Der ganz normale Wahnsinn

Ein Dienstagnachmittag im Jugendheim Drabenderhöhe. Es duftet nach Vanille und Zimt. Gewaschene Kinderhände bereiten große Mengen an Teig vor. Heute werden Plätzchen für den Glühweinkeller der Stadt Wiehl gebacken.

Die 10 Kinder der Hausaufgabebetreuung räumen ihre Schulutensilien beiseite und beginnen mit dem Ausrollen des Teiges.

Zwischenzeitlich ist der Bus der Hugo-Kückelhausschule eingetroffen. Es werden Sterne und Herzen ausgestochen, aufs Backblech gelegt und in den Ofen geschoben. Nun sind auch 20 Mädchen, die an unseren Tanzkursen teilnehmen, sowie weitere Jugendliche und junge Erwachsene erschienen.

Zwischendurch werden Gespräche geführt, 25 Bleche Plätzchen gebacken, Bewerbungen geschrieben, Streit geschlichtet, gelacht, geschimpft, Räume auf und zu geschlossen, gespielt, telefoniert, Elterngespräche geführt, Sozialstunden begleitet, gekehrt, getröstet, geputzt, gemeinsam Aktionen geplant und natürlich genascht! Die Teestube scheint aus allen Nähten zu platzen. Gegen 21 Uhr schauen noch ehemalige Besucherinnen vorbei.

Ein lebendiger, arbeitsreicher und schöner Tag neigt sich dem Ende zu. Wir stellen überrascht fest, dass wir im Trubel die Zeit aus den Augen verloren hatten: Heute schließt das Jugendheim erst um 22 Uhr.

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