Weihnachtsball 2011: Trotz Schnee und Eisglätte ein gelungenes Fest

Wie jedes Jahr am 25. Dezember, fand der Weihnachtsball auch in diesem Jahr wieder in Drabenderhöhe statt.

Die Stadt Wiehl hatte eine Firma beauftragt die Schneemassen vom Dach des Kulturhauses Drabenderhöhe-Siebenbürgen (ehemals Hermann-Oberth-Haus) wegzuräumen, so dass der Weihnachtsball 2011 auch wieder stattfinden konnte.

Dank der zahlreichen Besucher von nah und fern, die sich trotz Schnee und Eisglätte nicht davon abhalten ließen den Ball mit der Band „Phönix“ aus Gießen zu besuchen, wurde es wieder ein gelungenes Fest.

„Puer natus“ – Weihnachtliches Brauchtum aus Scharosch in Siebenbürgen im Robert-Gassner-Hof

„Lasst uns freuen und jubilieren,
mit den Engeln triumphieren
in diesem neuen Jahr, in diesem neuen Jahr.
Christ den Herrn König zu ehren in diesem neuen Jahr.“

Der Adele-Zay-Hilfsverein, das Haus Siebenbürgen Drabenderhöhe, Alten- und Pflegeheim, die Kreisgruppe Drabenderhöhe und die Scharoscher HOG hatten zu der nun seit fünf Jahren stattfindenden Brauchtumsveranstaltung „Puer natus- Ein Kind ist uns geboren“ eingeladen. Trotz des starken Schneefalls hatten sich zahlreiche Landsleute eingefunden. Als die Bläser des Blasorchesters Siebenbürgen unter der Leitung von Jürgen Poschner mit „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ vom Turm der Erinnerung anstimmten, hörte auch das Schneetreiben auf.

Die Kreisvorsitzende, Enni Janesch begrüßte die Mitgestalter und die Anwesenden. Nun erklangen die mittelalterlichen Gesänge, abwechselnd in lateinischer und deutscher Sprache, begleitet von der Kapelle.

In seiner Ansprache führte Pfarrer i. R: Kurt Franchy aus:

„Liebe Freunde,
heute haben wir wieder einen wunderschönen Winterabend. Der Schnee bedeckt das Land, es ist kalt und wir feiern, wie in früheren Zeiten in Siebenbürgen „Puer natus“- Ein Kind ist uns geboren. In Bethlehem war es sicher nicht so frostig kalt, wie heute bei uns. Aber heute will ich uns an eine sehr kalte Zeit erinnern. Die Zeit als unsere Landsleute aus Ostpreußen, Schlesien und Pommern vertrieben wurden. Da flüchteten auch unzählige junge Frauen, werdende Mütter mit Kindern, die sie monatelang unter ihrem Herzen getragen hatten. Viele brachten ihr Kind auf der Straße, in Schnee und Eis zur Welt. Die Kinder kamen buchstäblich in eine Welt voll von menschlicher Kälte, Krieg, Leiden und Tod. Sie hatten keinen warmen Raum, keine Herberge, wie Jesus einst. Viele kleine Geschöpfe erstarrten in jenem Winter und blieben irgendwo zurück.

Aus Schlesien stammt der fromme Mann, genannt Angelus Silesius, der im 17. Jahrhundert gesagt hat: „Und wäre Christus tausend Mal geboren, und nicht in dir, du wärest doch verloren“. Er lässt uns heute wissen, dass unsere Weihnachtsfeiern, die schönen Bräuche, Lieder und Lichter vergeblich sind, wenn das Christuskind nicht in unserem Herzen geboren wird. Kein Glühwein, keine Stimmung für drei Tage, nichts vertreibt die Kälte dieser Welt, wenn Christus nicht in uns drinnen, in unserem Innersten, dem Herzen, wohnt. Wahres Leben erstarrt unter uns, wird egoistisch, unbarmherzig. Wir kennen doch so viel menschliche Kälte. Es gäbe auch hier, bei den Menschen hinter den Fenstern nur unerträglich verhärmte Mienen der Pflegerinnen und Gepflegten. Wo aber der Herr Jesus Christus nicht draußen bleibt, sondern die Herzen erfüllt und bewegt, da zieht Freude und Frieden, Verständnis und Hilfsbereitschaft füreinander ein. Da werden das Alter, Schwäche und Gebrechlichkeit, ja selbst das Leiden, und der unvermeidliche Tod erträglich. Darum ist das Wort des Angelus Silesius so wahr.

Darum beten wir mit dem Lied Nr. 1 unseres Gesangbuches, letzte Strophe: „Komm, o mein Heiland Jesus Christ, meins Herzens Tür dir offen ist.

Ach zieh mit deiner Gnade ein; dein Freundlichkeit auch uns erschein.
Dein Heilger Geist uns führ und leit den Weg zur ewgen Seligkeit.
Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr.“

Der Heimleiter, Fritz Barth, las anschließend die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium vor. Nach dem gemeinsamen Gesang von Weihnachtsliedern dankte die Kreisgruppenvorsitzende allen, die zum Gelingen dieser besinnlichen und zu Herzen gehenden Veranstaltung beigetragen hatten.

Zum Schluss überraschte das Blasorchester uns alle mit dem aus Österreich stammenden „Andachtsjodler. Die Scharoscher dankten den Musikern mit einem Eimer Wein und selbstgebackenen Krapfen.

Die siebenbürgische Volkstanzgruppe hatte Hanklich, Schmalzbrote und wärmenden Glühwein vorbereitet. Gerne wurde das Angebot angenommen und bei länger andauernden Gesprächen genossen.

Enni Janesch

Eine Bilderserie finden Sie hier…

Frohe Weihnachten!

Das Drabenderhoehe.de-Team wünscht allen Besuchern der Homepage ein besinnliches Weihnachtsfest. Im nachfolgenden Video wünschen auch zahlreiche Drabenderhöher Bürger und Geschäftsleute den Drabenderhöhern frohe Weihnachten.

Video: Christian Melzer

Dach des Kulturhauses wurde geräumt: Weihnachtsball findet statt

Wie uns das Veranstaltungsteam des Weihnachtsballes soeben mitteilte, wird der Weihnachtsball im Kulturhaus Drabenderhöhe-Siebenbürgen (ehemals Hermann-Oberth-Haus) am 25. Dezember (Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr, es spielt die Band Phoenix aus Gießen) in jedem Fall stattfinden. Das Kulturhaus Drabenderhöhe-Siebenbürgen ist von der Sperrung wegen zu großer Schneelast ausgenommen, da das Dach geräumt wurde.

Schulen und Turnhallen bis Weihnachten geschlossen

Die Stadt Wiehl schließt ab heute 16:00 Uhr bis Weihnachten alle Schulen und Turnhallen wegen zu hoher Schneelasten auf den Dächern. Die Gebäude dürfen nicht mehr betreten werden.

Die Schulleiterin der Drabenderhöher Grundschule, Frau Hartig-Hietsch, teilte uns folgendes mit: „Aufgrund der Schneelast werden heute, 16.00 Uhr die Schulgebäude und die Turnhalle gesperrt. Der Unterricht fällt am 22. und 23. Dezember 2010 aus, ebenso der Schulweihnachtsgottesdienst und die Schulweihnachtsfeier. Wir wünschen den Kindern und Eltern erholsame Ferien, ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das Jahr 2011.“

Hans Otto Tittes: Doch zu detailliert

Hans Otto Tittes Als das Jesuskind zu Betlehem zur Welt kam, waren die Menschen bei weitem noch nicht so aufgeklärt, wie es heutzutage schon die Kinder sind. Allerdings ist der Junge im folgenden Gedicht mit der Aussage seiner Mutter trotzdem überfordert und stellt am Schluss eine begründete Frage, wie der Drabenderhöher Autor Hans Otto Tittes meint:

Doch zu detailliert
von Hans Otto Tittes

Die Kinder werden heute früh
schon aufgeklärt, wie jeder weiß.
Die Zeilen, die nun folgen, sind
dafür ein treffender Beweis.

Mama erklärte ihrem Tim,
der zwar erst knapp drei Jahre alt,
wie die Geburt der Reihe nach
abläuft, kurzum – den Sachverhalt:

„Erst kommt das Köpfchen, dann die Schultern,
die Ärmchen, Körper und die Beinchen,
und dann liegt fein, zwar ganz erschöpft,
das Baby dort als Sonnenscheinchen.“

Dann kam die Frage aller Fragen,
weil Tims Gedanken ziemlich schwammen,
er fragte seine Mami: „Und
wer baut das Baby dann zusammen?“

Grundschule Drabenderhöhe: Morgen findet regulärer Unterricht statt

Nachdem der Unterricht in der Grundschule heute wegen den Witterungsbedingungen ausfiel, soll er morgen wieder stattfinden.

Folgenden Hinweis haben wir von der Drabenderhöher Grundschule erhalten: Am Dienstag, 21.12.2010, findet in der Grundschule Drabenderhöhe regulärer Unterricht statt. Die Eltern entscheiden, ob sie ihr Kind zur Schule schicken oder bringen. Die Betreuung ist gewährleistet.

Tennisclub 77 Drabenderhöhe feiert Saisonabschluss in der Artfarm

Mit einer gelungen Saisonabschlussfeier in der neuen Lokalität „Artfarm“ in Drabenderhöhe beendete der TC 77 eine erfolgreiche Tennissaison. Die Veranstaltung war ausverkauft und es wurde bis lange nach Mitternacht getanzt und gefeiert. Neben der Verlosung von vielen interessanten Preisen, u.a. eine Fahrt im Heißluftballon, trat der bekannte Sänger Dale Fisher aus Los Angeles auf und begeisterte mit seinen diversen Songs sowohl die jüngeren als auch älteren Besucher.

Der gelungene Abend ist Beweis für das intakte Vereinsleben sowie die weiterhin gute Entwicklung des TC 77, verbunden mit entsprechenden sportlichen Leistungen. Entgegen dem Trend vieler anderer Vereine ging der TC 77 auch in der abgelaufenen Medenspielsaison mit insgesamt 16 Mannschaften an den Start und ist mit den Herren weiterhin in der spielstarken 2. Verbandsliga vertreten. Schon bald wird man damit beginnen sich Gedanken zur neuen Saison zu machen, mit dem Ziel, auch in den nächsten Jahren ein sehr attraktiver Tennisclub im „Oberbergischen“ zu bleiben.