Intensiv und prägend: Das Waldprojekt des Adele Zay Kindergartens

Hanni Widmann, Leiterin vom Adele Zay Kindergarten Drabenderhöhe berichtet nachfolgend vom Waldprojekt des Kindergartens und den vielen Erfahrungen, die die Kinder draußen in der Natur gesammelt haben.

Unsere Idee, mit den Kindern mehrere Tage hintereinander den ganzen Vormittag in den Wald zu gehen konnten wir diesen Herbst verwirklichen. Die Kinder hatten die Möglichkeit in der letzten September – oder in der letzten Oktoberwoche an diesem Projekt teilzunehmen. So ergaben sich zwei Gruppen von 20 bis 22 Kindern.

Morgens nach Ankunft in der Kita. machten wir uns kleidungstechnisch bereit, packten unseren Bollerwagen mit Wasserbehältern und Waschzubehör, Spaten, Rucksack e.t.c. und starteten nach unserem rituellen „Waldsprüchlein“ in Richtung Schafstall. Diese Station ist für all unsere Kinder bekannt, da wir wöchentlich und schon jahrelang in die Natur gehen.

Alle waren aufgeregt und voller Neugierde. Selbst die vielen neuen Dreijährigen meisterten den Weg gut. Wir suchten einen Eingang in unseren schönen Wald, unser so genanntes „Waldtor“, und schon war die Neugier der Kinder nicht mehr zu bremsen. Wir überquerten einen kleinen Bach um zu der Stelle zu kommen, die wir uns im Vorfeld als Waldspielplatz ausgesucht hatten.

Groß und Klein bauten das „Waldsofa“ aus Ästen und Reisig vom Boden. Schon hier konnte man Eigeninitiative, Teamarbeit, Körperkraft, Geschicklichkeit und Selbstvertrauen beobachten. Nach dieser gemeinschaftlichen Aktion stärkten wir uns mit unserem mitgebrachten Frühstück und schon ging es weiter mit dem bewegungsreichen und forschenden Spiel. Ob am Bach die Steine und das Wasser oder der Waldboden mit all seinen Faszinationen, die Bäume mit ihrem herbstlichen Wandel und, und, und.

Die Kinder waren begeistert und sehr angetan. Wir bemerkten gar nicht, wie die Zeit verging und uns Erzieherinnen fiel auf, dass sich eine erstaunlich friedliche Spielatmosphäre ausbreitete.

Sehr spannend wurde es als wir Säge und Schnitzmesser einsetzten. Auch Rollenspiele, wie z.B. der Bau eines Tippis, eine Kochstelle erstellen, Angeln im Bach, waren sehr fantasievoll und kreativ. Die Kinder freuten sich jeden Tag aufs Neue, ihre Spielideen vom Vortag fortzusetzen.

Ein wohliges Müdigkeitsgefühl stellte sich nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei uns Erzieherinnen nach dem Rückmarsch ein und die frische Waldluft machte uns hoffentlich robust gegen die nun folgenden Infekte. Die Kinder sammelten wunderbare Erfahrungen, die man gar nicht alle aufzählen und auch nicht auf Fotos festhalten kann. Auf jeden Fall, lernten sie sehr viel und dies sehr intensiv durch unzählige Sinneserfahrungen, eigenes Experimentieren, forschendes Spielen, Differenzieren von akustischen und optischen Wahrnehmungen.

Wir konnten zum Schluss auch alle bestätigend sagen, dass es wirklich kein schlechtes Wetter gibt, natürlich bei entsprechender Kleidung. Im Frühjahr werden wir dieses ansprechende Projekt wiederholen, denn was ist schöner und selbstverständlicher als dieses natürliche, regionale Umfeld den Kindern nahe zu bringen und sie durch sehr viele Bewegungsmöglichkeiten in den ursprünglichen Formen, wie Gehen, Laufen, Springen oder auch Klettern fit fürs Leben zu machen.

Wir sind froh und danken unseren Eltern, dass sie bei dieser Aktion durch gute Unterstützung und positive Einstellung die Kinder auch motivieren konnten die „Waldtage“ als ein schönes Erlebnis zu behalten.

Eine Bilderserie finden Sie hier…

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