„Kein Zickenalarm!“ oder „Wut tut gut!“

Beim 6. Mütter-Töchter-Wochenende, welches von Martina Kalkum, Leiterin des Jugendheims Drabenderhöhe, durchgeführt wurde, drehte sich vieles um das Thema Wut.

Nachdem die Teilnehmerinnen ihre unterschiedlichen Gedanken und Gefühle der Gesamtgruppe vorgestellt hatten, ging es um die eigenen, zum Teil sehr persönlichen Erfahrungen, die jede gemacht hat. Was hat mich wütend gemacht? Wie bin ich mit meiner Wut umgegangen und wie vermeide ich es , dass sich Aggression in selbstschädigendes Verhalten wandelt?

In Mütter-Töchter-Teams erarbeiteten die Teilnehmerinnen Strategien, konstruktiv mit Wut umzugehen. Typische Mutter–Tochter-Konflikte wurden in vertauschten Rollen in Form von Rollenspielen dargestellt und mit Hilfe der Gesamtgruppe Lösungsmöglichkeiten entwickelt. Besonders reizvoll war es für die Teilnehmerinnen ausschließlich positive Eigenschaften erst von sich selbst und anschließend von der Mutter bzw. von der Tochter zu benennen.

Viele Übungen zur Stärkung des Selbstwerts, zum sinnvollen Umgang mit Konflikten, zur Kontaktfähigkeit und Kooperation wurden im Mutter-Tochter-Gruppen und in der Gesamtgruppe praktiziert. Bei unserem sehr emotionalen Wochenende gab es jede Menge Spaß, gelegentlich auch ein paar Tränen, viel Bewegung und beim Grillabend bei Kerzenschein sogar leichte Gruselstimmung. Alle Teilnehmerinnen empfanden das Seminar als Bereicherung und möchten das Neuerprobte auf die Alltagstauglichkeit testen.

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