Kinderkunstwerkstatt im Jugendheim Drabenderhöhe

Zwei Tage lang durften 12 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 16 Jahren im Rahmen des Ferienspaßes der Stadt Wiehl der Künstlerin Ursula Groten auf die Finger gucken und unter ihrer Anleitung sieben unterschiedliche Mal- und Zeichentechniken erlernen.

Zu Beginn des Workshops wurde nach der theoretischen Einführung mit dem „Sternchen“ der Farben, der Acrylfarbe, begonnen. Auf Leinwand entstanden fantastische Blumen und unterschiedlichste Tiermotive. Mit Ölkreide verzauberten die Jungen und Mädchen anschließend ihre farbigen Papiervorlagen in phantastische Landschaften. Der Übergang zum Arbeiten mit Ölpastellfarben fiel der jungen Künstlergruppe nach der Stärkung beim gemeinsamen Genuss von Pasta sehr leicht. Zum Abschluss des ersten Werkstatttages ging es mit großer Freude an das experimentelle Malen. Hierbei wurden Brokatstoffe, Netze, kleine Schwämme und andere Materialien mit Farbe bestrichen und auf den zuvor buntbemalten Untergrund aufgedruckt. Am zweiten Schaffenstag ging es mit Pastellkreide auf Pappkarton weiter. Es wurden Portraits bedeutender Personen gemalt, die durch das anschließende Aufkleben unterschiedlicher Materialien weiter an Persönlichkeit gewinnen konnten. Nach so viel Farbe griffen die Künstler zu schwarzer und weißer Kreide. Die Kinder erkannten schon bald, dass Schwarz- Weißmalerei sehr ausdrucksstark wirken kann. Mit dem absoluten Lieblingsprojekt der Kinder, dem Malen des eigenen Lieblingstieres mit kostbarer Pastellkreide, wurde die Kunstwerkstatt fortgeführt. Zum Abschluss begab sich die Gruppe in den Bereich der Werbung in eigener Sache. Es wurden noch persönliche Namensschilder und Plakate künstlerisch umgesetzt, die sehr kreativ gestaltet wurden.

Der Höhepunkt des Tages war natürlich die Vernissage, zu der die Kinder ihre Familien und Freunde eingeladen hatten. Nachdem die junge Künstlerin Johna Nähring zu ihrem achten Geburtstag beglückwünscht worden war, begann die Präsentation durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der kleinen Sommerakedemie. Die unterschiedlichen Maltechniken wurden von den Mädchen und Jungen vorgestellt und erläutert. Die begeisterten Gäste ließen sich mit kleinen Köstlichkeiten wie Käsewürfel, Erdbeeren und Weintrauben verwöhnen. Jugendheimleiterin Martina Kalkum war nicht nur von den entstandenen Kunstwerken begeistert. Es zeigte sich wieder, dass Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt und mit großer Freude gemeinsam arbeiten und Spaß haben können. Im November findet wieder das generationsübergreifende Projekt „Engelwerkstatt“ in Räumen der städtischen Jugendeinrichtung statt. Weitere Informationen gibt es im Jugendheim Drabenderhöhe unter der Rufnummer: 02262-1249.

Open-Air-Konzert mit Hofbräu-Band und Dance Group

Vom 31. Juli bis 2. August besuchen Mitglieder der „Transylvania Hofbräu Band“ und der „Transylvania Club Dance Group“ aus Kitchener/Ontario, angeführt vom Vorsitzenden der Siebenbürger Sachsen in Kanada, John Werner, ihre Landsleute hier in Drabenderhöhe.

Die kanadischen Gäste gestalten Sonntag, 31. Juli, 18 Uhr, im Robert-Gassner-Hof des Alten- und Pflegeheims ein Open-Air-Konzert (bei Regen im evangelischen Gemeindehaus). Bereits ab 17 Uhr können sich die Besucher mit siebenbürgischen Spezialitäten vom Grill verwöhnen lassen.

Hofbräu Band und Dance Group servieren ein hochkarätiges Programm, das sie während ihrer Europa- Tournee unter dem Motto „Aus Liebe – Aus Freundschaft“ im Rahmen des Kulturaustausches der Föderation der Siebenbürger Sachsen durch Österreich und Deutschland bei mehreren Auftritten präsentierten. Montag, 1. August, 17 Uhr, sind sie noch einmal bei einem Kurzauftritt im Alten- und Pflegeheim Haus Siebenbürgen-Drabenderhöhe zu sehen.

Die Föderation wurde 1983/84 von den Organisationen der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, Kanada, Österreich und in den USA mit dem Ziel gegründet, Zusammenhalt und Gemeinschaft der weltweit verstreuten Siebenbürger Sachsen zu stärken, den Erhalt ihrer Kultur zu fördern und ihre Interessen zu vertreten. Das geschieht unter anderem durch den Kulturaustausch. Im Zweijahresrhythmus werden Kulturgruppen entsandt, die ihre Landsleute jenseits des großen Teiches besuchen.

Nachdem die Reiseteilnehmer in Salzburg, Vöcklabruck, Wels, Nürnberg und Heilbronn waren, ist Drabenderhöhe die letzte Station der Tournee, bevor es am 2. August wieder Richtung Heimat geht. 1951 gründeten Musikprofessor Walter Scholtes und Organisator John Werner die „Transylvania Blasmusik“, die sehr erfolgreich war, sich 1966 aber auflöste. Noch im Herbst des gleichen Jahres überredeten einige Musiker Steve Schatz die Kapelle neu zu beleben. 16 Mann gründeten die „Transylvania Hofbräu Band“, die beliebt und bekannt wurde. 1969 war sie die erste und einzige deutsche Kapelle, die am Kitchener-Waterloo Oktoberfest teilnahm, und das Trinklied „Ein Prosit“ und das berühmte „Zicke-Zacke“ einführte. 1992, 1993 und 1994 gestaltete die Band ein zweistündiges Fernsehprogramm, das in den folgenden Jahren immer wieder ausgestrahlt wurde.

Heute ist die Kapelle 30 Mann stark und multikulturell: Sachsen, Kanadier, Deutsche und Schweizer pflegen freundschaftliche Zusammenarbeit.

Die Tanzgruppe wurde 1949 gegründet. Jugendliche zwischen 14 und 27 Jahren führen traditionelle oder neue Tänze in ihren schönen siebenbürgischen Trachten auf. Die Teilnahme am Heimattag, der jährlich abwechselnd in Kanada und den USA abgehalten wird, sowie die Teilnahme am Jugendlager der Siebenbürger Sachsen sind für die Mitglieder der Tanzgruppe Höhepunkte im Jahresablauf. Die Jugendlichen beteiligen sich an allen Veranstaltungen des Transylvania-Clubs und an Wohlfahrtsaktionen der Stadt und Umgebung.

Lesung in der Grünen Scheune

Am 30. 07. findet um 17 Uhr eine Lesung in der Grünen Scheune Drabenderhöhe, Alte Kölner Str. 8 statt. Heimatforscher Achim Höhler hat die Geschichte des alten Grenzortes Drabenderhöhe aufgearbeitet. Diesmal beschäftigt er sich mit dem Ortsteil Scheidt mit den Höfen.

Barbara Venz

„Ein Sommermärchen für Kinder!“

Auch in diesen Sommerferien fand das Ferien-Spaß-Prgramm der Ev. Jugend statt. 23 Kinder im Alter von 5 – 12 Jahren verbrachten mit 10 Betreuern eine tolle Woche miteinander, die viele wunderbare Erlebnisse bereit hielt.

Gestartet wurde morgens mit dem gemeinsamen leckeren Frühstück, wodurch gemeinsam der Tag begonnen werden konnte. Nach einer ausgiebigen Kennenlernrunde konnte es dann so richtig los gehen. Natürlich standen wieder verschiedene Bastelabgebote auf dem Programm und es wurden wunderschöne Kerzenständer aus Naturmaterialien, Sandbilder und Schiffe aus Kerzenwachs gestaltet. Ein Tag im Wald mit verschiedenen Gruppenspielen bei denen einfache Materialien eingesetzt wurden, ist bei den Kindern sehr gut angekommen. Hier mussten sie verschiedene Stationen überwinden, um ihren Weg zurück zum Gemeindehaus zu finden. Es wurden Seifenblasen selber hergestellt und auch mit Lebensmittelfarben eingefärbt, woran große Freude herrschte. Einen ganz besonderen Tag erlebte die Gruppe in Waldbröl bei Pananbora. Nachdem der Aussichtsturm erklummen und der Baumwipfelpfad ausgiebig entdeckt wurde, wurde in der Oberbergischen Wildnis gemeinsam gepicknickt und der restliche Tag auf dem Abenteuerspielplatz im Weidenlabyrinth und den Spieltunneln verbracht. Geendet hat die gemeinsame Zeit mit einem köstlichen Mittagessen, strahlenden Kinderaugen und vielen tollen Eindrücken.