Offener Sonntag im Jugendheim Drabenderhöhe

Es war wohl nicht nur der Duft frisch gebackener Waffeln, der die interessierten Kinder, Jugendlichen und Erwachsene ins Jugendheim lockte. Väter, Mütter und Großeltern nutzten die Gelegenheit, um gemeinsam mit ihrem Nachwuchs die vielfältigen Angebote der Einrichtung zu nutzen.

So wurde gekickert, Airhockey und Billard gespielt sowie manch interessantes Gespräch geführt. Die jugendlichen Helferinnen und Helfer unterstützten die Jugendheimleiterin Martina Kalkum und kümmerten sich um das Backen köstlicher Waffeln und gaben den jüngsten Besucherkindern Hilfestellung beim Basteln giftgrüner Frösche.

Zur Entspannung ging es zwischendurch in die Welt der Fantasie und Träume. Mit wundersamen Märchen vom Winter wurde der offene Sonntag für Menschen jeden Alters abgerundet.

Winterzeit = Saunazeit!

Hans Otto Tittes Dazu folgende Gedanken vom Drabenderhöher Autor Hans Otto Tittes:

Inner- und äußerlich
von Hans Otto Tittes

Willst du von ’nem Menschen wissen,
wie er innerlich dir ist gesinnt,
warte, bis du mal in Not bist,
dann zeigt er sich, wie er ist, bestimmt.

Was sein Äußerliches anbelangt,
kannst du ganz genau mal testen,
wenn er unverhüllt mal vor dir sitzt
in der Sauna – nackt am besten.

Jugendheim Drabenderhöhe: Natur hautnah

Zum Naturerlebnistag des Jugendheims Drabenderhöhe trafen sich trotz Kälte und Dauerregen 12 tapfere Mädchen und Jungen im Grundschulalter. Ausgestattet mit Gummistiefel, dicken Jacken und Überhosen ging es in den nahegelegenen Wald.

Geachtet wurde besonders auf die heimische Fichte, mit ihren immer grünen Zweigen, die auch als Symbol für das Leben steht. Die Kinder erfuhren von der Heilwirkung der Fichtenknospen und der Möglichkeit aus gesammelten Fichtennadeln einem Hustentee bereiten zu können.

Bei vorrangegangen Treffen hatte die Kinder bereits aus selbstgesammelten Kräutern einen Hustensaft und Erkältungsbonbons hergestellt.

Obwohl der Schlamm bis zu den Knöcheln reichte, sammelten die Mädchen und Jungen noch kleine Schätze des Waldes, um anschließend im Innenhof des Jugendheims Drabenderhöhe aus Ästen, weiche Mooskissen, Fichtenzapfen und Baumrinden eine kleine Naturlandschaft zu legen.

Bei selbstgemachtem Kräuterquark, heißem Tee und frische gebackenem Brot ließen es sich die kleinen und großen Naturerkundler richtig gut gehen.

Anschließend ging die Gruppe in den neu gestalteten Entspannungsraum, wo jedes Kind seinen bequemen Platz finden konnte. Der eine oder auch die andere schlummerten während des abschließenden Märchens ein.

Martina Kalkum und Holger Ehrhardt vom Jugendheim Drabenderhöhe waren mit dem Verlauf des Tages rundherum zufrieden.

Zwanzig Jahre Literaturkreis Drabenderhöhe

Wie hat es mit dem Literaturkreis angefangen? So fragten wir uns,- nunmehr im zwanzigsten Jahr seines Bestehens – als wir, die Leiterin des Literaturkreises, Frau Erika Seiler, und der Verfasser dieses Berichts, über die Gestaltung der Einladung zur Veranstaltung des Literaturkreises vom 25. Januar 2012, nachdachten. Es ging nämlich um eine besondere Art der Veranstaltung, nämlich eine Mischform von Musik und Literatur: Eine Lesung von dem Schriftsteller Hans Bergel und um einen Gesangsvortrag von Hildegard Bergel-Boettcher mit Gitarrenbegleitung durch Andrea Gatzke.


Hans Bergel – Fotos: Christian Melzer

Beim nächsten Gedanken jedoch – wann haben wir eigentlich die Verantwortung für die Organisation der Veranstaltungen übernommen – wurde uns bewusst, dass dies im Sommer 1998 geschah. Ausgehend von diesem Datum kamen wir auf dreizehneinhalb Jahre. Bei zehn Veranstaltungen im Jahr ergäbe das bis heute 135 Veranstaltungen. Da jedoch die Termine bis einschließlich Juni 2012 vergeben sind, beträgt unser Anteil an der in der Überschrift genannten Zahl, 14 volle Jahre.


Hildegard Bergel-Boettcher (re.) und Andrea Gatzke

Während der ersten sechs Jahre hatte Frau Mathilde Marzell, die auch die Gründerin des Literaturkreises war, die Leitung inne. Das Gründungsjahr war also 1992. Jetzt kann ich versuchen, die eingangs gestellte Frage zu beantworten: Frau Mathilde Marzell, die nicht nur den heute etwa Vierzigjährigen Drabenderhöhern als Grundschullehrerin noch in guter Erinnerung sein dürfte, engagierte sich nach ihrer Pensionierung vor allem ehrenamtlich im Bereich des kirchlichen Gemeindelebens. Sie war mindestens acht Jahre lang Mitglied des Presbyteriums unserer Kirchengemeinde und gestaltete in diesem Ehrenamt die „Seniorennachmittage“ im Gemeindehaus. Als nimmermüde Akteurin im gesellschaftlichen und kulturellen Bereich wird sie in unserer Erinnerung weiterleben. Nicht zuletzt auch als Leiterin des Literaturkreises Dabenderhöhe, dessen Gründung wir ihr zu verdanken haben. Wenn ich mich recht erinnere, fiel das „Gründungsdatum“ mit der Veröffentlichung des hundert Seiten starken Erzählbandes „Windbruch“ der Autorin Frau Irmgard Höchsmann -Maly im Januar 1992 zusammen. (Dokumentiert ist diese Tatsache in Heft Nr. 3/ 1992 unseres damaligen Lokalblattes „Unser Bote“)

Frau Irmgard Höchsmann -Maly war zu jener Zeit Kulturreferentin der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen der Siebenbürger Sachsen. In ihrem Erzählband handelt es sich um ausgesprochen kulturpolitische und literarische Beiträge, in denen die südosteuropäische Welt im Vordergrund steht. Sie schildert in ihren Erzählungen den Zusammenbruch deutscher Kulturlandschaften im ost- und südosteuropäischen Raum, den Aufbruch in eine unbekannte Zukunft nach ihrer Umsiedlung aus Siebenbürgen in die Bundesrepublik Deutschland und die Spurensuche in einer Zeit des geistigen Umbruchs. In Bezug auf ihr Leben empfindet sie dies als einen “ großflächigen Windbruch“ an Leib und Seele.

Für die laut Jahresplan vorgesehenen zehn Veranstaltungen – sie waren in den ersten paar Jahren immer für den zweiten Mittwoch im Monat anberaumt -, oblag es Frau Mathilde Marzell, jeweils geeignete Referenten, bzw. Autoren „aufzutreiben“. Das ging nur in den ersten Jahren reibungslos. Es kostete sie nicht wenig Mühe, „den Betrieb“ am Leben zu erhalten. Sie konnte sich bald nicht mehr nur auf Literaten beschränken, sondern musste auch mit Referenten und Autoren aus anderen kulturellen Bereichen vorlieb nehmen. Was gar nicht so verkehrt war! So bildete sich im Laufe der Jahre eine „bunte Mischung“ heraus, die nicht nur aus kulturell-literarischen Themen bestand, sondern aus einer Vielfalt solcher aus historischen, geographischen, musikalischen, künstlerischen und religiösen Bereichen und nicht zuletzt auch aus Reisebeschreibungen und Erlebniserzählungen. Aber es ergab sich noch eine andersgeartete Mischung: Vorträge wurden nicht nur von Referenten siebenbürgischen Herkunft, z.T. in siebenbürgisch-sächsischem Dialekt, wenn es sich um Gedichtvorträge handelte, gehalten, sondern oft auch von Einheimischen, z. T. auch in oberbergischem Platt. Während der ersten Jahre wurden die Veranstaltungen im Vereinsraum des Kulturhauses Drabenderhöhe abgehalten. Spätestens aber ab Mitte der 1990er Jahre im evangelischen Gemeindehaus. Als es Frau Marzell immer schwerer fiel, vornehmlich aus Altergründen, diese Einrichtung zu leiten, suchte sie nach einem/einer Nachfolger/in. Dabei hatte sie es auch auf mich abgesehen. Wir kannten uns aus der Zeit während wir Mitglieder des Presbyteriums gewesen waren. Im Übrigen hatte sie mich während ihrer „Amtszeit“ als Leiterin des Literaturkreises mehrere Male als Referenten zu Veranstaltungen eingeladen. Da ich zum damaligen Zeitpunkt – Frühjahr 1998 – noch voll im Berufsleben stand, musste ich leider ablehnen. Ich versprach ihr jedoch, mich auch um eine Nachfolge für sie zu kümmern. Nachdem ich mich vergeblich an verschiedene Personen gewendet hatte, von denen ich annahm, sie könnten die Aufgabe übernehmen, blieb nur noch eine übrig, bei der ich mir noch eine Chance versprach: Erika Seiler, meine Ehefrau. Leicht hatte ich es auch bei ihr nicht. Aber ich sagte ihr zu, sie mit Rat und Tat zu unterstützen, so dass sie sich letztendlich zur Übernahme bereit erklärte. Es gab so manchen Zweifler, der zu wissen glaubte, das könnte nicht von langer Dauer sein. Ist es aber, und Frau Seiler war sogar sehr glücklich darüber, dass sich Frau Annemarie Reindt vor etwa sechs Jahren bereit erklärte, ihr bei der Wahrnehmung dieser gar nicht so leichten Aufgabe, als Stellvertreterin zu Seite zu stehen. Eines muss ich noch hinzufügen: Die Zahl der Referenten hätte 135 betragen müssen, wenn wir für jede Veranstaltung einen anderen hätten haben wollen. Ein Ding der Unmöglichkeit!! Deshalb blieb uns nichts anderes übrig, als an Einige eben mehrere Male zu appellieren. So geschehen auch mit Dr. h. c. Hans Bergel, den ich aus naheliegenden Gründen als ersten erwähnen möchte, weil er sein Kommen zur ersten Veranstaltung in diesem Jahr zugesagt hatte, und den weiten Weg von München nach Drabenderhöhe mitten im Winter nicht gescheut hat. Unbedingt erwähnen möchte ich aber auch Autoren und Referenten, die ebenfalls mindestens vier oder sogar fünf Mal im Rahmen unserer Veranstaltungen aufgetreten sind: Herr Georg Aescht, Herr Pfarrer i. R. Kurt Franchy, Frau Dr. Roswitha Guist, Herr Pfarrer Frank Müllenmeister, Ing. Reinhold Muth (†) das Musikerehepaar Heidrun und Horst Niedtfeld, Herr Hans-Otto Tittes, Herr Pfarrer i.R. Gerhard Thomke und immer dann, wenn ein Referent kurzfristig absagen musste, der Verfasser dieses Berichts. Selbstverständlich sind wir all den vielen Referenten für ihr ehrenamtliches Engagement dankbar, und, nicht zuletzt auch der treuen Zuhörerschaft, die egal wie es wettermäßig aussah, den Weg zu unseren Veranstaltungen gefunden hat.

J. Seiler

Eine Bilderserie finden Sie hier…

Neuer Verdachtsfall des Schmallenbergvirus: Drabenderhöher Schafhalter hat drei missgebildete Lämmer gemeldet

Ein Schafhalter aus Drabenderhöhe hat einen Verdachtsfall des Schmallenbergvirus gemeldet. Es handelt sich um Drillingslämmer, die alle drei stark mißgebildet geboren wurden, sagt Kreisveterinär Dr. Stefan Kohler.

In der Tierseuchendatenbank TSN sind jetzt 120 Fälle gemeldet. Dabei handelt es sich um 27 Fälle mit Virusnachweis und 93 Verdachtsfälle. Hauptverbreitungsgebiet sind weiterhin NRW und Niedersachsen.

Alle staatlichen Veterinäruntersuchungsämter in NRW haben jetzt die Untersuchungsmethodik etabliert, so dass Proben nicht mehr zum Friedrich-Löffler-Institut weitergeleitet werden müssen. Weitere Informationen zu den bisherigen Verdachtsfällen finden Sie hier…

Hoher Sachschaden bei Unfall im Begegnungsverkehr

Mit lediglich leichten Verletzungen, aber einem großen Schrecken ist am 19. Januar ein 68-jähriger Autofahrer aus Much bei einem Unfall in Wiehl-Brächen davongekommen. Der Mann befuhr um 14:30 Uhr die Zeitstraße (B56) in Richtung Weiershagen, als ihm auf der kurvenreichen Strecke ein Lastwagen begegnete. Es kam zu einer seitlichen Kollision der beiden Fahrzeuge, in dessen Verlauf der Lkw-Kastenaufbau die Fahrerseite des Autos nahezu über die gesamte Länge aufschlitzte.

Der 68-jährige Autofahrer erlitt dabei leichte Verletzungen, ein Rettungswagen war jedoch nicht erforderlich. Der 51-jährige Lkw-Fahrer aus Hilden blieb unverletzt. Während der Sachschaden am Lkw sich noch in Grenzen halten dürfte, beläuft sich der entstandene Schaden am Pkw auf etwa 60.000 Euro.

Live in der artfarm: Teneja

Am Freitag, 20. Januar ab 21.00 Uhr kann man „Teneja“ live in der artfarm Drabenderhöhe erleben. Der Eintritt beträgt 5 Euro.

Die gebürtige Slowenin mit ihren wilden blonden Haaren hat von frühester Kindheit an gelernt Gitarre zu spielen und ihre Kunstfertigkeit an der bergischen Musikschule perfektioniert.

Virtuos beherrscht Sie ihr Instrument – ob Blues, Soul, Rock oder Reggae – sie spielt es nicht, sie taucht darin ein. So ist es mehr als eine Untermalung ihrer professionell geschulten Stimme! Sie verleiht den Songs ihrer Vorbilder eine neue Dimension und ihren eigenen Kompositionen einen unverwechselbaren Charakter voll harmonischer Energie und Leidenschaft. Wollte man ihre Stimme beschreiben, so müsste man viele Parallelen bemühen: Wandlungsfähig wie Alanis Morissette, kratzig wie Janis Joplin, leidenschaftlich wie Joss Stone, hell und klar wie Sarah McLachlan, ausdrucksvoll und melodisch wie Tracy Chapman.

Wenn Teneja singt, bricht ihre ganze Leidenschaft aus ihr heraus. Dann funkeln ihre großen, blauen Augen und mit ihrem Charme fängt sie ihr Publikum. Sie sagt: „Wenn ich spüre, wie die Musik uns verbindet, wenn ich eins mit dem Publikum bin, dann weiß ich, dass ich sie mit meiner Musik erreicht habe. Das ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl.“

Die sieben Quellsiefen von Drabenderhöhe

Das Thema des neuen Verkehrskreisel am Ortseingang von Drabenderhöhe, Zeitstrasse, sind die sieben Quellsiefen von Drabenderhöhe.

Der Ursprung des Namens Drabenderhöhe geht auf das Wort Traufe (triefen) zurück, was für eine feuchte, nasse Höhe steht. 1353 und 1370 ist die Schreibweise in urkundlichen Erwähnungen „up die Dravende Hoe“ bzw. „up die hoe„, 1391 „van der Travender hor„, 1464 „Traffende Hue„. Strahlenförmig in alle Himmelsrichtungen ordnen sich die Quellsiefen um Drabenderhöhe herum, welches ein Wasserscheidengebiet bildet. Auch die Namen einiger der Quellsiefen weisen auf feuchte, sumpfige Stellen hin.


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1. Pfaffenscheider Siefen
Der Pfaffenscheider Siefen wird nach der Vereinigung mit dem Miebach zum Wahnbach. Der Siefen ist nach dem in der Nähe der Quelle liegenden Pfarrhof Pfaffenscheid benannt. Pfaffe ist das alte Wort für Pastor. Die Pastoren lebten bis 1790 auf dem Hof. Das Pfarrgut wurde danach verpachtet und 1867 von der Kirchengemeinde verkauft.

2. Hersiefen
Der Hersiefen entspringt westlich von Pfaffenscheid in der alten Flur „Im Hersiefen“. Oberhalb des Hersiefen wird das Gebiet „Im Herhof“, welches als Strassenbezeichnung Herrenhofer Strasse im Scheidt benutzt wird, bezeichnet. Dieses Gebiet gehörte zur Flur Pfaffenscheid. Da die Geistlichen in der Vergangenheit auch als „Herren“, also angesehene Personen bezeichnet wurden, ist daher auch der Ursprung der Bezeichnung hier zu finden. Der Hersiefen mündet etwas unterhalb von Pfaffenscheid in den Pfaffenscheider Siefen.

3. Loope
Die Quelle des Loopebaches entspringt im Wiesengebiet „Auf den Brüchen“, einer sumpfigen Fläche, oberhalb des heute verlandeten, in den zwanziger Jahren entstanden Freibades östlich von Verr und mündet nach fast 8 km in der Agger. Der Name setzt sich aus Loo und Pe zusammen. Als Loh bzw. Löh wurde früher ein lichtes Waldgebiet oder auch ein Sumpf bezeichnet. „Auf dem Löh“ nennt sich heute das Gebiet der heutigen Bergkuppe Löher Kopf. Das -Pe steht für eine alte Sprachform von Bach.

4. Brächshähnersiefen
Der Brächshähnersiefen entspringt unterhalb des alten Weilers Brächen, welches früher in den alten Drabenderhöher Kirchenbüchern „Auf dem Bruch“ hieß. In der alten Mercatorkarte von 1575 wird der Ort „Uff den Brechen“ bezeichnet. Bruch steht für ein sumpfiges Gebiet. Brächshähnen ist eine Flurbezeichnung und bezieht sich auf Brächen und Hagen. Im mittleren Lauf des Siefens wird er zum Hipperichsiefen in Anlehnung an die Bergkuppe des Hipperich. Den Namen kann man als Hippenberg deuten. Hippe bedeutet im heimischen Dialekt Homburgische Ziege oder Geiße.

5. Dahler 5iefen
Der Dahler Siefen hat seine Quelle oberhalb des Weilers Dahl. Auch hier wurde der Ortsname auf den dazugehörigen Siefen übertragen. Er entspringt etwas unterhalb des heute bezeichneten „Höher Berges“, auch „Kahlhambuche“ genannt. Im Unterlauf wird der Siefen dann zum Uelpebach. Der Uelpebach ist bereits 1575 auf der alten Mercatorkarte als „Die Ulpebach“ erwähnt. Wahrscheinlich besteht der Name aus dem Wort Ohl, welches für feuchte Talauen steht und dem Wort Pe, dass dem Wort Bach entspricht.

6. Horperichsiefen
Der Horperichsiefen hat seinen Ursprung in der Quelle im ehemaligen Wiesengebiet des „Höherdahls“. Heute ist das Gebiet mit der Siebenbürger-Sachsen-Siedlung überbaut und der Siefen durchläuft eine Parkanlage. Das Höherdahl bezieht sich auf den Ort Drabenderhöhe und das Wort Tal, welches dann die Talung des Uelpebaches bildet. Die Deutung des Namens Horperich ist schwierig, im Dialekt steht die Endung „perich“ meist für einen Berg, also eventuell einem „Horberg“. Das Wort Hor könnte vom altdeutschen Wort „horo“ stammen, was Schlamm oder Matsch bedeutet, also auch für ein feuchtes Gelände steht. Der Horperichsiefen vereinigt sich im Unterlauf dann mit dem Dahler Siefen und wird zum Uelpebach.

7. Landwehrsiefen
Der Landwehrsiefen entspringt südlich von Drabenderhöhe in der Nähe des Schulgebäudes, wo auch noch Reste der alten „Landwehr“ vorhanden sind. Die Landwehr war eine Grenzbefestigung, die die Herrschaft Homburg vom Herzogtum Berg trennte und ist wohl mittelalterlichen Ursprungs. Oberhalb des Landwehrsiefens in der Parkanlage befindet sich der sogenannte „Hoenerborn“, die Hühnerquelle, die im Mittelalter als Brunnen benutzt wurde und auch schon auf der Mercatorkarte von 1575 erwähnt wurde. Im Unterlauf wird der Landwehrsiefen zum heutigen Becher Suthbach. Auch dieser Bach ist in der Karte von 1575 eingezeichnet und wurde in einer Klageschrift der Grafen zu Sayn und zu Sayn-Wittgenstein gegen den Herzog von Jülich-Berg 1580 als „Brechters Ache“ bezeichnet. Eventuell steckt auch hier das Wort Bruch für feuchtes Gelände im Namen.

Diese Ausarbeitung basiert auf mündlichen Überlieferungen. Es ist daher möglich, dass noch gänzlich andere Darstellungen existieren. Sollte Ihnen darüber etwas bekannt sein, lassen Sie uns das bitte wissen.

Achim Höhler / E. Jochen Höhler