Tafelhaus: 1. Mai, Vatertag und Kochkurs

Am 1. Mai, ab 12.00 Uhr, wird auf der Terasse des Tafelhauses in Drabenderhöhe, Mediascher Gasse 14, draußen gegrillt (Mici, Bratwürste, Nackensteaks). Eine ideale Stärkung nach eine Wanderung oder für zwischendurch. Das Tafelhaus-Team würde sich sehr freuen, Sie am 1. Mai begrüßen zu dürfen.

Das Tafelhaus-Team lädt am 17. Mai ins Tafelhaus ein, um dort „Vatertag / Christi Himmelfahrt“ zu feiern. Ab 15.00 Uhr wird der Grill angeheizt. Es wird unter anderem Mici, Nackensteaks, Bratwürste vom Grill geben, zudem gibt es frisches Kölsch vom Pittermännchen. Das Tafelhaus-Team freut sich auf Sie!

Kochkurs im Tafelhaus

Für Kochfreunde findet an jedem letzen Dienstag im Monat der beliebte Kochkurs statt. Es wird mit Spaß, Freude und Enthusiasmus in der Küche gekocht, mal etwas Aussergewöhnliches oder auch etwas ganz Raffiniertes. Lassen Sie sich in die Geheimnisse der Küche einweihen, lernen Sie Tricks und das gewisse Know How kennen.

Blasorchester Siebenbürgen-Drabenderhöhe: Maiblasen

Auch in diesem Jahr werden die Musikerinnen und Musiker des Blasorchesters Siebenbürgen-Drabenderhöhe der alten Tradition folgend am 1. Mai musizierend durch die Siedlung ziehen.

Wie jedes Jahr bittet das Blasorchester hierbei um eine kleine oder große Spende, die ausschließlich für die Nachwuchsarbeit verwendet wird.

Die folgende Stationenliste soll ein grober Anhalt für den Zeitplan des Blasorchesters sein.

1. Unterwald Ecke Altes Land, 07:20 Uhr
2. Siebenbürger Platz, 07:35 Uhr
3. Oskar Hartmann Straße, Höhe Adele Zay KG, 07:50 Uhr
4. Oskar Hartmann Straße / Marienfelderstr., 08:00 Uhr
5. Marienfelderstraße, 08:10 Uhr
6. Alte Kölnerstraße / B56, 08:15 Uhr
7. Zur Kahlhambuche, 08:25 Uhr
8. Weinland Ecke Reenerland, 08:40 Uhr
9. Weinland Sackgasse oben, 08:50 Uhr
10. Nösnerland Höhe Nr. 1, 09:05 Uhr
11. Nösnerland Höhe Nr. 19, 09:15 Uhr
12. Nösnerland Ecke Eingang Park, 09:25 Uhr
13. Nösnerland Höhe Nr. 58, 09:30 Uhr
14. Dahl, 09:40 Uhr
15. Brächen I, 09:55 Uhr
16. Brächen II, 10:05 Uhr
17. Altenheim Siebenbürgen, 10:15 Uhr
18. Burzenland Höhe Nr. 4, 10:40 Uhr
19. Kokeltal Wendehammer, 10:50 Uhr
20. Haferland Höhe Nr. 9, 11:05 Uhr
21. Haferland Höhe Nr. 21, 11:15 Uhr
22. Bistritzer Gasse, 11:25 Uhr
23. Hermannstädter Gasse Höhe Nr. 28, 11:35 Uhr
24. Hermannstädter Gasse Höhe Nr. 38, 11:50 Uhr
25. Kronstädter Gasse Höhe Nr. 72, 12:00 Uhr
26. Kronstädter Gasse Höhe Nr. 9, 12:15 Uhr
27. Mediascher Gasse Höhe Nr. 16, 12:25 Uhr
28. Schässburger Gasse Höhe Nr. 16, 12:40 Uhr
29. Hillerscheid, 13:10 Uhr
30. Jennecken, 13:35 Uhr
31. Bielstein Damte, 13:50 Uhr
32. Klausenburger Gasse Höhe Nr. 10, 14:25 Uhr
33. Klausenburger Gasse Höhe Nr. 42, 14:40 Uhr
34. Mühlbacher Gasse Höhe Nr. 27, 15:00 Uhr
35. Repser Gasse, 15:15 Uhr

Tennisclub Drabenderhöhe eröffnet die Saison

Bei schönstem Frühlingswetter hat am Samstag, den 28. April 2012 der Höher Tennisverein seinen diesjährigen Spielbetrieb aufgenommen. In der Begrüßungsrede durch den 1. Vorsitzenden Markus Stache wurde besonders auf die zahlreichen Arbeitseinsätze vieler Mitglieder hingewiesen, die entscheidend zu dem tollen Erscheinungsbild der Tennisanlage beigetragen haben.

Anschließend konnte endlich der Tennisschläger auf den sehr gut präparierten Plätzen geschwungen werden. Sportwart Karl-Heinz Eckert organisierte ein Schleifchen-Turnier, in dem alle Teilnehmer auf ihre Kosten kamen.

In den Spielpausen konnte sich bei Kaffee und Kuchen, der von Tennis-Damen mitgebracht wurde, ausreichend unterhalten werden, so dass – begleitet durch den herrlichen Sonnenschein – eine sehr angenehme und gemütliche Atmosphäre entstand.

Der Sportwart bedankte sich im Anschluss der Spiele für die hervorragende Beteiligung und ehrte die erfolgreichsten Spieler/innen. Dies waren Lena Drogies, Heinrich Tausch und Markus Stache.

Mit von „Manni“ Viehbahn und Dieter Herrmann gegrillten Micis, Koteletts und Würstchen verlängerte sich die gute Atmosphäre bis in die späten Abendstunden.

MGV Drabenderhöhe: Konzert der oberbergischen Meisterchöre

125 Jahre Männergesangverein in diesem Dorf ist ein Grund zum feiern, sagte Ulrich Frommold, Vorsitzender des Chors zu einigen Hundert Zuhörern, die ins Kulturhaus gekommen waren, um den sechs oberbergischen Meisterchören zu lauschen. Man habe bewusst diesen Nachmittag nicht unter ein Thema gestellt, damit die Chöre die gesamte Bandbreite ihres Repertoires einsetzen können. Dazu gehörten weltliche und geistliche Musik, Klassiker und das Volkslied. Die Sänger und Sängerinnen interpretierten die Stücke gekonnt, sangen weich und pointiert oder mit geballter Stimmkraft, widmeten sich auch heiterer und fröhlicher Literatur.


Männergesangverein Drabenderhöhe – Fotos: Christian Melzer

Es war ein wunderbares Erlebnis, ja ein Genuss, den oberbergischen Meisterchören zuzuhören. Neben dem „Geburtstagskind“ präsentierten sich der MGV Concordia Morsbach und der MGV Edelweiß Alzen unter Leitung von Hubertus Schönauer, der seit über 20 Jahren den Höher Musikern die richtigen Töne beibringt. Musikdirektor Konrad Ossig überbrachte musikalische Grüße mit dem MGV Hoffnung Lichtenberg und dem MGV Einigkeit Homburg Bröl. Aber auch der Frauenchor Drabenderhöhe unter Leitung von Regina Melzer dokumentierte mit seinen Liedvorträgen, dass er den Konzert der oberbergischen Meisterchöre Meisterchor zu Recht führt.

Schönauer eröffnete das Konzert mit den Morsbacher Sängern und dem Spiritual „All night, all day“ nach einem Satz von Kunibert Koch. Schon der zweite Vortrag „Der Lindenbaum“ (Am Brunnen vor dem Tore“ animierte viele Gäste zum leisen Mitsummen des bekannten Volksliedes. Als die Sänger schwungvoll das „Morgen marschieren wir“ von Hans Weiß-Steinberg erklingen ließen und dabei in das Nachquartier des Bauern entführten, schmunzelten die Gäste.

Einen Dank an den himmlischen Vater für „Unser täglich Brot“ (Robert Pappert) überbrachte Konrad Ossig mit dem MGV Lichtenberg Alzen. Viel Beifall gab es für den schwungvollen Sologesang von Thomas Domke , der mit „Julia“ von den „Wise Guys“ beim Publikum punktete. Er hätte seine Geliebte gerne vier Mal geklont und versicherte, dass „alle vier auch bei ihm wohnen könnten, dann hätte er bald mehr Spaß im Bett“.

Sauber, ausdrucksvoll und mit großer Leichtigkeit trug der MGV Alzen „Kumbayah my Lord“ (Otto Groll) vor. Vorsitzender Stefan Höfer gratulierte den Drabenderhöhern und betonte Verbundenheit: „Jeder weiß, wie gut den Menschen die Sauna tut. Wir haben seit über 20 Jahren einen gemeinsamen Saunameister, nämlich unseren Hubertus Schönauer. Höfer erklärte, dass es eine tolle Leistung sei, Verein und Gesang so lange aufrecht zu erhalten. „Ich ziehe den Hut vor dieser Leistung.“ Die Höher hätten sich viel vorgenommen für das Festjahr, dazu wünsche er viel Erfolg.

Bevor es in die Pause ging, versicherte Uli Frommold, dass die Chöre untereinander ein gutes Verhältnis pflegen würden. Allein Hubertus Schönauer arbeite mit 13 Chören. Da müssten Termine früh genug abgeklärt werden und die Chöre auch schon mal offen legen, was sie im Laufe des Jahres so vorhaben. Frommold wies noch einmal auf das Festbuch des MGV hin, das nicht nur die Vereins- sondern auch die Dorfgeschichte beinhalte. Der Erlös einer Verlosung soll je zur Hälfte an den Kinderchor „Drabenderhöher Spatzen“ und an das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe gehen.

Im zweiten Teil des Programms gratulierte der Frauenchor mit dem „Chor der Engel“ nach Wilhelm Kienzl. Gleich preisenden Engeln präsentierten sich mit harmonischem Gesang (in schwarzen Hosenanzügen und mit bunten Schals) die Sängerinnen. Dirigentin Regina Melzer muss sich (im Gegensatz zu den meisten Männerchören) augenscheinlich keine großen Sorgen über Nachwuchs bei den Sängerinnen machen, denn in ihren Reihen sind einige junge Gesichter zu sehen. Nachdem die Sängerinnen nach Hildegard Knef noch rote Rosen regnen sowie Hase und Jäger rennen ließen, verabschiedeten sie sich mit dem Song „Have a nice day“ von Lorenz Maierhofer.

„Adelita“ war für den MGV Homburg-Bröl wie der helle Sonnenschein. Otto Groll hätte sich gefreut, mit welch einer Freude und Leichtigkeit die Sänger sein Lied zum Besten gaben. Viel Beifall erhielten sie auch für „Ol´man River aus dem Musical „Showboat“ und für Cotton Fields (Trad/Gus Anton).

Den Abschluss des Konzerts bildete natürlich das Geburtstagskind, der MGV Drabenderhöhe. Er imponierte mit großer Stimmbeherrschung und Ausdruck beim „Vater unser“ nach Eckart Hehrer und heiter-fröhlichem Gesang beim „Der Hahn von Onkel Giacometo“ (Richard Trares). Und wieder war es „Saunameister“ Hubertus Schönauer, der temperamentvoll die Strippen zog und dabei bewies, wie gut er die Sänger in Griff hat.

Ledermantel, Trenchcoat, breitkrempiger Hut und dunkle Sonnenbrillen waren die Markenzeichen beim „Kriminal-Tango“ nach Hazy Osterwald, den die Sänger in einem vierstimmigen Chorsatz mit dramatischen Szenen intonierten. Der laute Schuss ließ einen Sänger als Leiche zu Boden sinken und die Gäste schreckhaft zusammen zucken. Zur Erleichterung der Zuschauer stand der Sänger jedoch wieder von den Toten auf und sang den Schlussakkord mit. Die Zugabe, die gefordert wurde, war etwas fürs Herz: „Liebe ist wie wildes Wasser.“

Ursula Schenker

HERMANN LUTTER SINGT
seit 65 Jahren im MGV Drabenderhöhe


Hermann Lutter (re.) und Ulrich Frommold

Rhythmischen Beifall, der kein Ende nehmen wollte, gab es beim Konzert der Meisterchöre für einen Mann, der seit 65 Jahren aktiver Sänger im MGV ist: Hermann Lutter. Sichtlich gerührt nahm Lutter aus der Hand von Franz Klünenberg (Kreischorverband Oberberg), Ehrenurkunde und Verdienstmedaille in Gold des Chorverbandes NRW entgegen.

„Das ist ein Novum in der 125jährigen Geschichte des Vereins“, betonte der Vorsitzende Uli Frommold. Für Hermann Lutter sei das Singen nicht nur ein Hobby, sondern die Liebe zum Gesang und zum Chor habe ihn dazu gebracht, so lange dabei zu sein. Als zweiter Vorsitzender habe Lutter die Chorarbeit viele Jahre mitgestaltet. Er sei ein rüstiger Sänger, meinte Frommold und laut Chorleiter Hubertus Schönauer habe er „immer noch eine gute Stimme“.

Aus der Hand von Uli Frommold erhielt Lutter ebenfalls eine Ehrenurkunde sowie ein Foto seiner Sangesbrüder, das anläßlich des 125jährigen Bestehens gemacht wurde. O-Ton Frommold: „Das kannste dir übers Bett hängen, dann haste die Sänger immer bei Dir.“

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„Millpond Mond“ in der artfarm

Heute, 27. April, kann man „Millpond Mond“, ein Singer-Songwriter-Duo aus Bergen, Norwegen, ab 21.00 Uhr in der artfarm erleben. Der Eintritt beträgt 5 Euro.

„Millpond Mond“ ist ein Singer-Songwriter-Duo mit Rune Hauge und Kjersti Misje. Ihr erstes Album, „Nation of Two“ wurde im September 2001 veröffentlicht. Rune Hauge veröffentlichte sein erstes Album im Jahr 1995 – „the One you need“ – was ihm Kritikerlob aus ganz Norwegen einbrachte. Im Jahr 1999 wurde „Taxi“ als starkes Follow-up-Album veröffentlicht. Im Jahr 1996 zog Kjersti Misje nach Bergen und ist seitdem an einer Vielzahl von Orten in Norwegen, Großbritannien und USA aufgetreten. Seit sie gemeinsam mit Rune im Jahr 1999 zu arbeiten begann, hat sie sich zu einer der besten Songwriter Norwegens und einer geschickten Gitarristin entwickelt.

Maiwanderung 2012

Die Turnabteilung im BV 09 lädt zur Wanderung ein. Um 11.00 Uhr am 1. Mai geht es vom Schulhof/Sportplatz los. Der Weg ist auch für Kinderwagen geeignet. Nach etwa einer Stunde Wanderung wird an einem Rastplatz Mitgebrachtes gegrillt. Wer will kauft sich etwas im nahen Imbiss (bitte hierfür Geld mitbringen). Gegen 15:00 Uhr werden wieder alle Wanderer in Drabenderhöhe zurück sein.

„Meinschu“ in der artfarm

Heute, 20. April, kann man „Meinschu“ ab 21.00 Uhr auf der artfarm-Bühne erleben. Der Eintritt beträgt 5 Euro.

Meinschu ist ein „unplugged Coverduo“, das sich auf zwei Akustikgitarren beschränkt. Die Idee von „Meinschu“ ist es, qualitativ hochwertige und kurzweilige Livemusik zu spielen, ohne großem technischen Schnickschnack.

Gottesdienst mit Bischof Guib aus Hermannstadt

Über 1700 Kilometer reiste Bischof Reinhard Guib, um in Drabenderhöhe am Festakt des Adele Zay Vereins teilzunehmen. Dabei wurde er von einer kleinen Delegation begleitet. Am Sonntag predigte er in der Kirche vor zahlreichen Gläubigen.


Bischof Reinhard Guib – Foto: Christian Melzer

„Es ist eine Freude in dieser großen Gemeinschaft einen Gottesdienst zu feiern und so viele liebe Begegnungen zu haben“, resümierte Reinhard Guib, Bischof der Evangelischen Kirche A.B. aus Hermannstadt/Rumänien als er beim Festgottesdienst in der überfüllten Kirche anlässlich des 50jährigen Bestehens des Hilfsvereins die Predigt hielt. Darin zog er Vergleiche über den Sonntag nach Ostern Quasimodogenitis (wie neugeborene Kinder), die Taufe und der Geburt des Hilfsvereins. Ein Verein, der mit Vorstand und Mitarbeitern so herzlich auf die Menschen zugehe, die Hilfe und Begleitung wünschten, sei ein ausgezeichneter Botschafter für die Kirche. Er sprach den Wunsch aus, dass der Turm der Erinnerungen, der auf dem Hof des Altenheims Haus Siebenbürgen steht, zum Turm der Hoffnung werden soll.

Er erinnerte unter anderem daran, dass vor 1990 und erst recht danach viele Siebenbürger das Geschenk der Freiheit angenommen und ein neues Leben begonnen hätten. Doch das gemeinsame Europa biete noch weitere Möglichkeiten: “ Über Grenzen und Vergangenheit hinweg einander beizustehen und zu unterstützen.“

Superintendent Jürgen Knabe, der den Gottesdienst mit feierte, gratulierte namens des Evangelischen Kirchenkreises an der Agger dem Adele Zay Verein „der auf ein segensreiches Wirken zurückblicken kann“ zum 50jährigen Bestehen. Sein Dank ging an die Menschen, die ihre Gaben und Fähigkeiten in den Dienst der Gemeinde gestellt haben. Stellvertretend dafür nannte er Pfarrer Kurt Franchy, Friedrich-Michael Barth (Heimleiter) und Hanni Widmann (Leiterin Kindergarten).

Mitgestaltet wurde der Gottesdienst vom Honterus-Chor unter Leitung von Regina Melzer. Vor der Kirche spielte das Blasorchester Siebenbürgen „so wie es in unserer siebenbürgischen Heimat üblich war“, sagte Kurt Franchy.

Ursula Schenker

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Adele Zay Verein feierte 50jähriges Bestehen mit vielen Gästen: „Man kann alles, was man ernstlich will“

„Die Bläser spielten zum Lob Gottes und aus Dankbarkeit ihm gegenüber, der uns 50 Jahre geleitet, Kraft geschenkt und die Möglichkeit gegeben hat, dieses Jubiläum zu begehen“, so Pfarrer i.R. Kurt Franchy. Zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland waren ins Kulturhaus gekommen, um das 50jährige Bestehen des Adele-Zay Vereins zu feiern, der Träger des Alten- und Pflegeheims und des Kindergartens ist. Nachmittags fand im Altenheim ein kulturelles Programm statt mit Blasorchester, Frauen- und Honterus-Chor, Tanzgruppe sowie den beiden Kindergärten.


Fotos: Christian Melzer

Franchys erster Gedanke bei der Festveranstaltung galt denjenigen, die im Februar 1962 den Hilfsverein gründeten. Stellvertretend nannte er Robert Gassner (Vater der Siebenbürger Sachsen Siedlung) sowie Pfarrer Peter Gärtner. Unterstützung erhielt man bei der damaligen Landesregierung NRW, die die Patenschaft für die Siebenbürger Sachsen in Deutschland übernommen hat. Sinn, Zweck und Ziel des Vereins sei erreicht: Alten und oft in Isolation lebenden Menschen Liebe und Geborgenheit zu geben, Kindern bei der Erziehung christliche Grundwerte zu vermitteln und erste Schritte in eine immer komplexere Gesellschaft zu lehren.

„Alle Bemühungen haben sich gelohnt“, sagte Franchy, der seit über 20 Jahren als Vorsitzender den Verein ehrenamtlich leitet. Das Altenheim „Haus Siebenbürgen“ mit 128 Plätzen sowie Altenwohnungen wurde ausgebaut, modernisiert und dem heutigen Standard (mit Internetanschluss) angepasst und sei wichtiger Arbeitgeber in der Umgebung. Die Mitarbeiter sprechen Deutsch, verschiedene Dialekte, aber auch Russisch und Rumänisch.

Ein Stück alte Heimat wird hier gepflegt, neue Sitten und Bräuche aufgenommen. So entstehe heimatliche Geborgenheit bei den siebenbürgischen und auch oberbergischen Bewohnern. Durch die Nachbarschaft von Grundschule und Kindergarten begegnen sich täglich Kinder und Senioren. Sie schauen sich in die Augen, manches Lächeln erhellt die Züge der alten Menschen. Der Zukunft sehe man so mit Zuversicht entgegen, meinte Franchy abschließend.

„Man kann alles, was man ernstlich will“, dieses Zitat von Adele Zay habe sich erfüllt, meinte der Schirmherr der Veranstaltung und Landrat Hagen Jobi, der Glückwünsche des Oberbergischen Kreises überbrachte. Er ziehe seinen Hut vor der Arbeit des Vorstandes, die „immer ehrenamtlich“ sei. Er sprach die Hoffnung aus, dass Toleranz und Nächstenliebe weiter Leitfaden der erfolgreichen Arbeit seien.

Der Hilfsverein habe sich einer Herausforderung gestellt, die mit Blick auf die demografische Entwicklung immer wichtiger werde. „Sie erbringen eine Leistung von unschätzbarem Wert, Rat und Verwaltung wissen das zu würdigen, betonte Wiehls stellvertretender Bürgermeister Wilfried Bast. Grüße der Verbundenheit und gute Wünsche aus dem Bundesinnenministerium überbrachte Staatssekretär und Aussiedlerbeauftragter Dr. Christoph Bergner. Es sei schon eine besondere Leistung, sich in eine neue fremde Umgebung zu integrieren und zum anderen die Eigenart bewahren. Mit Blick auf Defizite in der Altenpflege in Rumänien, aber auch bei der Verwaltungsarbeit sah Bergner diese Veranstaltung als ermutigendes Signal zum Gedankenaustausch.

Die Menschen, die den Verein tragen und mit Leben erfüllen seien Sinnbild des sozialen Gefüges. Kindergarten und Altenheim seien wie eine Klammer, die das ganze Menschenleben umfasse, resümierte CDU-Landtagsmitglied Bodo Löttgen. Der Kindergarten entlasse die Jüngsten gestärkt ins Leben und das Altenheim sei da, wenn sie alt werden.

Seit 50 Jahren sei der Hilfsverein eine Konstante in einer sich stetig ändernden Umwelt, lobte Dr. Bernd Fabritius, Bundesvorsitzender vom Verband der Siebenbürger Sachsen. Altenheim und Kindergarten seien moderne und zeitgemäße Häuser und haben sich auch den oberbergischen Mitbürgern geöffnet.

„Wir sind nicht reich mit Geld aber mit großem kulturellen Erbe und geistlichem Schatz gesegnet“, erklärte Reinhard Guib, Bischof der Evangelischen Kirche A.B. aus Hermannstadt/Rumänien. Er brachte als Zeichen der Wertschätzung unter anderem drei Orgelpfeiffen aus Nord- und Südsiebenbürgen mit, die er als Zeichen der Heimatverbundenheit an Kurt Franchy überreichte. „Heimat ist dort, wo man liebevolle Zuwendung erfährt. Es scheint, dass es euch hier in hohem Maße gelungen ist“, betonte Hermann Schuller, Vorsitzender Hilfskomitee Siebenbürger Sachsen. “ Ameisen gleich, ohne Tamtam, ohne viele Worte, dafür mit Taten, arbeitet der Hilfsverein seit Jahren“, meinte Pfarrer Frank Müllenmeister und erbat Gottes Segen für die bevorstehenden Aufgaben.

„Als Frau freut es mich, das eine Frau als Namensgeberin ausgesucht wurde, das ist nicht selbstverständlich“, sagte Enni Janesch, Vorsitzende der Kreisgruppe Drabenderhöhe. Von Anfang an habe zwischen Hilfsverein und Landsmannschaft eine enge und gute Zusammenarbeit bestanden, weil gleiche Ziele verfolgt worden seien.

Altenpflege ist kein Hauptwort in Rumänien

Zutiefst betroffen und nachdenklich machte ein Referat über Altenpflege und Hospizarbeit in Siebenbürgen von Ortrun Rhein, Leiterin des Altenheims „Dr. Carl Wolf“ in Hermannstadt. Obwohl immer mehr ältere Menschen auf Hilfe angewiesen seien, sei „Altenpflege kein Hauptwort in Rumänien“. Auf politischer Ebene würden für hilfsbedürftige Senioren keine Lösungen angeboten, berichtete Rhein bei der 50-Jahrfeier des Adele-Zay-Vereins, der das Heim in Siebenbürgen unterstützt.


Ortrun Rhein

Trotz vieler Regelungen und Kontrollen der Gesundheitsbehörden sei es jedoch möglich, unter Schirmherrschaft der Kirchen, eine Betreuung anzubieten und „das Altenheim zu einem Zuhause zu machen.“ Das Altenheim habe Modellcharakter in Siebenbürgen. Aber – so lange man nicht eine Insel bleiben wolle, müsse gemeinsam an Konzepten für Altenheime gearbeitet werden.

„Diejenigen, die am Ende des Lebens Schmerzen haben und anderen oft eine Last sind“, so Rhein „werden auch ohne Geld im Hospiz behandelt“. „Hier sehen wir, wie wenig ein Menschenleben zählen kann. Nicht der Tod, sondern die Würde, die den Menschen abgesprochen wird, macht ihn klein.“ Hier tue sich eine Welt auf, die man so im Altenheim nicht kenne. „Verwandte erscheinen nicht aus Scham darüber, dass sie das Geld für den Sarg nicht aufbringen können.“ Würde hänge hier mit dem gesellschaftlichen Status zusammen.

Ursula Schenker

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TV-Tipp: Familie Franchy im WDR

Kurt Franchy aus Drabenderhöhe, früher Pfarrer in Bistritz, seine Frau Renate und die Töchter Ortrun und Agnes sind am Freitag, dem 20. April 2012, ab 23.15 Uhr eine Dreiviertelstunde lang im WDR Fernsehen zu sehen.

Die Dokumentation „Der Weg meiner Familie – Die Franchys aus Rumänien“ begleitet die vierköpfige Familie auf einer Reise in die frühere Heimat, die sie 1978 in Richtung Deutschland verließ. Pfarrhaus, Kirche und Garten in Bistritz besuchen sie und erinnern sich an gute, aber auch schwere Zeiten dort und in Drabenderhöhe, ihrem neuen Zuhause.