Impfangebot des Oberbergischen Kreises

Der Oberbergische Kreis bietet mit zwei Impfmobilen und drei Impfstellen Corona-Schutzimpfungen an. Drittimpfungen sind dort sechs Monate nach der Zweitimpfung möglich.

Ergänzend zur niedergelassenen Ärzteschaft bietet der Oberbergische Kreis Corona-Schutzimpfungen an. Die beiden Impfmobile fahren die Städte und Gemeinden an und bieten vorrangig Erst- und Zweitimpfungen ohne vorherige Terminvereinbarung an. Nach Terminvereinbarung wird in den drei Impfstellen (Gummersbach, Hückeswagen und Waldbröl) geimpft. Auf www.obk.de/impfen erhalten Sie ausführliche Informationen zu den Angeboten.

Neben Erst- und Zweitimpfungen werden aktuell viele Drittimpfungen (Auffrischungs- bzw. Boosterimpfung) durchgeführt. Im Impfmobil und den Impfstellen sind Drittimpfungen ab sechs Monate nach der Zweitimpfung möglich. Dieser Zeitraum wird durch die Ständige Impfkommission (STIKO) empfohlen. „Wir haben uns entschieden, die STIKO-Empfehlung umzusetzen. Impfstoff ist aktuell leider nicht unbegrenzt verfügbar. Wir möchten deshalb zuerst den Bürgerinnen und Bürgern die Drittimpfung ermöglich, deren Zweitimpfung bereits sechs Monate oder länger her ist. Die Drittimpfung wird wie empfohlen mit einem mRNA-Impfstoff durchgeführt“, erklärt Ralf Schmallenbach, Gesundheitsdezernent des Oberbergischen Kreises.

Große Nachfrage nach Impfungen

„Die Nachfrage ist derzeit in den Praxen der niedergelassenen Ärzteschaft und auch bei uns sehr hoch. Wir bitten um Verständnis, dass es insbesondere beim Impfmobil zu längeren Wartezeiten kommen kann“, richtet sich Ralf Schmallenbach an impfinteressierte Bürgerinnen und Bürger.

Der Oberbergische Kreis schaltete das Terminvorgabeportal für die Impfstellen am 20.11.2021 frei. Schon am nächsten Tag waren mehr als 4.200 Termine vergeben. Für den Zeitraum bis Weihnachten wurden bisher fast 16.200 Termine gebucht. Aktuell sind noch einzelne Termine verfügbar. Weitere werden – abhängig von der Impfstoffverfügbarkeit und den Personalressourcen – regelmäßig freigegeben. Auch weitere Haltestellen des Impfmobils werden noch auf www.obk.de/impfen bekanntgemacht. Das Impfmobil des Oberbergischen Kreises fährt bereits seit dem 15.07.2021 durch das Kreisgebiet und machte zeitweise parallel zum damals noch geöffneten Impfzentrum ein Impfangebot. Insgesamt stoppte das Impfmobil seitdem 124-mal in Kreisgebiet. Nach der Schließung des Impfzentrums zum 01.10.2021 steigt die Nachfrage nach dem Angebot des Impfmobils kontinuierlich an. Die bisher höchste Anzahl Impfungen wurde am 17.11.2021 in Gummersbach auf dem Bismarckplatz durchgeführt. Dort wurden 533 Personen geimpft – davon 125 Erstimpfungen, 77 Zweitimpfungen, 311 Auffrischungsimpfungen und 20 Genesenenimpfungen). Das ursprünglich geplante vierstündige Zeitfenster wurde aufgrund der großen Nachfrage verlängert.

Wieder steigender Trend bei Erstimpfungen

Neben der Nachfrage nach Boosterimpfungen zeigt sich in den letzten Wochen auch bei den Erstimpfungen wieder ein steigender Trend. Anfang November 2020 lag der Anteil zunächst um die 20 Prozent und stieg dann immer weiter an. So waren beispielsweise am 26.11.2021 beim Stopp des Impfmobils an der Bergneustädter Moschee 48 Prozent der durchgeführten 514 Impfungen Erstimpfungen. Am Folgetag konnte dieser Prozentwert in Wipperfürth ebenfalls erreicht werden (452 Impfungen, davon 219 Erstimpfungen).

Auch am 24.11.2021 in Lindlar war der Anteil der Erstimpfungen hoch. Ins Rathaus kamen 43% der 518 geimpften Personen wegen einer Erstimpfung. Der bisher höchste Anteil an Erstimpfungen konnte seit der Schließung des Impfzentrums in Morsbach erreicht werden. Am 13.10.2021 wurden dort zwar „nur“ 78 Impfungen durchgeführt. Der Anteil der Erstimpfungen lag aber bei 70,5 %.

„Das Ministerium hatte ursprünglich veranschlagt, dass bei den Impfangeboten der Kreise und kreisfreien Städte pro Stunde zehn Impflinge bedient werden sollen. Wir haben am Impfmobil eine durchschnittliche Schlagzahl von 80 Impfungen pro Stunde“, berichtet Gesundheitsdezernent Ralf Schmallenbach.

Trotz Impfungen Hygieneregeln beachten

Die Corona-Schutzimpfung schützt in erster Linie vor einem schweren Krankheitsverlauf. Darüber hinaus reduziert sie auch das Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. „Es ist wichtig, dass sich auch vollständig geimpfte Personen weiterhin an die bekannten AHA-L-Regeln halten“, rät Kaija Elvermann, Leiterin des Gesundheitsamtes des Oberbergischen Kreises, weiterhin zu Vorsicht. Sie hält eine freiwillige Kontaktreduzierung zudem aktuell für notwendig: „Das Infektionsgeschehen ist derzeit sehr hoch. Auch wenn Vieles wieder erlaubt ist, sollten wir vernünftig und eigenverantwortlich handeln. Insbesondere Orte mit großen Menschenansammlungen sollten gemieden werden. Jeder Kontakt birgt ein potenzielles Ansteckungsrisiko.“

Zusammenarbeit mit der niedergelassenen Ärzteschaft

Der Oberbergische Kreis hat die Zusammenarbeit mit der niedergelassenen Ärzteschaft intensiviert. Gestern bekräftigte der Oberbergische Kreis diese Kooperation mit sogenannten „Impfpartnerschaften“. Zunächst erhielten 14 Praxen diese Beauftragung. Das Land NRW legte mit einem Erlass fest, dass die Beauftragung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte im Rahmen einer Impfpartnerschaft möglich ist. Hierdurch ergibt sich für die Ärztinnen und Ärzte eine enge Zusammenarbeit mit der Koordinierenden COVID-Impfeinheiten (KoCI) des Oberbergischen Kreises sowie die Möglichkeit einer abgestimmten Vorgehensweise für größere Impfaktionen.

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