Hans Otto Tittes: Übertreibung

Hans Otto TittesTierliebe scheint keine Grenzen zu kennen, stellt Hans Otto Tittes fest:

Übertreibung
von Hans Otto Tittes

Hunde gibt’s seit eh und je
als Begleiter für die Leute,
doch verändert hat sich viel
seit den Anfängen bis heute.

Als Beschützer zwar gedacht,
hat sich in sehr vielen Fällen
in der Zwischenzeit der Hund
umgestellt zum Spielgesellen.

Anfangs war es mit der Kost
einfach, weil der Hund bescheiden.
Doch im Wohlstand frisst er nur
das noch, was er mag gut leiden.

Unterhaltung mit dem Hund
gibt’s nicht, denn er kann nichts sagen;
einen Vorteil hat dies schon,
dass er nicht stellt dumme Fragen.

Ist Sauwetter, kriegt der Hund
umgeschnallt ’ne warme Decke,
dass ihn nicht noch bis zum Schluss
eine Grippe niederstrecke.

Braucht im Alter er Diät
wegen seiner Nierensteine,
muss die Kost doch kraftvoll sein,
nicht nur so ’ne – irgendeine.

Ist das Hundeleben dann
nach zig Jahren doch beendet,
werden, ja, es gibt auch das,
Todesanzeigen versendet!

Jeder kann von diesem Letzten
halten, was er will und denkt.
Doch der Mensch in seinem Wohlstandstaumel
ist der, der sich heute arg verrenkt!

Kinderkarneval im Jugendheim Drabenderhöhe

Auch im närrischen Jahr 2017 wurde im städtischen Jugendheim Drabenderhöhe wieder kräftig Karneval gefeiert.

Pünktlich an Weiberfastnacht startete die große Kinderkarnevalsparty in der Teestube. Martina Kalkum und Holger Ehrhardt aus dem Jugendheim wurden vom Ansturm der kleinen Jecken fast überrollt.

In den bunt geschmückten Räumen warteten jede Menge Überraschungen und Spiele auf die Kinder, die in fantasievollen Kostümen erschienen waren. So ließen sich zauberhafte Feen, Rotkäppchen und Spiderman schminken. Eisbären, Kühe, Einhörner und andere Fantasiewesen fertigten sich tolle Glitzerbroschen und verschönerten sich mit Tattoos.

Neben den Basteleien und Spielen hatten die jugendlichen Helfer und Helferinnen noch viele scheußlich bunte Leckereien und Getränke aufgefahren.

Frisch gestärkt stürzten sich die kleinen Närrinnen und Narren auf die Tanzfläche, um an Tanzspielen und anderen lustigen Wettbewerben teilzunehmen.

Bestens gelaunt freuten sich alle Feierlustigen über den kurzweiligen und abwechslungsreichen Nachmittag, der perfekt in die tollen Tage einstimmte.

Weiberfastnacht: Närrinnen ließen es krachen

An Weiberfastnacht ließen es die toll kostümierten Närrinnen im Kulturhaus so richtig krachen. Mit Klatschmarsch und „He, he, sie kommen“ begrüßten die Wiever gleich zu Beginn den Elferrat, der einen fantastischen Einmarsch hinlegte: Die elf Damen tänzelten mit Achterbahn-Bobs in den Saal und lösten einen Sturm der Begeisterung aus.


Foto: Christian Melzer

„Sechs Wochen haben wir an den Bobs gearbeitet und viel Spaß dabei gehabt“, verrät Adelscheid Scheip, Vorsitzende des Frauenvereins, die mit großer Unterstützung von Seiten der Mitglieder wieder ein tolles Programm bieten konnte. Als Eisbrecher fungierten Ilse Bartesch mit dem Lied „Mich hat ein Engel geküsst, der mir erschienen ist“ und Brigitte Opatzki in der Bütt, die über die Wechseljahre sprach, „wo Frau aus jeder Pore der Schweiß fließt“. Die „Line Dancer“ heizten dem Publikum mit ihren Tänzen ein. Wie immer ein Brüller: Annemarie Schapper mit roter Perücke, Matrosenhut und Clownshemd. Sie stapfte über die Bühne, trällerte dazu „Pack die Badehose ein“. Im nächsten Jahr will sie nicht mehr mit machen. „20 Jahre reichen, jetzt ist Schluss!“, verkündete sie. Schade!

Die Kosten für den medizinischen Neutralisator, eine wahre Wundermaschine, übernehmen zukünftig die „Krankenkasse der Siebenbürger Landsmannschaft und die BKK Nösnerland“ verkündete der Club 3 mit Ärztin Opatzki. Barbara Schönweiß, bei der das Hightech-Gerät schwere Zuckungen auslöste, sorgte für Lachsalven. Super auch die „Märchenstunde“, gestaltet vom Creativ-Cafe u.a. mit Adelheid Hann, Regina Kasper und Elke Hihn, die als böse Stiefmutter Schneewittchen und den Siebenbürger Sexzwergen nachstellte.

Für Kathi Fink war es eine Premiere, als sie zum ersten Mal mit Ulla Schenker als Duo „Frau Struwwelig und Frau Babbelig“ auf der Bühne stand. Sie löste Kathi Nickel ab, die nach 20 Jahren aufhörte. Das Geschwafel der Putzfrauen war, wie immer, ein Knaller. Mit Freya Kaltenbach als „Antonia“ und den „Sparmaßnahmen im Altenheim“, serviert von Hermine Fuss, Kathi Buchholz, Waltraud Orben, Elke Hihn und Adelheid Hann (Club 3) ging ein ausgelassenes und buntes Programm zu Ende. Andreas Melzer und Carmen Falk sorgten mit karnevalistischen Liedern für gute Stimmung bis zum Ende. Für alle Mitwirkenden gab es aus der Hand der Elferratsvorsitzenden Hannelore Brabender einen Orden: Einen kleinen Feigling. Prost!

Ursula Schenker

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