„Schweißtreibendes Programm“ zum gemütlichen Nachmittag des Frauenchores Drabenderhöhe

Der Frauenchor hatte zum gemütlichen Nachmittag, der alle zwei Jahre exklusiv für die inaktiven Mitglieder und besondere Freunde des Chores durchgeführt wird, eingeladen. Aus besonderen Gründen war der Termin diesmal in den Sommer gerutscht und wegen der anhaltenden Hitzewelle waren leider nicht alle der Einladung gefolgt.

Die Gäste erlebten einen gut aufgelegten, fröhlichen Chor, der trotz der extremen klimatischen Bedingungen singend auf die Bühne kam und ein schönes, abwechslungsreiches und buntes Programm bot. Vor dem Kaffeetrinken wurden die Lieder der zweiten Leistungsstufe und des Meisterchorsingens vorgestellt und einige Chorinterna über Vorbereitung, Durchführung und Ergebnis des wichtigsten gemeinsamen Chorerlebnisses preisgegeben: „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – wir müssen eben einen zweiten Anlauf nehmen.“

Bei selbstgebackenem Kuchen, Kaffee und kühlen Getränken gab es dann Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen und Informationsaustausch. Anschließend startete der zweite unterhaltsame Teil des Nachmittags mit Gedanken über den Wandel der Zeit am persönlichen Beispiel – Was packe ich in meinen Koffer? Frau Federleicht, deren Name das krasse Gegenteil zu ihrem Aussehen ausdrückte, bekam von ihrer Ärztin diverse Ratschläge für ihre Gesundheit und fragte dann am Schluss der Behandlung ob sie die Diät vor oder nach den Mahlzeiten nehmen müsse.

Dass auch Pizza bestellen kompliziert sein kann, erfuhren die Zuschauer bei der nächsten Darbietung. Welche sentimentalen Erinnerungen das tolle Sommerwetter auch bei älteren Ehepaaren weckt, führten Heinrich und Hubertine vor. Dann wurde das bekannte Märchen Aschenputtel einmal ganz anders präsentiert, wobei die Handlung vom Erzähler in Kurzform vorgetragen und nicht verändert wurde – Aschenputtel bekommt Hilfe von der guten Fee, trickst die beiden bösen Stiefschwestern aus und bekommt am Ende den schönen Prinzen – die Zuschauer staunten und lachten.

Der Höhepunkt des Programms war aber das als besonderer Leckerbissen und einmalig auf dieser Bühne zu erlebende „Palastorchester aus Berlin“. Als „Max Raabe“ stellte Paul Erich Sträßer originelle Lieder aus der alten Schellackzeit um 1920 vor, begleitet von sechs Sängerinnen, die als Palastorchester auf Instrumenten spielten, die vom „Künstler“ selbst originalgetreu nachgebaut waren. Das Repertoire reichte von „O, Donna Klara“ bis zum „Kleinen grünen Kaktus“ und natürlich klatschten die Zuschauer kräftig und forderten lautstark „Zugabe!“.

Als Einstimmung auf das WM-Endspiel am Abend stimmte der Chor noch mal die Südafrikanische Nationalhymne an. Vor dem Auseinandergehen sangen dann alle miteinander (Chor und Gäste) das bekannte Volkslied „Ade zur guten Nacht“. Die Gäste verabschiedeten sich von total nass geschwitzten Gastgeberinnen und beteuerten, dass sie den Nachmittag trotz Saunatemperaturen genossen hätten und alle diejenigen bedauern, die nicht dabei waren.

Sabine Breuer

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