Viel Applaus für Auftritt des Honterus-Chores in Drabenderhöhe / Sängergemeinschaft rüstet für Feier zum 40-jährigen BestehenMit einem Adventskonzert in der evangelischen Kirche in Drabenderhöhe am 18. Dezember und einem Auftritt am Tag darauf im Altenheim Siebenbürgen hat der Honterus-Chor die Reihe der Konzerte 2005 abgeschlossen. Das Konzert in der Kirche, mit vorweihnachtlicher Musik, war der Höhepunkt im Wirken der Chorgemeinschaft aus dem Oberbergischen Land. Die Sängergemeinschaft und die rund 200 Zuhörer haben auf Einladung von Pfarrer Frank Müllenmeister einen vorweihnachtlichen Jubel angestimmt mit dem Lied „Tochter Zion, freue dich“. Das Konzert hat sich schließlich zu dem gestaltet, was sich der Pfarrer vom Auftritt der Mitwirkenden erhofft hat: Es hat die versammelte Gemeinde auf Weihnachten eingestimmt und hat die Freude geweckt, dass Gott zu den Menschen in Gestalt des Jesuskindes kommen kann.
Mit einem Adventskonzert in der evangelischen Kirche in Drabenderhöhe am 18. Dezember und einem Auftritt am Tag darauf im Altenheim Siebenbürgen hat der Honterus-Chor die Reihe der Konzerte 2005 abgeschlossen. Das Konzert in der Kirche, mit vorweihnachtlicher Musik, war der Höhepunkt im Wirken der Chorgemeinschaft aus dem Oberbergischen Land. Die Sängergemeinschaft und die rund 200 Zuhörer haben auf Einladung von Pfarrer Frank Müllenmeister einen vorweihnachtlichen Jubel angestimmt mit dem Lied „Tochter Zion, freue dich“. Das Konzert hat sich schließlich zu dem gestaltet, was sich der Pfarrer vom Auftritt der Mitwirkenden erhofft hat: Es hat die versammelte Gemeinde auf Weihnachten eingestimmt und hat die Freude geweckt, dass Gott zu den Menschen in Gestalt des Jesuskindes kommen kann.Zu Beginn des konzertanten Teils stimmte der Chor vorweihnachtliche Lobgesänge an. Erster Höhepunkt des Abends war dann Michael Haydns Adventskantate „Lauft, ihr Hirten, allzugleich“ für Chor, Sopransolo, zwei Violinen und Orgel. Doch es dauerte eine Weile, bis die Zuhörer die Scheu abgelegt hatten, Applaus in der Kirche zu spenden. Es war der Augenblick, als Ulrike Steiners Interpretation von „Oh Lord, Whose Mercies Numberless“ aus Georg Friedrich Händels Oratorium „Saul“ verklang. Mit diesem Vortrag der Bonner Sängerin war der Bann gebrochen. Von nun an gab es für jeden Auftritt Beifall: für den des erst 14-jährigen Klarinettisten Tobias Gubesch und des Organisten Christian Orben, zuerst für ihren Vortrag von Händels „Air“, danach für die Interpretation eines Menuettes von Johann Sebastian Bach. Seine Virtuosität an der Orgel zeigte der angehende Kirchenmusiker Orben mit dem Präludium D-dur von Johann Sebastian Bach sowie der Toccata c-moll von Leon Boellmann.
Die Sopranistin Ulrike Steiner, gekonnt begleitet von Fabian Leinen am Klavier, hat mit den Vorträgen von Wolfgang Amadé Mozarts „Laudamus te“ aus der Messe in c-moll und Claudio Monteverdis Motette „Exsulta, filia Sion“ weitere Glanzpunkte des Abends gesetzt, bevor es ganz siebenbürgisch-heimelig wurde, als Chorleiterin Regine Melzer die Honterus-Sänger Ernst Helmut Chrestels stimmungsvolles „Maria und Josef – E saksesch Chrästlied“ hat anstimmen lassen. Zum Gelingen des Konzerts beigetragen haben ferner die Violinspieler Tobias Lejczyk und Niklas Obergfell, außerdem Rosi Gubesch mit Lesungen.
Ein gutes, erfolgreiches Jahr ist zu Ende. Dieses Fazit hat Vereinsvorsitzender Günther Schuller auf der anschließenden Jahresabschlussfeier des Chors im Jugendheim Drabenderhöhe gezogen. Frisch geräucherte Wurst aus dem Speckturm und Kuchen, wie sie in Siebenbürgen gebacken wurden, haben auch der Handball-Legende Hansi Schmidt vom VfL Gummersbach geschmeckt. Hansi und seine Frau Karin waren nach dem Konzert Gäste auf der Jahresabschlussfeier.
2006 steht dem Honterus-Chor ein ereignisreiches Jahr bevor: Nicht nur der Chor, sondern auch die Ortsgemeinschaft der Siebenbürger Sachsen in Drabenderhöhe feiert ihr 40-jähriges Bestehen. Die wichtigsten Auftritte werden wieder sein: das Frühjahrskonzert, der Katharinenball mit Theateraufführung, die Konfirmation und natürlich das Adventskonzert. Zwischendurch werden die 55 aktiven Damen und Herren auf einer Reihe von größeren und kleineren Festen der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen singen.


Den Innenhof des Altenheims Siebenbürgen Drabenderhöhe begrenz der 2002 erbaute „Turm der Erinnerung“. Mit seinen hell erleuchteten Fenstern und der Aussichtsplattform strahlte er über unser Dorf, unsere neue Heimat.


Und wenn die „arme“ Wittfrau Hennengän – gespielt von Gerda Gusbeth aus Mediasch – ihr mühsam gespartes Geld als einzige Freude in dieser Welt ansieht, so ist das zwar im ersten Augenblick lustig aber im Endeffekt doch recht traurig, denn sie schließt sich durch ihr so konsequent durchgeführtes Sparen aus der Gemeinschaft aus und macht sich dadurch auch noch zum Gespött im Dorf.
Dies zeigen alle die Szenen, in denen Nachbarn kommen, um Hilfe für den Kindergarten (Tartlerän – gespielt von Ilse Bartesch aus Roseln), für die Schule (Girresch – gespielt von Georg Amser aus Mediasch) oder für eine andere Gemeinde (Fielk gespielt von Helmut Depner aus Helsdorf), denen der Hagel das Getreide zerschlagen hat, bitten.
Auch heute noch könnte man vielen Menschen sagen, wenn sie um Brot bitten: „Denkst du, man muss immer essen? Man soll sich nur nicht viel bewegen, dann braucht man auch nicht zu essen.“ (Bettler – gespielt von Georg Janesch aus Marienburg). Selbst ihre eigene Tochter hält sie so kurz, dass sich diese wundert: „Sind wir wirklich so arm?“
Natürlich darf in einem Mundartstück eine Liebesgeschichte nicht fehlen. Diese Rollen übernahmen Hans Herberth aus Großprobstdorf als Hans der Schuster und Sohn von Mellner sowie Franka Hihn aus Frauendorf als Kathi, Tochter der Hennengän. Die Mutter von Kathi – die Witfrau Hennengän – ist absolut gegen die Freundschaft mit Hans. Es entspricht ihrer Einstellung zum Geld, dass sie so einen armen Schlucker nicht als Schwiegersohn will.
Kathi soll einen reichen Bauern heiraten. Kathi liebt aber nur Hans und die beiden finden immer wieder eine Möglichkeit sich zu treffen. So auch als eines sonntags Hans zu ihr nach Hause kommt, als die Mutter gerade weg ist. Aber Kathi ist so unruhig, sie hat ständig Angst die Mutter könnte zurückkommen und sie beide finden und so ist es dann auch. Die Mutter ist vor dem Haus, aber wie soll sich Hans unsichtbar machen? Liebe macht erfinderisch.
Er versteckt sich in einer Truhe und Kathi wird von der Mutter – ob sie will oder nicht – zur Nachbarin geschickt einen sehr kleinen Geldbetrag, den sie dieser geborgt hatte, zurückzufordern. Hennengän will aber nur allein sein, um weiter ihr Geld zählen zu können. Natürlich weiß sie nicht, dass sie hierbei doch (aus der Truhe heraus) beobachtet wird und somit alle ihre Geldverstecke verrät. Kathi kommt zurück und ruft, um die Mutter aus dem Wohnzimmer zu bekommen, das Schwein vom Nachbarn wäre in ihrem Garten. Natürlich rennt die Mutter hinaus und Kathi kann ihren Hans aus der Truhe befreien und er verlässt schnell das Haus, bevor Hennengän wütend zurückkommt, weil ja überhaupt kein Schwein im Garten war.
Es kommt ein Mann herein und stellt sich als Pietro Anghellini, Italiener, vor (gespielt von Günther Schuller aus Helsdorf). Hans ruft den Vater, weil er weiß, dass dieser im Krieg in Italien war und ein wenig italienisch spricht. Mellner (Vater) freut sich und begrüßt den Gast in seiner Heimatsprache, doch dieser versteht ihn überhaupt nicht. Er hat vielmehr die Ausrede, sie hätten zu Hause meist englisch gesprochen.
Mellner war ein weit gereister Mann und vor dem Krieg in Amerika. Er ist hoch erfreut, sein Englisch anwenden zu können. Doch wieder nichts. Der „Italiener“, der auch ein Zauberer sein will, versteht wieder nichts und ist inzwischen so verzweifelt, dass er in seine wirkliche Muttersprache, nämlich Sächsisch, fällt. Nun erzählt er sein Leben und wie er zu diesem Beruf als Zauberer und Wahrsager gekommen ist. Er hat bei einem anderen gesehen, wie man ohne Arbeit zu Geld kommen kann, wenn man die Dummheit der Leute ausnutzt. Aber sonst hätte er noch nie etwas böses getan. Der Vater will ihn herauswerfen. Aber Hans hat eine Idee, die er dem Vater aber noch nicht verrät. Er verlässt mit dem „Italiener“ den Raum. Nun erscheinen nach und nach drei Nachbarinnen mit ihren Schuhen, die getoppelt werden sollen.
Sie hat zu einer Vorstellung in ihr Haus eingeladen, weil sie möchte, dass der Zauberer – wie er sagte – Geld bei ihr im Garten finden könnte. Alle mussten natürlich Eintritt zahlen. Und nun unterhält Petro Angelini die Nachbarn mit allerlei Zaubertricks. Hennengän ist die ganze Zeit aufgeregt und wartet darauf, dass der Zauberer in den Garten geht, um Geld zu suchen, was dort „blühen“ soll. Endlich ist es so weit und der Zauberstab findet wirklich versteckt Münzen im Garten. Hennengän möchte aber noch weiter suchen, um noch mehr Geld zu finden. Der Zauberstab findet nun das von ihr selbst versteckte und von ihr gesparte Geld.

