Über die Integration von Zuwanderern in den Oberbergischen Kreis tauschten sich am vergangenen Montag Landrat Hagen Jobi und der Integrationsbeauftragte des Landes NRW, Thomas Kufen, aus. Jobi hatte den Integrationsbeauftragten zu einem Informationsgespräch mit seinen Dezernenten ins Gummersbacher Kreishaus und zur Besichtigung des Kulturhauses „Hermann Oberth“ und des Altenheims Siebenbürgen nach Drabenderhöhe eingeladen.

V.l.n.r.: Pfr.i.R. Kurt Franchy, Integrationsbeauftragter Thomas Kufen, Landrat Hagen Jobi, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen Volker Dürr, Kreisgruppenvorsitzende Enni Janesch
„Die Integration von Zuwanderern ist die Frage der Zukunftsfähigkeit unseres Landes“, betonte Thomas Kufen. Das Land brauche die Kreise als strategische Partner, um Integration vor Ort zu leisten. „Wir sind nur dann erfolgreich, wenn Integration auch im ländlichen Raum gelingt.“
Landrat Jobi und seine Dezernenten informierten sich bei dem Integrationsbeauftragten über die Möglichkeiten einer Kreisverwaltung, Integration erfolgreich voranzutreiben. Kufen berichtete von einer Integrationskonferenz im Kreis Mettmann und über eine gemeinsame Anlaufstelle für ausländische Bürgerinnen und Bürger von Wohlfahrtsverbänden und Ausländeramt Essen. Jeder Kreis müsse seinen eigenen Weg finden, dabei sei wichtig, dass die Angebote zur Integration transparent seien, dass es eine politische Legitimation durch den Kreistag gebe und dass die Zuwanderer selbst aktiv würden. Unterstützung biete ein Förderprogramm des Ministeriums für Generationen, Frauen, Familie und Integration des Landes NRW.
Im Anschluß an das Gespräch im Kreishaus informierte sich Kufen bei einem Besuch der Siebenbürger-Sachsen-Siedlung in Drabenderhöhe über die erfolgreiche und beispielhafte Integration von Aus- und Übersiedlern im Oberbergischen Kreis.

Diese Brillen wurden von Anna Thomas von der Suchthilfe der Caritas Oberberg zur Verfügung gestellt. Zusammen mit Martina Kalkum und Holger Ehrhardt vom Jugendheim Drabenderhöhe hatte sie einen Parcours erarbeitet, den die Jugendlichen durchlaufen mussten. Zuerst galt es, einfache Wege durch Stühle zu finden. Die nächste Aufgabe bestand darin, eine Treppe hoch zu gehen und anschließend einen Slalom zu überstehen.
Dass all das große Probleme mit sich brachte, war klar. Die Jugendlichen hatten die Wahl zwischen zwei verschiedenen Brillen. Die eine stellt den Zustand nach Biergenuss dar, die zweite das verzerrte Bild, das sich nach dem Konsum von Alkopops ergibt.
„Voll krass“ fanden es dann auch die beteiligten Jugendlichen. Einige hatten leichte Gleichgewichtsprobleme, anderen wurde etwas „komisch“ im Bauch. Allen war aber hinterher klar, dass sie sich nicht bei ihren Freunden und Freundinnen lächerlich machen wollen, wenn sie nicht mehr geradeaus gehen können.