Der Gezkruegen

Der Honterus-Chor Drabenderhöhe präsentierte in diesem Jahr das Lustspiel „Der Gezkruegen“ in siebenbürgisch-sächsischer Mundart von Karl Gustav Reich. Zur ersten Vorstellung am Freitag, 18. November, kamen rund 200 Besucher ins Kulturhaus Hermann-Oberth. Das Lustspiel wurde von 12 Chormitgliedern, die aus 10 unterschiedlichen Gemeiden Siebenbürgens stammen, aufgeführt.

Karl Gustav Reich, einer der bekanntesten siebenbürgisch-sächsischen Mundartdichter, wäre heuer 100 Jahre alt geworden. 1905 in Hermannstadt als Sohn des Pfarrers Carl Reich geboren, verbrachte er seine Kindheit auf dem Pfarrhof von Kerz und lernte dort das urwüchsige sächsische Dorfleben kennen und lieben.

Reich, von dem auch die sehr beliebten drei Gedichtbändchen „Kut, mer lachen int“, „Sachsesch Spaß vu Broos bäs Draas“ und „Sachsesch Wält, dä as gefällt“ stammen, wollte mit seinen heiteren sächsischen Versen Freude und Frohsinn verbreiten, aber vor allem mithelfen, die sächsische Mundart zu erhalten, weil er davon überzeugt war, dass in ihr etwas von der Seele des siebenbürgisch-sächsischen Völkchens weiterlebt.

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Erntedankfest 2003: Erntepaar Maria und Werner Röskes strahlte beim Festumzug mit der Sonne um die Wette

Nicht nur die Organisation war vom Feinsten: auch das Wetter spielte mit! So war es dann auch nicht verwunderlich, dass fast ganz Drabenderhöhe auf den Beinen war, als dieses Jahr bereits zum 46. Mal die schön geschmückten Erntewagen durchs Dorf zogen.

Das Motto der meisten Erntewagen drehte sich heuer rund um den heißen Sommer 2003. „Ohne gießen konnt nichts sprießen“ war da beispielsweise zu lesen – oder auch fragend: „Klimawandel und Trockenheit – was hält die Zukunft für uns bereit?“

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