Feuer im Drabenderhöher Industriegebiet: Kunststoffrohre der bauku GmbH brannten lichterloh

Gegen Mitternacht brach auf dem Gelände der bauku GmbH, einem führender Hersteller von Kunststoffrohrsystemen, ein Feuer aus.

Um 0:25 Uhr brannten zahlreiche Kunststoffrohre lichterloh, kurz darauf trafen dann auch die erste Feuerwehreinheiten in Drabenderhöhe ein. Gegen 1:00 Uhr schlugen die Flammen des Feuers extrem hoch in den Nachthimmel und eine dunkle schwarze Wolke zog sich über ganz Drabenderhöhe. Mehrere Explosionen waren zu hören. Drei Firmenfahrzeuge der bauku GmbH fielen dem Feuer zum Opfer.


Fotos: Christian Melzer

Das Gebäude der bauku GmbH blieb vom Feuer verschont. Auch die anderen Gebäude im Industriegebiet nahmen keinen Schaden. Der Rauch der verbrannten Kunststoffrohre soll laut Feuerwehr nicht gesundheitsgefährdend gewesen sein.

Neue Informationen zum Feuer im Industriegebiet (Aktualisiert am 16.02.2008 / 15:00 Uhr):

  • Rund 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz, darunter 30 unter Atemschutz.
  • Brandursache ist bis jetzt noch ungeklärt.
  • Schnell wurde den Feuerwehreinheiten aus Drabenderhöhe und Bielstein klar, dass die Alarmstufe erhöht werden musste. Die Einheiten aus Wiehl, Marienhagen und Oberwiehl wurden nachgeordert.
  • Zur Feststellung der Schadstoffbelastung wurde der Messzug Oberberg mit zwei Fahrzeugen aus Brunohl und Wiehl eingesetzt, unterstützt vom Messleitwagen aus Bergneustadt. Die gemessenen Belastungen im Ort lagen dabei unter der Nachweisgrenze.
  • Einsatzleiter Jens Schmidt: „Zum Glück waren es PE- und PP-Kunststoffrohre, die zwar mit großen Rußanteilen verbrennen, aber relativ unkritisch in der Gefährdung für die Gesundheit sind. Die herrschende Thermik ließ die dichten Rauchwolken aufsteigen und schnell abziehen, dabei bestand keine Gefahr für die Anwohner.“
  • Bei den Löscharbeiten hat sich die Feuerwehr vorrangig darauf konzentriert mit einer Riegelstellung ein Ausbreiten des Feuers auf die angrenzenden Firmen Sarstedt und Becker zu verhindern, um anschließend das Feuer auf dem Freigelände zu bekämpfen.
  • Bei den Explosionen handelte es sich wahrscheinlich um Brandgase, die sich in den Kunststoffrohren gebildet hatten und sich dann explosionsartig entzündeten.
  • Ein Problem war die Löschwasserversorgung – die Feuerwehren aus Oberwiehl und Marienhagen mussten eine rund eineinhalb Kilometer lange Leitung aus Schläuchen bis zur Firma Schinker-Reisen legen, wo sich eine Wasserentnahmestelle befand.
  • Das Feuer wurde nach rund zwei Stunden unter Kontrolle gebracht. Die Feuerwehr war danach aber noch viele weitere Stunden mit Löscharbeiten beschäftigt.
  • Verletzt wurde niemand.


Die Kripo hat mittlerweile die Brandermittlungen aufgenommen.

Neue Informationen zum Feuer im Industriegebiet (Aktualisiert am 18.02.2008 / 07:00 Uhr):

  • Die Feuerwehr war mit insgesamt 23 Einsatzfahrzeugen vor Ort.
  • Der Schaden wird auf rund 600 000 Euro geschätzt.
  • Experten halten Brandstiftung für sehr wahrscheinlich: „Das Feuer brach in der sichtgeschützten Mitte des frei zugänglichen Grundstücks aus. Selbstzündung ist unwahrscheinlich.“

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Fotos: Christian Melzer

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