Katharinenball in Drabenderhöhe: Theatergruppe erstmals unter der Regie von Ilse Bartesch

Ein herzliches „Willkommen, Willkommen“ nach einem Lied von Lorenz Maierhofer und „Heißa Kathreinerle“ schmetterte der Honterus-Chor unter Leitung von Regine Melzer an zwei Abenden im Kulturhaus den Besuchern zum Auftakt des traditionellen Katharinenballs zu.


Foto: Christian Melzer

Danach hielt die Vorsitzende Anneliese Hüll in ihrer Begrüßung kurz Rückblick auf „ein ereignisreiches Jahr“. Herausragend waren dabei das Frühjahrskonzert und der Heimattag in Dinkelsbühl, den der Chor mitgestaltete.

Zurück nach Siebenbürgen, in das dörfliche Leben der sechziger Jahre entführte dann die Theatergruppe zum ersten Mal unter der Regie von Chormitglied Ilse Bartesch. „Ich versuche meine Aufgabe so gut wie Enni zu lösen“ versprach Bartesch, die zu Beginn der Aufführung die Mitwirkenden vorstellte. Da sie selbst seit Jahren in den verschiedensten Rollen für die Laienspielgruppe auf der Bühne stand, bringt sie einige Erfahrungen mit für den Job. Enni Janesch hatte nach über 40 erfolgreichen Jahren die Leitung in jüngere Hände gelegt.

Die Premiere der neuen Regisseurin war gelungen. Es wurde viel und herzlich gelacht über das Lustspiel „Urlew um Schworzen Mier“ (Urlaub am Schwarzen Meer). Von Beginn an wurden die Mundartfreunde mitgerissen von einem Stück, in dem die Frau das Sagen hat. In diesem Fall war es die resolute Minni (Gerda Gusbeth), Mutter und Schwiegermutter von Anni und Helmut (Elke und Helmut Scharpel),die ihre Flitterwochen am Meer verbringen wollten.

Helmut will „nur das Notwendigste“ in einem Koffer mitnehmen. Er will nicht so viel schleppen. Doch da hat er die Rechnung ohne Mama Minni gemacht, die weiß: „Männer verstehen nichts vom Leben. Das Notwendigste geht nicht in einen Koffer rein.“ Sie hilft beim Packen, denn „all die schönen Kleider müssen mit“. Man kann nicht immer in den gleichen Klamotten rumlaufen. Bald sind zwei Koffer und eine Reisetasche voll.

Damit nicht genug: Weil Mama Minni in der Nachbarschaft herumposaunt hat, dass ihre Kinder Urlaub am Meer machen, stehen bald Nachbarinnen auf der Matte und bitten darum „Kleinigkeiten“ für ihre Lieben mitzunehmen. Das Publikum kugelt sich vor Lachen, als Rejin (Kathi Adam) einen Koffer voll mit Birnen und Pflaumen, die Sus (Roswitha Wölfel) für ihren Karli, der auf Motorradtour ist, einen Reservereifen anschleppt und Lis (Christine Rochus) für ihren Sami einen Riesenkarton mit Wurst, Grieben, Schmalz und frisch gebackenem Brot bringt, „weil ihm das Essen beim Militär nicht schmeckt.“

„Mutter um Gottes Willen“, schreit entsetzt Anni beim Anblick des Gepäcks, denkt an ihren Mann, der „nur einen Koffer schleppen will“. Aber „man muss sich die Männer erziehen“, beruhigt Mutter Minni: „Die Kleinigkeiten schafft der schon.“

Helmut denkt nicht daran. Mit Freund Misch (Reinhard Wellmann) und dessen Luxusauto befördert er alles zur Post. In der Zwischenzeit kommen die Nachbarinnen zurück. Rejin befürchtet, dass das Obst im Koffer verdirbt, der Sohn von Sus ist mit seinem Motorrad wieder zu Hause und der Neffe von Lis ist auch auf dem Heimweg.

Den Zuschauern wird ein turbulentes Ende geboten mit einer Mutter, die beleidigt abrauscht, einem Ehepaar, das nur mit dem Notwendigsten auf Hochzeitsreise geht und Nachbarinnen, die fluchtartig die gute siebenbürgische Stube verlassen, weil sie ihr Gepäck von der Post holen wollen.

„Die vielen Lacher während des Stücks und der begeisterte Beifall spornen uns an, mit dem Theater in Mundart weiter zu machen“, so Anneliese Hüll in ihren Schlussworten.

Ursula Schenker

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Frau aus brennendem Auto gerettet

Ein PKW, von Drabenderhöhe in Richtung Marienberghausen unterwegs, prallte heute Morgen gegen 8:00 Uhr in Höhe von Oberstaffelbach gegen einen Baum und fing Feuer.


Fotos: Christian Melzer

Ersthelfer konnten die Fahrerin, eine Drabenderhöherin, aus dem Fahrzeug befreien. Beim Eintreffen des Notarztes war die Frau nicht ansprechbar und wurde mit schweren Verletzungen von einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Das brennende Auto wurde von den 18 Feuerwehrleuten der Feuerwehreinheiten Drabenderhöhe und Bielstein/Weiershagen unter Einsatzleiter Tobias Rohde gelöscht.

Präventionstheater: „Ganz schön blöd!“

„Ganz schön blöd!“ heißt die Zartbitter-Theaterproduktion gegen Gewalt an Mädchen und Jungen im Grundschulalter .Mehr als 400 Wiehler Grundschulkinder und der Hugo-Kükelhaus Förderschule trafen sich auf Einladung der Medienschutzkraft des Jugendamtes der Stadt Wiehl, Frau Martina Kalkum, um gemeinsam das Theaterstück im Kulturhaus Siebenbürgen zu erleben.

Mit viel Lebensfreude und Musik stärkt „Ganz schön blöd“ das Vertrauen der Kinder in sich selbst. Es vermittelt Mädchen und Jungen, dass es mutig ist, zu den eigenen Ängsten zu stehen und sich in belastenden Situationen Hilfe zu holen- denn „Hilfe holen ist kein Petzen und kein Verrat! „Die Kinder werden gegen Angstmache durch Gleichaltrige, Jugendliche und Erwachsene gestärkt. Auf altersgerechte Weise setzt das Theater einen deutlichen Schwerpunkt in der Vorbeugung von Gewalt im Internet, per Handy und Spielkonsole. Die Solidarität der Kinder untereinander wird gefördert. Die begeisterten Kinder waren sich einig: Übergriffe per Handy und Internet sind nicht cool, sondern nur gemein!

Für die Nachbereitung im Unterricht erhielten die begleitenden Lehrkräfte pädagogisches Material.

Beim Überholen frontal mit dem Gegenverkehr kollidiert

Zu einem Frontalzusammenstoß zweier Pkw kam es heute Morgen auf der B 56 in Brächen. Dabei entstand hoher Sachschaden. Die beiden Fahrer der Fahrzeuge verletzten sich leicht. Gegen 7 Uhr fuhr ein 20-jähriger Gummersbacher auf der Bundesstraße in Richtung Drabenderhöhe. Im Bereich einer Kurve überholte er einen vor ihm fahrenden Lastwagen und kollidierte dabei frontal mit dem entgegenkommenden Fahrzeug einer 44-jährigen Frau aus Wiehl. Die Bundesstraße 56 war im Bereich der Unfallstelle bis 8:30 Uhr komplett gesperrt. Die Polizei leitete den Verkehr in Richtung Bielstein ab. Die Polizei beschlagnahmte den Führerschein des Unfallverursachers aufgrund des gefährlichen Überholvorgangs.

Engelwerkstatt im Jugendheim Drabenderhöhe

Zur siebten Engelwerkstatt, einem generationsübergreifenden Kunstprojekt, trafen sich 19 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, um ihre persönlichen Gefühle und Gedanken zum Thema Engel auf Leinwand umzusetzen.

Sie begegnen uns überall. Ob in der Kunst, in den Kirchen, in der Literatur oder als dekoratives Accessoire. Engel sind Gefährten, Boten und Beschützer. Die Vorstellung von einem persönlichen Schutzengel ist unabhängig von jeder Konfession. Sie sind ein Zeichen dafür, dass wir auf der Erde nicht allein sind.

Unter der Anleitung der Künstlerin Ursula Groten experimentierten die Projekt TeilnehmerInnen mit Acrylfarben, Spachtelmasse, Bändern und Glitzerwerk. So entstanden märchenhaft schöne Werke auf Leinwand, die durch die Einzigartigkeit der einzelnen Persönlichkeiten geprägt sind.

In der stimmungsvoll geschmückten Teestube genoss die Künstlergruppe ihre kreativen Pausen bei deftigem Eintopf und köstlichen Waffeln, die von den „Teestubenengeln“ Alina, Sahra und Pia serviert wurden. Besonders erfreulich empfand die ganze Gruppe, dass Menschen unterschiedlichen Alters, mit und ohne Behinderung miteinander einen ganz besonderen Tag verbringen konnten.

In der Abschlussrunde wünschte Jugendheimleiterin Martina Kalkum der buntgemischten Künstlergruppe und ihren Helferinnen einen guten Engel, der sie begleitet und beschützt.