Coronavirus in Oberberg: Virusmutante B.1.1.7 breitet sich rasch aus – Zwei Wiehler gestorben – Bundeswehr unterstützt Einrichtungen bei Corona-Schnelltests

Derzeit sind 319 Personen aus dem Oberbergischen Kreis positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Im Oberbergischen Kreis sind laut den gestrigen Zahlen bereits 43 Fälle der Virusmutante B.1.1.7 bestätigt worden. Verstorben sind ein 68-jähriger und ein 73-jähriger Mann aus Wiehl.

Es werden derzeit 57 Personen stationär in Krankenhäusern behandelt, die positiv auf SARSCoV-2 getestet worden sind. Sieben der 57 stationär behandelten Personen werden derzeit beatmet. Seit Beginn der Pandemie sind im Oberbergischen Kreis 151 Personen
verstorben, die zuvor positiv auf das Virus getestet worden waren.

Lage im Oberbergischen Kreis im Kurzüberblick
Stand der Fallzahlen: 18.02.2021, 00:00 Uhr
In Klammern: Veränderung zum Stand 17.02.2021, 00:00 Uhr

7-Tage-Inzidenz im Oberbergischen Kreis: 72,4 (-1,5)
Laborbestätigte Fälle seit Beginn der Pandemie: 8.201 Personen (+38)
Von den laborbestätigten Fällen (positives Laborergebnis) sind:
• aktuell positiv getestet (in angeordneter Quarantäne): 319 Personen (+30)
• bereits genesen und aus Quarantäne entlassen: 7.731 Personen (+6)
• verstorben: 151 Personen (+2)
Personen in angeordneter Quarantäne*: 849 Personen (+131)

Anzahl der aktuell positiv getesteten Personen (laborbestätigte Fälle) in den kreisangehörigen Kommunen
Stand der Fallzahlen: 18.02.2021, 00:00 Uhr

Bergneustadt: 5
Engelskirchen: 19
Gummersbach: 53
Hückeswagen: 12
Lindlar: 18
Marienheide: 46
Morsbach: 2
Nümbrecht: 17
Radevormwald: 22
Reichshof: 20
Waldbröl: 16
Wiehl: 29
Wipperfürth: 35

Durch das Gesundheitsamt erfasst und informiert, aber in der Statistik noch keiner Kommune zugeordnet: 25

Bundeswehr unterstützt Pflege- und Eingliederungshilfeeinrichtungen bei Schnelltests

43 Soldatinnen und Soldaten unterstützen die Pflege- und Eingliederungshilfeeinrichtungen im Oberbergischen Kreis bei der Durchführung von Corona- Schnelltests (Point-Of-Care-Test bzw. POC-Test). Die Tests werden in den Einrichtungen im Rahmen der bestehenden Testkonzepte durchgeführt. Die Soldatinnen und Soldaten helfen bei der Testung von Besucherinnen und Besuchern sowie Personal aus. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden weiterhin durch die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen abgestrichen.

Das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises schulte die Soldatinnen und Soldaten heute im Franz-Dohrmann-Haus in Marienheide. Daran beteiligten sich der DRK Kreisverband Oberbergischer Kreis und die Malteser Engelskirchen, die zuvor bei den Schnelltests in den Einrichtungen ausgeholfen hatten. Vermittelt wurden zunächst Grundlagen zum Coronavirus und zur entsprechenden Testung. Anschließend wurde der Umgang mit der persönlichen Schutzausrüstung, die Durchführung eines tiefen Rachen- und Nasenabstrichs sowie der Umgang mit den Schnelltests besprochen und praktisch erprobt.

Der Einsatz der Soldatinnen und Soldaten in den Einrichtungen soll im Laufe dieser Woche beginnen. Auf Bundesebene war der Weg für die Unterstützung durch die Bundeswehr freigemacht worden. Der Oberbergische Kreis hatte daraufhin den Bedarf der 72 oberbergischen Pflege- und Eingliederungshilfeeinrichtungen abgefragt. 23 Einrichtungen aus dem gesamten Kreisgebiet meldeten unterschiedlichen Unterstützungsbedarf an. Ein entsprechender Hilfsleistungsantrag war anschließend durch die Bundeswehr bewilligt worden. Die Unterstützung durch die 43 Kräfte der Bundeswehr ist auf drei Wochen begrenzt. Anschließend sieht die Bundesregierung den Einsatz ziviler Kräfte vor.

Die Bundesregierung ruft dazu auf, sich für die Unterstützung bei Schnelltests in stationären Pflege- und Eingliederungshilfeeinrichtungen zu melden. Neben Personen aus medizinischen, pflegerischen und sonstigen Heilberufen oder mit einer sozialen Ausbildung können sich auch geeignete Personen ohne medizinische Vorbildung melden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr unter der gebührenfreien Hotline der Bundesagentur für Arbeit melden. Weitere Informationen – u.a. zu den Voraussetzungen – werden unter www.arbeitsagentur.de/corona-testhilfe bereitgestellt. Auf der Internetseite finden Sie auch Antworten auf häufige Fragen zum möglichen Einsatz.

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