In einer kleinen Feierstunde, an der Michael Schell, Beigeordneter der Stadt Wiehl, Enni Janesch, Kreisvorsitzende Verband der Siebenbürger Sachsen sowie eine kleine Schar geladener Gäste teilnahmen, übergab Franchy den Kindergarten an das Deutsche Rote Kreuz.

Franchy, bis Mai Vorsitzender des Adele Zay Vereins, zeigte sich froh darüber, dass der Kreisverband den Namen Adele Zay für den Hort behalten will. Damit werde jener Frau ein Denkmal gesetzt, die vor 130 Jahren (1884) in Siebenbürgen Leiterin der ersten, von ihr selbst ins Leben gerufenen Ausbildungsstätte für Kindergärtnerinnen im Südosten Europas war. Bis zu ihrem Tod habe Adele Zay Generationen von Erzieherinnen die prägenden Voraussetzungen einer kreativen und auf christlichen Geist beruhende Erziehung vermittelt. Franchy betonte, „meine Landsleute und ich sind dankbar, dass diese herausragende Persönlichkeit auch in Zukunft durch diesen Kindergarten geehrt wird“.

Man wisse die Mitarbeiterinnen, Kinder und den Betrieb in guten und bewährten Händen, resümierte Franchy, und wünschte eine „gute und erfolgreiche Zukunft“. Der Kindergarten (mit seinen 50 Plätzen) sei in den letzten beiden Jahren so ausgestattet worden, dass er allen aktuellen gesetzlichen Anforderungen entspreche und auch den Jüngsten (es sind zwölf Kinder) optimale Bedingungen biete.

Franchy erinnerte an den damaligen Patenminister der Siebenbürger Sachsen, Franz Müntefering, und Wiehls früheren Bürgermeister Wilfried Bergerhoff, die zum „guten Gelingen“ dieses Projekts beigetragen haben. Den Kindergarten habe man aus „einer historischen Pflicht“ heraus für die Integration unzähliger Aussiedler aus Siebenbürgen und der ehemaligen Sowjetunion als Notwendigkeit angesehen und deshalb in ehrenamtlicher Verantwortung die Trägerschaft übernommen. Nach Erfüllung der integrativen Aufgaben könne heute der Kindergarten in andere, ebenso bewährte Hände gelegt werden.

„Wir werden heute kinderreich“, freute sich Rolf Braun. Es sei Anerkennung für die Arbeit des DRK und man sei „stolz und dankbar“ darüber Nachfolger des Hilfsvereins zu werden, der vor 20 Jahren dieses Haus aufgebaut und mit Leben erfüllt habe.

Braun betonte, dass man kein Problem damit habe, den Kindergarten unter dem Namen Adele Zay weiter laufen zu lassen. Die bisherige Arbeit werde sich auch zukünftig widerspiegeln. Als Willkommensgruß in der großen DRK-Familie überreichte Braun der Leiterin Hanni Widmann und ihrem Team einen Blumenstrauß. „Wir arbeiten hier mit viel Freude und nur gemeinsam sind wir stark“, sagte Widmann. Sie betonte, dass „hier seit 19 Jahren das gleiche Team an ihrer Seite stehe und wir „darauf stolz sind“.

Ursula Schenker

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