Jubiläum im Gemeindehaus: Drabenderhöher Frauenchor feiert 75-jähriges Bestehen

Mit einem stimmungsvollen Fest der Musik feierten die Drabenderhöher Sängerinnen am 26. April das 75-jährige Bestehen ihres Chores. Schon vor 11 Uhr strömten die ersten Zuhörer ins festlich geschmückte evangelische Gemeindehaus, sodass der Saal bereits zum ersten Auftritt der Gastgeberinnen gut gefüllt war.

Zur Einstimmung in einen bunten Reigen des Chorgesangs erhielten die Zuhörerinnen durch den Frauenchor mit dem Lied „Mädel, putz dich“ einige praktische Tipps, wie sich ein „Gimpel“ einfangen, sprich ein Mann angeln lässt.

Dieses Stück hatten die Gründerinnen des Chors 1951 für ihren ersten Auftritt einstudiert, erklärte die 1. Vorsitzende Roswitha Hackbarth bei ihrer Begrüßung der Gäste, darunter Pfarrer Gernot Ratajek-Greier, Andreas Neumann als designierter Vorstandsvorsitzender der Volksbank Oberberg und Wiehls Bürgermeister Ulrich Stücker.

Der Bürgermeister kam dann auch als erster Gratulant auf die Bühne. In seinem kurzen Grußwort ging Stücker darauf ein, dass im Frauenchor Drabenderhöhe nicht nur gemeinsam gesungen, sondern auch das menschliche Miteinander gepflegt werde. Das sei in der heutigen Zeit wichtiger denn je.

Alle weiteren Glückwünsche wurden in Form von Gesang überbracht. Zur großen Freude der Gastgeberinnen hatten sich zwölf Chöre eingefunden, um ein abwechslungsreiches Jubiläumsprogramm zu gestalten. Sie nahmen die Zuhörer mit auf einen kurzweiligen Streifzug durch die Vielfalt der Chormusik, sei es nur für Frauen, nur für Männer, für gemischte Ensembles oder für Kinder.

Drabenderhöher Spatzen

Kinder waren es denn auch, die gleich zu Beginn des langen Chorfestes für heitere Stimmung im Saal sorgten. Die Drabenderhöher Spatzen, wie der Frauenchor unter der Leitung von Regine Melzer, sind seit einigen Jahrzehnten fester Bestandteil der örtlichen Chorszene. Zu dieser Szene zählen darüber hinaus der Honteruschor, ebenfalls von Regine Melzer dirigiert, und der Kirchenchor. Beide Chöre demonstrierten eindrucksvoll, wie breit gefächert die musikalische Palette des Ortes ist.

Honterus-Chor Drabenderhöhe
Kirchenchor Drabenderhöhe

Grundsätzlich hat Chorgesang in Drabenderhöhe einen hohen Stellenwert. Wer könnte das besser zum Ausdruck bringen als der MGV Drabenderhöhe mit seiner mehr als 150-jährigen Geschichte! Der „Lokalmatador“ machte seinen Auftritt beim Jubiläum des Frauenchors zu einem wahren Fest der Musik. Tradition bewahren und neue Wege gehen – das praktizieren Sänger und Sängerinnen aus MGV und Frauenchor seit einem Jahr in einem gemeinsamen Projektchor. Die Freude am Singen im gemischten Chor ist unüberhörbar, der Applaus dafür ebenfalls.

MGV Drabenderhöhe

Doch was wäre ein Fest der Musik ohne auswärtige Gäste? Die Chöre der Region kennen, schätzen und besuchen einander. So auch am 26. April im Gemeindehaus Drabenderhöhe. Einen wesentlichen Anteil am Gelingen des Jubiläumstags hatten die Männerchöre, angereist aus Seelscheid, aus Homburg-Winterborn, aus Marienberghausen und Bielstein sowie der Kirchenchor aus Linde. Sie alle wurden ohne Ausnahme mit viel Applaus bedacht.

MGV Seelscheid
MGV „Homburg“ Winterborn
MGV 1854 Marienberghausen
Bielsteiner Männerchor
Kirchenchor „St. Cäcilia“ Linde

Großen Anklang fanden beim Publikum auch der Frauenchor Oberbantenberg, die Klangschmiede aus Nümbrecht, noch relativ neu unter den gemischten oberbergischen Ensembles, sowie der gemeinsame Auftritt des Frauenchors Strombach und der Ösinghauser Männer.

Frauenchor Oberbantenberg
Klangschmiede
Frauenchor Strombach und MGV Oesinghausen

Zuletzt hieß es nach fast sechsstündigem Programm zum zweiten Mal „Bühne frei“ für den Frauenchor Drabenderhöhe. Die Sängerinnen traten vor immer noch begeisterungsfähigen Zuhörern auf. Mit einem mitreißenden Auftritt klang der Tag schwungvoll aus.

Singen macht Spaß, tut gut, macht froh, so der Text eines Kanons, den alle Mitwirkenden des Fests der Musik mit Leben füllten. Die Zuhörer spürten das, kamen und blieben zahlreich, sie applaudierten unermüdlich und gingen am Ende mehr als zufrieden nach Hause. Zufrieden waren auch die Drabenderhöher Sängerinnen und dankbar zugleich, denn viele helfende Hände im Hintergrund und die teils großzügige Unterstützung einiger Sponsoren machten das Fest der Musik erst möglich.

Edith Mosebach

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