Sinneserfahrungen der anderen Art

Nach 26 Stufen steht man bereits 7 Meter unter der Erde. Von dort geht es über 1500 Meter und bis zu 30 Meter tief ins Erdinnere. 15 Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren hatten das Glück, an einer besonderen Veranstaltung des städtischen Jugendheims in Drabenderhöhe teilnehmen zu dürfen. Die spannende Alternativveranstaltung zum „Halloween“ begann um 16:15 Uhr an der Tropfsteinhöhle in Wiehl.

Warm bekleidet ging es in die nur 8 Grad warme Höhle. In dieser einzigartigen Atmosphäre der 1860 entdeckten Höhle gab es nicht nur herabhängende Tropfsteine, Pfeiler, Säulen und andere Formschönheiten zu entdecken, sondern auch eine glitzernde Kristallgrotte und einen Höhlensee.

Die mit Spannung erwarteten Fledermäuse wollten sich nicht zeigen, da sie bereits mit den Vorbereitungen für ihren Winterschlaf beschäftigt waren. Vorbei am sogenannten Glücksbrunnen, ging es nach gut 45 Minuten wieder an die Erdoberfläche. Hier erwartete die Teilnehmer schon Harald Barf, der Wanderführer, der die Gruppe durch den oberhalb der Höhle gelegenen Wildpark begleiten wollte. Die Wanderung begann in der Dämmerung und die Augen gewöhnten sich schnell an die Lichtverhältnisse.

Die Kinder erfuhren viele Dinge über Wildschweine, Rot- und Damwild. Wanderführer Harald Barf verstand es, einen waldpädagogischen Rundgang zu machen, der alle Sinne ansprach. Mit Fachwissen, Leidenschaft und Herzblut bekam die begeisterte Gruppe einige Aufgaben gestellt, die es mit gegenseitiger Hilfe zu meistern galt. So ertasteten die Kinder in einem dunklen Schuppen Möhren und Kastanien, die unter Heu versteckt waren, um sie anschließend dem wartenden Wild als Leckerbissen anzubieten.

Auf dem Rückweg, auf dem der Mond angeknipst worden war, wartete zur Überraschung der Falkner Marco Wahl mit seiner südamerikanischen Weißgesichtseule „Georgi“ auf die Gruppe. Die begeisterten Mädchen und Jungen durften das seidenweiche Gefieder des kleinen Vogels behutsam streicheln.

Zum Abschluss des Abends gab es noch ein gemeinsames Abendessen. Jugendheimleiterin Martina Kalkum und Bundesfreiwilligenbediensteter Guiseppe Lisi waren sich mit den Kindern einig: Das war eine tolle und spannende Veranstaltung!

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