Schenkkreise: Geldgier macht dumm

Zuerst wurde im Wiehler Diskussionsforum darüber diskutiert, inzwischen haben auch die Zeitungen das Thema aufgegriffen: Schenkkreise. Mittlerweile sind auch viele Drabenderhöher in das „Spiel mit den Bällen“ involviert. Wenn plötzlich Bekannte und weniger Bekannte anrufen und von diesen Schenkspielen schwärmen, ist Vorsicht geboten: Nur denjenigen, die früh eingestiegen sind, beschert das Spiel einen nennenswerten Gewinn. Die große Masse aber, die später dazukommt, ist ihr Geld los. Die Folge: Freundschaften gehen zu Bruch, Menschen verschulden sich.

Zitate aus der OVZ:
Jochen Gran (Waldbröler Pfarrer): „Dass Liebe blind macht, wissen wir. Dass aber Geldgier dumm macht, dazu noch brutal, weil Leute nach bester Drückermanier zum Mitmachen genötigt werden, damit das System weitergeht, müssen wir nun dazulernen.“

Thomas Knura (Volksbank Oberberg): „Ich kenne einige Schenkkreis-Moderatoren, die haben so viel Überzeugungskraft, dass sie sogar dem Papst ein Doppelbett verkaufen können.“

Radio Berg meldete: „Die Sitzungen werden von Moderatoren geleitet, die sich in ihren Äußerungen sehr vorsichtig verhalten. Noch ist nicht klar, ob diese Kreise strafbar sind. Das müsse in jedem Einzelfall entschieden werden. Die Palette reiche von unlauterem Wettbewerb bis hin zu Betrug – je nachdem, was für Versprechungen die Moderatoren gemacht haben.“ Vorsicht sei aber auf jeden Fall angebracht.

Einbrecher erbeuteten Fotokameras, Handys und Schmuck

Gestern, zwischen 17:00 und 18:30 Uhr, brachen unbekannte Täter in ein Einfamilienhaus in Drabenderhöhe, Nösnerland, ein. Sie öffneten ein Kinderzimmerfenster gewaltsam und durchsuchten in allen Wohnräumen die Behältnisse. Sie erbeuteten eine geringe Menge Bargeld, zwei Fotokameras, drei Handys und Schmuck. Hinweise bitte an das Kriminalkommissariat Gummersbach, Tel.: 02261-8199-0.

KStA: Hagen Jobi soll’s im Kreis nun richten

Wird der Drabenderhöher Hagen Jobi nächstes Jahr der Nachfolger von Landrat Hans-Leo Kausemann? Der KStA schrieb: „Die CDU Oberberg wird mit ihrem Landtagsabgeordneten Hagen Jobi als Kandidaten in die Landratswahl im September 2004 gehen. Sein bisheriger Mitbewerber um die Kandidatur, Jobis Landtagskollege Peter Biesenbach, verzichtet auf eine Bewerbung. Er wolle weiter in Düsseldorf für Oberberg arbeiten, erklärte er gestern.“ mehr… (KStA)

Oberberg Aktuell titelte: „Volkes Liebling statt Verwaltungsexperte: CDU schickt Jobi ins Rennen“.

Derweil berichtet der Spiegel, dass Biesenbach im Kölner Müllskandal für einen Eklat sorgte: CDU-Abgeordneter drohte Richter.

„Wer sich kennt, der schätzt sich!“


Szene aus dem Film „Swetlana“, in dem Marina Podlich – die vor sechs Jahren mit ihren Eltern aus Kasachstan nach Drabenderhöhe übersiedelte – die Hauptrolle spielt.

Mehr als 600 Schüler aus Oberberg nehmen an dem Projekt „Kino für Toleranz“ teil. Das Kinoseminar für Schülerinnen und Schüler soll die Förderung von Toleranz und sozialer Kompetenz unterstützen. Unter moderierter Anleitung einer Kinopädagogin sollen Gemeinsamkeiten erkannt und Toleranz gefördert werden. Denn: „Wer sich kennt, der schätzt sich!“

Zum Auftakt von „Kino für Toleranz“ wurde der Film „Swetlana“ am 17. November im Burgtheater in Gummersbach gezeigt. Anwesend war auch die Hauptdarstellerin Marina Podlich, die vor sechs Jahren mit ihren Eltern aus Kasachstan nach Drabenderhöhe übersiedelte.

Der KStA zitiert sie: „Alles ist ganz fremd, man fühlt sich einsam.“ Wie die Filmfigur erlebte auch sie das Gefühl als Schülerin „zweitklassig“ zu sein, weil man die Sprache des neuen Heimatlandes nicht so gut beherrscht wie die deutschen Mitschüler. „Man hat Angst zu reden und hält sich zurück. Aber dann fällt alles noch schwerer.“

Marina hatte Glück: Die Regisseurin Tamara Staudt entdeckte sie in Hilden, wo Marina ein Gymnasium für Spätaussiedler besuchte. Sie bekam die Hauptrolle und innerhalb eines Monates entstand mit Mitteln der Film- und Kulturstiftung NRW ein sehenswerter Film über das Erwachsenwerden, über die Suche nach Heimat, Freundschaft und Liebe.

40 Jahre OAG: Siebenbürger-Sachsen-Siedlung war das erste Projekt

Am 8. Januar 1963 wurde die Oberbergische Aufbaugesellschaft (OAG) gegründet – sie entwickelte sich vom Grundsteinleger der Siebenbürger-Sachsen-Siedlung in Drabenderhöhe über eine Gesellschaft zur Strukturförderung zu einem Wirtschaftsförderungsunternehmen. Im Jagdsaal des Schloss Homburg fand die Feierstunde zum OAG-Jubiläum statt. Landrat Hans-Leo Kausemann präsentierte die OAG als erfolgreiches Wirtschaftsförderungsunternehmen und dankte den Geschäftsführern Manfred Strombach und Volker Dürr für die herausragenden Ergebnisse.