Beim diesjährigen Konzert des Akkordeon-Orchesters Drabenderhöhe kamen die Zuhörer voll auf ihre Kosten. Vor ausverkauftem Haus präsentierte sich das Orchester in bester Spiellaune und bestach durch seine eindrucksvolle Dynamik und Fingerfertigkeit.
Zu Beginn begrüßte Herr Axel Hackbarth die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Wiehl Frau Angelika Banek sowie die Vorsitzenden der ortsansässigen Vereine.
Mit einem bunten Melodienreigen eröffnete die Nachwuchsgruppe des Akkordeon-Orchesters das Konzert. Unter dem Dirigat von Edeltraute Gündisch-Wagner vollbrachten die Kleinen Erstaunliches. Ob bei der 5-sätzigen Suite „Open Air“ oder beim „Cha-Cha-Charlie“, die Vielfalt der Musikauswahl ließ nicht zu wünschen übrig. Besonders beeindruckend war die Vorstellung des Stückes „Voll cool“ bei dem auch die Kleinsten mitwirken konnten. Mit Klanghölzern, Triangel und Gitarre verstärkten sie die jungen Künstler und zeigten sichtlich viel Spaß beim gemeinsamen Musizieren. Durch das Programm führte bis dahin Heike Nussbächer, die nun an ihr Instrument wechselte und das Mikrofon an Wolfram Gündisch weiterreichte. Dieser führte souverän durch das restliche Programm.

Nach einer kurzen Umbaupause nahm das Akkordeon-Orchester Drabenderhöhe auf der Bühne Platz. Mit einer beeindruckenden Präsenz, exakten Rhythmen und einer bestechenden Dynamik wurde die „Leichte Kavallerie“ dargeboten. Bei dem zweiten Stück verwandelte sich das evangelische Gemeindehaus in einen stimmgewaltigen Konzertsaal. Bei den „Deutschen Volksliedern“ nutzte das Publikum die Gelegenheit, die erkannten Volkslieder lautstark mitzusingen. Anschließend präsentierte das Trio Silvia Wirth, Colja Steinmetzler und Thomas Brandt drei kleine, rhythmisch anspruchsvolle Werke von Hubert Deuringer.
Die nun folgenden „City Moments“ zeigten Augenblicke im Stadtleben. Vom Erwachen einer Stadt, über die Rushhour, im Citypark, in der U-Bahn bis hin zum Nachtleben mit den Soul Nights, das Akkordeon-Orchester Drabenderhöhe ließ das Publikum in das Leben einer Großstadt eintauchen.
Den ersten Teil des Programms beendeten das Orchester mit dem „Russischen Tanz“ aus der Nussknacker-Suite. Mit einer erstaunlichen Fingerfertigkeit absolvierten die Musiker dieses Stück mit Bravour.

Nach der Pause zeigte die Nachwuchsgruppe nochmals ihr Können bei der „Karl-May-Suite“ und den „Cowboy-Melodien“. Bei den anschließenden „Trompeten-Grüßen“ musizierten beide Orchester gemeinsam, zudem wurden sie von zwei jungen Trompetern aus der Trachtenkapelle unterstützt. Nach einem kurzen Umbau präsentierte das Akkordeon Orchester ein Medley aus dem Musical „My fair lady“ und wurde hierbei gesanglich von Angelika Dengel unterstützt. Es folgte ein weiteres Stück mit solistischer Einlage.
„Der alte Brummbär“ ist ein Musikstück mit heiterem Charakter. Man konnte sich richtig vorstellen, wie ein alter Bär fröhlich brummend durch die Gegend tappt. Thomas Brandt präsentierte den alten Brummbär gekonnt auf dem Bass-Akkordeon.
Nun begab sich das Orchester in die Filmwelt. Mit den Titelmelodien aus „Liebesgrüße aus Moskau“, „In tödlicher Mission“, „Goldfinger“ und natürlich der Erkennungsmelodie aller James Bond Filme hat der Komponist Hans-Günther Kölz aus verschiedenen James Bond Filmen eine interessante Konzert-Suite zusammen gestellt. Diese wurde vom Akkordeon-Orchester vorgestellt. Anschließend folgte eine solistische Einlage von Axel Hackbarth sowie einem Akkordeon Duo mit Florian Sträßer und Axel Hackbarth. Beide musikalischen Vorträge bestachen durch ihre enorme Fingerfertigkeit und Ausdrucksstärke auf dem Akkordoen.

Zum Abschluss des Konzerts spielte das Orchester noch „Eloise“ von Kölz, den „Can Can“ von J. Offenbach sowie das Bravourstück „Tanzende Finger“ von C. Mahr. Mit einem tosenden Beifall wurde das Orchester bedacht, so dass mit den „Regimentskindern“ von J. Fucik und dem „Colonel Bogey Marsch“ von H. Gengler noch zwei Zugaben folgten.
Sollte dieser Bericht Lust auf mehr gemacht haben, freut sich das Orchester gerne auf Unterstützung. Die wöchentlichen Orchesterproben sind freitags im Kulturhaus in Drabenderhöhe. Nähere Auskunft erteilt der 1. Vorsitzende Axel Hackbarth, Tel.: 02262/4349, alle Orchestermitglieder oder per E-Mail Thomas11Brandt@aol.com.



Auch das diesjährige Benefizkonzert im Jugendheim Drabenderhöhe war wieder eine voller Erfolg. Sechs Bands heizten den Fans richtig ein. Es begann die Band „Bonk!“, die direkt mit ihrer Rockmusik das Eis brach und das Publikum richtig aufheizte. Schon nach wenigen Minuten tanzten die ersten begeistert vor der Bühne im großen Saal des Hermann Oberth Hauses. Nachdem „Bonk!“ die Bühne verließ, übernahm „Scotia“ das Ruder. Auch sie hatten das Publikum direkt auf ihrer Seite, es wurde getanzt und gepogt. Die nachfolgenden Bands „A Death Through Confession“, „The 5th Season“ und „Far From Corona“ sorgten weiter für prächtige Partystimmung. Den Abschluß machte die Band „By Brute Force“.
Die vielen Fans und die tolle Stimmung gaben dem Konzept des Konzertes im Jugendheim Drabenderhöhe wieder mal Recht. Seit fast fünfzehn Jahren haben hier Jugendbands aus Wiehl und der direkten Umgebung die Möglichkeit, vor Publikum aufzutreten und ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Die große Besucherzahl ergibt sich jedes Jahr durch das breite Musikspektrum, das die Bands widerspiegeln.
Nach Abschluß des Konzertes halfen wieder viele freiwillige Helferinnen und Helfer mit, alles aufzuräumen. Martina Kalkum und Holger Ehrhardt vom Jugendheim Drabenderhöhe sind sich einig, dass solch eine Unterstützung nicht alltäglich ist und möchten auch auf diesem Wege allen Beteiligten nochmals herzlich danken.