„Kein Zickenalarm!“ oder „Wut tut gut!“

Beim 6. Mütter-Töchter-Wochenende, welches von Martina Kalkum, Leiterin des Jugendheims Drabenderhöhe, durchgeführt wurde, drehte sich vieles um das Thema Wut.

Nachdem die Teilnehmerinnen ihre unterschiedlichen Gedanken und Gefühle der Gesamtgruppe vorgestellt hatten, ging es um die eigenen, zum Teil sehr persönlichen Erfahrungen, die jede gemacht hat. Was hat mich wütend gemacht? Wie bin ich mit meiner Wut umgegangen und wie vermeide ich es , dass sich Aggression in selbstschädigendes Verhalten wandelt?

In Mütter-Töchter-Teams erarbeiteten die Teilnehmerinnen Strategien, konstruktiv mit Wut umzugehen. Typische Mutter–Tochter-Konflikte wurden in vertauschten Rollen in Form von Rollenspielen dargestellt und mit Hilfe der Gesamtgruppe Lösungsmöglichkeiten entwickelt. Besonders reizvoll war es für die Teilnehmerinnen ausschließlich positive Eigenschaften erst von sich selbst und anschließend von der Mutter bzw. von der Tochter zu benennen.

Viele Übungen zur Stärkung des Selbstwerts, zum sinnvollen Umgang mit Konflikten, zur Kontaktfähigkeit und Kooperation wurden im Mutter-Tochter-Gruppen und in der Gesamtgruppe praktiziert. Bei unserem sehr emotionalen Wochenende gab es jede Menge Spaß, gelegentlich auch ein paar Tränen, viel Bewegung und beim Grillabend bei Kerzenschein sogar leichte Gruselstimmung. Alle Teilnehmerinnen empfanden das Seminar als Bereicherung und möchten das Neuerprobte auf die Alltagstauglichkeit testen.

Vorstellung der Informationstafel am Kreisel „Die 7 Quellsiefen von Drabenderhöhe“

Der Heimatverein Drabenderhöhe hat das Thema des Verkehrskreisel „Die 7 Quellsiefen von Drabenderhöhe“ vorgeschlagen und stellt dazu eine Informationstafel auf.


Jochen und Achim Höhler (rechts) – Foto: Christian Melzer

Auf dieser Informationstafel werden die sieben Siefen, die sternförmig um den Ort Drabenderhöhe entspringen, vorallem auch mit einem historischem Hintergrund beschrieben.

Für die Erstellung der Tafel konnten vier Sponsoren, Daniel Buchholzer von west-parts GmbH, Michael Pack von herpa print, Georg Konrad sen. von Strickerei Kilian Konrad und Reinold Kanz von Elektro Kanz, gewonnen werden.

Am Freitag, den 02.11.2012 wurde die Informationstafel unter Anwesenheit des Vorstandes des Heimatverein Drabenderhöhe e.V. und Pressevertretern offiziell eingeweiht.

Der Ursprung des Namens Drabenderhöhe geht auf das Wort Traufe (triefen) zurück, was für eine feuchte, nasse Höhe steht. 1353 ist die Schreibweise in urkundlichen Erwähnungen „of der Drauender Hoy“ , 1391 „van der Travender hoe“, 1464 „Traffende Hue“, 1555 „Drauenho“, 1575 „Drauende hoighe“, 1645 „Drabendehoge“ und 1715 „Traventerhöh“. Strahlenförmig in alle Himmelsrichtungen ordnen sich die Quellsiefen um Drabenderhöhe herum, welches ein Wasserscheidengebiet bildet. Auch die Namen einiger der Quellsiefen weisen auf feuchte, sumpfige Stellen hin:

1. Pfaffenscheider Siefen Der Pfaffenscheider Siefen wird nach der Vereinigung mit dem Miebach zum Wahnbach. Der Siefen ist nach dem in der Nähe der Quelle liegenden Pfarrhof Pfaffenscheid benannt. Pfaffe ist das alte Wort für Pastor. Die Pastoren lebten bis 1790 auf dem früher genannten Wiedenhof. Das Pfarrgut wurde danach verpachtet und 1867 von der Kirchengemeinde verkauft. Als eine der Quellen des Wahnbaches gilt auch der 12 m tiefe, in Naturstein gehauene Brunnen im Gewölbekeller des Museums „Grüne Scheune“.

2. Hersiefen Der Hersiefen entspringt westlich von Pfaffenscheid in der alten Flur „Im Hersiefen“. Oberhalb des Hersiefen wird das Gebiet „Im Herhof“, welches als Strassenbezeichnung Herrenhofer Strasse im Scheidt benutzt wird, benannt. Dieses Gebiet gehörte zur Flur Pfaffenscheid. Da die Geistlichen in der Vergangenheit auch als „Herren“, also angesehene Personen bezeichnet wurden, ist daher auch der Ursprung der Bezeichnung hier zu finden. Der Hersiefen mündet etwas unterhalb von Pfaffenscheid in den Pfaffenscheider Siefen.

3. Loope Die Quelle des Loopebaches entspringt im Wiesengebiet „Auf den Brüchen“, einer sumpfigen Fläche, oberhalb des heute verlandeten, 1932 entstanden Freibades östlich von Verr und mündet nach fast 8 km in die Agger. Der Name setzt aus Loo und Pe zusammen. Als Loh bzw. Löh wurde früher ein lichtes Waldgebiet oder auch ein Sumpf bezeichnet. „Auf dem Löh“ umfasst heute das Gebiet der Bergkuppe Löher Kopf. Das „Pe“ steht für eine alte Sprachform von Bach.

4. Brächshähnensiefen Der Brächshähnensiefen hat seine Quelle unterhalb des Weilers Brächen, das früher in den alten Drabenderhöher Kirchenbüchern „Auf dem Bruch“ hiess. In der Mercatorkarte von 1575 wird der Ort als „Uff den Brechen“ bezeichnet. Bruch steht für ein sumpfiges Gebiet. Brächshähnen ist eine Flurbezeichnung und und trägt die Begriffe Brächen und Hagen in sich. Ein „Hagen“ war eine eingefriedete Fläche, wie ein Acker oder eine Wiese. Im mittleren Lauf des Siefens wird er zum Hipperichsiefen in Anlehnung an die Bergkuppe des Hipperich. Noch 1575 kannte man den Hipperich als Heitbergh, den Heideberg, was mundartlich von Heeperich zur heutigen Bennenung verschoben wurde.

5. Dahler Siefen Der Dahler Siefen hat seine Quelle oberhalb des Weilers Dahl. Auch hier wurde der Ortsname auf den dazugehörigen Siefen übertragen. Er entspringt zwischen den Fluren „Am Höher Berg“ „Auf dem Rottfeldchen“ und „Auf dem Bühl“ in zwei Talungen. In der bei Dahl liegenden Talung befindet sich auch die Flur „Im Zungssiefen“, was auf eine Brandrodung des Waldes hinweist. Im Unterlauf wird der Siefen dann zum Uelpebach. Der Uelpebach ist bereits 1575 auf der alten Mercatorkarte als „Die Ulpebach“ erwähnt. Wahrscheinlich besteht der Name aus dem Wort Ohl, welches für feuchte Talauen steht und dem Wort „Pe“, dass dem Wort Bach entspricht.

6. Horperichsiefen Der Horperichsiefen hat seinen Ursprung im ehemaligen Wiesengebiet des „Höherdahls“. Heute ist das Gebiet mit der Siebenbürger Sachsensiedlung überbaut und der Siefen durchläuft unterirdisch eine Parkanlage. Das Höherdahl bezieht sich auf den Ort Drabenderhöhe und das Wort Tal, welches dann die Talung des Siefens bildet. Die Deutung des Namens Horperich ist schwierig, im Dialekt steht die Endung „perich“ meist für einen Berg, also eventuell einem „Horberg“. Das Wort Hor könnte von der althochdeutschen Bezeichnung „horo“ stammen, was Schlamm oder Matsch bedeutet, also auch für ein feuchtes Gelände steht. Der Horperichsiefen vereinigt sich im Unterlauf dann mit dem Dahler Siefen und wird zum Uelpebach.

7. Landwehrsiefen
Der Landwehrsiefen entspringt südlich von Drabenderhöhe in der Nähe des Schulgebäudes, wo auch noch Reste der alten „Landwehr“ vorhanden sind. Die Landwehr war eine Grenzbefestigung, die die Herrschaft Homburg vom Herzogtum Berg trennte und ist wohl mittelalterlichen Ursprungs. Oberhalb des Landwehrsiefens in der Parkanlage befindet sich der sogenannte „Hoenerborn“, der Hühnerquelle, die bereits im Mittelalter als Brunnen benutzt wurde und auch schon auf der Mercatorkarte von 1575 erwähnt wurde. Der Hönerborn ist auch die Quelle des Landwehrsiefens, der zunächst unterirdisch verläuft und weiter südlich im Wiesengebiet „In der Bornenwiese“ heraustritt. Im Unterlauf wird der Landwehrsiefen zum heutigen Becher Suthbach. Auch dieser Bach ist in der Karte von 1575 eingezeichnet und wurde in einer Klageschrift der Grafen zu Sayn und zu Sayn-Wittgenstein gegen den Herzog von Jülich- Berg 1580 als „Brechters Ache“ bezeichnet. Eventuell steckt auch hier das Wort Bruch für feuchtes Gelände im Namen.

Kellerbrand im Kokeltal schnell unter Kontrolle

Am Allerheiligen wurde die Feuerwehr der Stadt nach Drabenderhöhe zum Kellerbrand alarmiert. Die Einheiten Drabenderhöhe und Bielstein mit Unterstützung der Atemschutzkomponente brachten mit 32 Feuerwehrangehörigen das Feuer schnell unter Kontrolle.


Fotos: Christian Melzer

Ausgebrochen war das Feuer im Heizungskeller. Wie so oft wird der Verrauchungsschaden den eigentlichen Brandschaden übersteigen. Einsatzleiter war Brandinspektor Andre Denni.

„Kabana“ in der artfarm Drabenderhöhe

Am 2. November sind „Kabana“ in der artfarm Drabenderhöhe zu Gast. Das Konzert beginnt um 21 Uhr, der Eintritt beträgt 5 Euro.

Kabana

So richtig losgelegt haben die Kölner Indierock-Newcomer „Kabana“ erst im Sommer 2009. Da wurde die Band in der aktuellen Besetzung komplett: Sänger und Gitarrist Chris brachte die ersten Songs mit, und Stephan (Gitarre), Jonas (Bass) und Felix (Schlagzeug) sorgten für das passende Sound-Gewand. Im Herbst kam dann gleich auch die erste selbstbetitelte Demo-EP auf den Tisch, und da hat sogar Deutschlands größter Radio-Sender EinsLive hingehört: Kabana kamen zum Interview, dazu gab’s die Radiopremiere von Liedgut Nummer Eins auf der EP. Weiter ging’s mit vielen, vielen Gigs, im April folgte eine erste kleine Tour nach Norddeutschland, im Sommer dann die ersten Festival-Gigs. Parallel war auch wieder Studio angesagt, um mit der ersten offiziellen EP nachzulegen – und jetzt soll „Die Reise“ so bald wie möglich zum Debütalbum ausgereift werden.