Drabenderhöhe

Siebenbürgisch-Deutsche Heimatwerk


Uta Beckesch - Video: Christian Melzer

1967 - Das Siebenbürgisch-Deutsche Heimatwerk besteht seit dem Jahre 1967 in Drabenderhöhe und wird ehrenamtlich von Frau Liane Weniger und Frau Uta Beckesch geleitet.


Es hat sich folgende Aufgaben gestellt:
  • Erhaltung und Verbreitung der siebenbürgisch-sächsischen Volkskunst durch Herstellung von Handarbeiten, Vermittlung von Trachten und Trachtenteilen.
  • Beratung bei der Herstellung von Trachten und Handarbeiten.
  • Beschaffung von Strickmaterial.
  • Verkauf von Keramikware, die nach überlieferten Mustern und Formen hergestellt werden.
  • Beschaffung von Trachtenbändern, die nur für das Heimatwerk im alten Stil gewebt werden.
  • Herstellung und Beschaffung von Postkarten mit siebenbürgischen Motiven.
  • Vermittlung von Strickaufträgen an die Damen des Altenheimes und der Siedlung, die auf kleine Renten oder nur ein monatliches Taschengeld angewiesen sind, um ihnen das Einerlei des Alltags zu erleichtern und durch ein "Nadelgeld" ein Zusatzeinkommen zu verschaffen.
  • Wahrnehmung sozialer Aufgaben bei dringenden Fällen, wenn keine andere Stelle erreichbar oder zuständig ist.
  • Organisation von Spendenaktionen nach Siebenbürgen.
  • Organisation von Ausstellungen: Das Heimatwerk benützt jede Gelegenheit, um in größeren und kleineren Ausstellungen seine Arbeiten vorzustellen und anzubieten.
1997 - 30 Jahre Heimatwerk in Drabenderhöhe

Ein Rückblick von Liane Weniger

Das Siebenbürgisch-Deutsche Heimatwerk wurde im Jahre 1952 gegründet und hatte als Ziel die Pflege, Erhaltung und Verbreitung siebenbürgischer Volkskunst. Es wurde von Lore Connert gemeinsam mit Else Schlandt ins Leben gerufen. Trude Gross-Mederus und Frau Brenndörfer beteiligten sich ebenfalls an dieser Aufgabe.

Das Heimatwerk arbeitet ehrenamtlich und ist immer bereit über Beschaffung von Trachten, heimatliche Stickereien nach überlieferten Mustern, verschiedene Techniken und Anwendungsmöglichkeiten Auskunft zu geben oder zur Ausfertigung zu übernehmen, bzw. zu vermitteln.

Lore Connerth konzentrierte sich auf das Sammeln alter Volkskunst, Trachten etc. um in Gundelsheim, auf Schloß Horneck ein Heimatmuseum einzurichten. 1961 bis August 1967 übernahm Maria Lösch die Aufgabe, bei Ausstellungen unsere Volkskunst in bescheidenem Maße anzubieten. 1967 übersiedelten dann die "Güter" des Heimatwerks, zwei Koffer und mehrere Kartons nach Drabenderhöhe. Edda Deppner und Liane Weniger übernahmen und teilten sich die Sparten der auf sie zukommenden Aufgaben. Edda Deppner schied aus Gesundheitsgründen im Jahre 1971 als Mitarbeiterin aus.

So wurde alles bei uns im Hause, damals Siedlung 14, heute Altes Land 10, in den Zimmern, Dachboden und Garage untergebracht. Herr Arz hatte seinerzeit den Verkauf der Keramikware übernommen, schied aber aus Altersgründen aus. So landete auch die Keramik in unserem Haus, bis wir sie im Archiv des Altenheimes unterbringen konnten. Herr Zeides setzte sich für den Verkauf der Ware ein und war bei Bedarf stets erreichbar, da er Heimbewohner war.
Seit dem Jahre 1977 befindet sich nun das Heimatwerk in seiner Vielfalt im Neubaukeller des Altenheimes mit Zugang aus der Neulebengasse. Stickerinnen waren und sind betagte Siebenbürgerinnen in der Siedlung und von auswärts (Siegen, Hagen). die ihre Einsamkeit mit der Herstellung von Handarbeiten ausfüllen und dabei durch den bescheidenen Sticklohn ihre Rente aufbessern können.

Die Heimatwerk-Stube haben wir aus eigenen Mitteln eingerichtet, das Heimatwerk trägt sich selbst und konnte beachtliche Sozialleitungen erbringen. Schon der ehemalige Bundesvorsitzende Erhard Plesch fand es besonders lobenswert, daß wir in unserer Sozialarbeit auch die Betreuung der alten Heimat Siebenbürgen einbezogen, wobei wir Fälle unterstützten, die über das Sozialwerk oder den ärztlichen Hilfsdienst in Berlin nicht zum Tragen kamen.

Das Wichtigste für mich ist, daß das Heimatwerk, trotz hohen Warenbestandes, stets schuldenfrei ist, es wird buchhalterisch von mir geführt, die Unterlagen werden geprüft und jährlich an die Bundesgeschäftsstelle weitergeleitet. 1967 sandten wir unsere Bilanz an das Patenschaftsministerium um damit zu dokumentieren, daß auch die Untergliederungen der Landsmannschaft aus eigener Kraft Bemerkenswertes zu leisten vermögen.

Unsere Einrichtung ist in vielen Freizeit-Almanachen, bei den Verkehrsämtern des Oberbergischen Kreises, in Zeitschriften für Volks- und Brauchtum, im Freizeitführer der Stadt Wiehl usw. vermerkt, so daß der Kreis der Interessenten immer größer und dazu beiträgt, daß Drabenderhöhe oft als Ausflugsziel angenommen wird. Dabei werden Führungen und Kurzvorträge über die Geschichte der Siebenbürger Sachsen und die Entstehung der Siedlung von den Besuchergruppen erbeten.

In unser Angebot haben wir ebenfalls siebenbürgische Literatur aufgenommen, die, man kann sagen, aus allen Herren Länder bei uns bestellt wird (Kanada, USA, Namibia, Österreich, Siebenbürgen usw.). Rege Korrespondenz, Erledigungen von Aufträgen und Beschickungen von Ausstellungen, bzw. Paketsendungen gehören zu unseren täglichen Arbeitseinsätzen, wobei der Höhepunkt der Heimattag der Landsmannschaft in Dinkelsbühl ist, wo wir einen größeren Verkaufsstand ausrichten.

Unser Motto: "Arbeit die Freude bringt, ist keine Last"
In diesem Sinne wünsche ich meinen Mitarbeiterinnen Uta Beckesch, Edith Foith und Grete Truetsch auch weiterhin Kraft und Freude bei ihrem Einsatz.
Liane Weniger


1999 - Das Heimatwerk betreibt eine eigene Ausstellung im Altenheim Drabenderhöhe, welche Montags und Freitags jeweils von 9.00 bis 12.00 Uhr geöffnet ist. Dort können eine Reihe von Handarbeiten, Keramiken, Trachen, Büchern, Karten, Kunstgegenständen, und Präsenten besichtigt und zu Selbstkostenpreisen erworben werden.

Kontakt:
heimatwerk@sibiweb.de
Fax +49 2262 701266

Mit freundlicher Unterstützung von SibiWeb.

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