Hans Otto Tittes: Wen wundert’s?

Zu der Äußerung des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan „Unsere Bajonette sind die Minarette“ (OVZ, 4. Dezember 2009) ein paar Gedanken in Versform vom Drabenderhöher Autoren Hans Otto Tittes.

Wen wundert’s?
von Hans Otto Tittes

Des Volkes Wahlverdrossenheit
wird oft bei uns zu Recht beklagt.
Doch was die Nachfahren von Tell
vor kurzem haben klar gesagt,

stört manchen „Gutmenschen“ nun doch,
weil dieses Resultat nicht passt
in seine Denke, die er halt
ganz anders hatte vorgefasst.

In erster Reihe haben Schweizer
so abgestimmt, ob’s schlecht, ob’s gut,
drum sollten wir das respektieren.
Sie hatten Rückgrat und auch Mut.

Eins sei zum Schluss noch kurz erwähnt:
Es wird gefordert Toleranz.
Doch nur wenn beidseitig gelebt,
wird sie erfahren Resonanz!

Dritte Engelwerkstatt im Jugendheim Drabenderhöhe

Bei der dritten Engelwerkstatt, einem generationsübergreifenden Kunstprojekt, trafen sich 17 Menschen unterschiedlichen Alters, um unter der Anleitung der Künstlerin Ursula Groten ihre persönlichen Gedanken zum Thema Engel umzusetzen.

Erwachsene, Jugendliche und Kinder arbeiteten mit Acrylfarben, Glitzersteinen, Bordeuren und feinster Schaffswolle. Hieraus enstanden traumhafte, märchenhafte und einmalige Werke.

In den weihnachtlich geschmückten Räumen genoss die Künstlergruppe ihre kreativen Pausen bei kleinen Köstlichkeiten und interessanten Gesprächen. Besonders erfreulich empfanden alle Teilnehmer, dass Menschen unterschiedlichen Alters miteinander einen ganz besonderen Tag verbringen konnten.

Bei der Abschlussrunde wünschte Martina Kalkum, die Leiterin des Jugendheims Drabenderhöhe und ihre helfenden Engel Zivildienstleistender Nils Christian Sträßer und Iwan Asmus, allen Teilnehmern viele Engel-Augenblicke. Martina Kalkum: „Vielleicht kann ja jeder und jede von uns ab und an auch selber ein Engel sein. Also halten sie Ausschau nach dem Engel in ihrem Leben.“

Bunte Kuchen für den Weihnachtsmarkt

In der Vorweihnachtszeit duftet es auch im Jugendheim Drabenderhöhe nach Gebäck und Kuchen.

Aus besten Zutaten, wie Butter, Bioeier und Vanille rührten unsere Jugendlichen Besucher ca. 10 l Teig an.

So entstanden über 30 Rührkuchen, die von Kindern mit rosa, hellblauen, orangenen und grünfarbenen Farben bestrichen wurden.

Zur Krönung konnten die Mädchen und Jungen die kleinen Köstlichkeiten noch mit weihnachtlichen Motiven verzieren.

Der neue Zivildienstleistende Nils Christian Sträßer unterstützte die kleinen Besucher bei der kunstvollen Verpackung der essbaren Kunstwerke. Anschließend brachte er sie zum Weihnachtsmarkt nach Wiehl, wo die Kuchen als Spende von dem Jugendheim Drabenderhöhe angeboten wurden.

Selbstverständlich gab es auch „Bruchkuchen“ der von den Besuchern verzehrt wurde.

Siebenbürgisch-Deutsches-Heimatwerk: Adventausstellung

Am zweiten Advent hatte das Siebenbürgisch-Deutsche-Heimatwerk im Pavillon des Hauses Siebenbürgen-Drabenderhöhe seine alljährliche Adventausstellung. Diese Adventausstellung blickt auf eine über 30-jährige Tradition zurück. Das Team des Heimatwerkes freut sich jedes Jahr auf diese Veranstaltung, die auch den Bewohnern des Hauses die Möglichkeit gibt, sich an den Ausstellungsstücken zu erfreuen.

Von links: Edith Foith, Uta Beckesch und Hedda Truetsch – Foto und Video: Christian Melzer

Das Siebenbürgisch-Deutsche-Heimatwerk bietet viele Bücher mit siebenbürgischer Literatur an, so auch das Buch der diesjährigen Literaturnobelpreis-Trägerin Herta Müller „Atemschaukel“. Die Nachfrage nach siebenbürgischen Stickereien hat merklich nachgelassen, die Keramikkrüge und -vasen sind nach wie vor gefragt.

Die Leiterin des Heimatwerkes Uta Beckesch: „Die Volkstanzgruppen freuen sich, wenn sie die benötigten Trachtenbänder bei uns finden. Es wäre sehr schön und wünschenswert, wenn jüngere Frauen sich für unsere Arbeit interessieren würden, damit die Nachfolge für unser Heimatwerk gesichert wird. Wir bemühen uns nach wie vor mit Freude unsere siebenbürgische Volkskunst zu erhalten und weiter zu pflegen.“

Eine Bilderserie finden Sie hier…