Hans Otto Tittes: Neujahrs-Kater

Manch eine/r wird sich wohl im neuen Gedicht von Hans Otto Tittes wiedererkennen.

Neujahrs-Kater
von Hans Otto Tittes

Am ersten Tag im Jahr manch Vater
erwacht mit einem Riesen-Kater!
Es ist das Resultat von gestern,
als man gefei’rt mit Brüdern, Schwestern;
auch wenn nicht echt verwandt sie waren,
doch kannte man sich schon seit Jahren.

Man schwätzte, aß, es wurd‘ getrunken,
bis die Gedanken tief versunken
in längst Vergang’nem, doch auch Sorgen,
die jeden könnten treffen morgen,
erwähnte man ganz ahnungsvoll,
bis Flaschen leer und Birnen voll!

Am Morgen dann – man heim sich schleppt,
vom Alkohol gehandicapt,
als Ziel vor Augen immerzu
das Bett. Und dort – nichts mehr als Ruh‘!

Bis das verarbeitet, verdaut,
was nächtens sich hat angestaut
an kalten Drinks und warmem Essen,
dazu das Rauchen nicht vergessen,
ists Resultat ein obligater
„Hier-bin-ich-wieder“-Neujahrskater.

Dies weiß davor man zwar genau,
doch tut’s der Mann – und manche Frau!

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