Pfingsthornblasen in Drabenderhöhe

Da Tradition im Ernteverein Drabenderhöhe groß geschrieben wird, wird auch in diesem Jahr am Pfingstsonntag, 5. Juni 2022, wieder ein alter Brauch gepflegt: Das Pfingsthornblasen.

Wer in den frühen Morgenstunden des Pfingstsonntags in den Drabenderhöher Ortsteilen Scheid, Löher Hof, Altdorf, Biesengarten/Marienfelder Straße, Am Höher Berg/Höherdahlstraße und Drabenderhöher Str. lautes Röhren und unbekannte Laute vernimmt und glaubt, es seien irgendwelche Rindviecher ausgebüxt, der irrt.

Es sind vielmehr die Kinder und Jugendlichen (zwischen 6 und 14 Jahren) aus diesen Ortsteilen, die mit ihren „Pe’ißhöernern“ (Pfingsthörnern) vom Treffpunkt an der alten Linde im Ortsteil Scheidt aus durch die Straßen von Haus zu Haus ziehen, um nach alter Väter Sitte und in Jahrzehnter langer Tradition den Dorfbewohnern frühmorgens ein frohes Pfingstfest zu wünschen.

Die Töne aus den aus Eschenrinde selbstgefertigten Peißhörnern klingen dumpf und unterschiedlich bizzar anmutend. Ihr durchdringender Klang ist unüberhörbar und alle Nachbarn, wohl vorbereitet auf dieses „Pengstbloosen“, halten Schokolade, Bonbons oder Geld für die jungen Bläser bereit. „Wer das nicht mitbekommt bzw. nicht wach geworden ist, der sollte sich schnell einen Termin beim Ohrenarzt machen“, so der Vorsitzende des Erntevereins Volker Stache. „Wir bitten jetzt schon um Verständnis bei den zugezogenen und jüngeren Einwohnern, die diese Tradition noch nicht erlebt haben.“

In früheren Zeiten erhielten die Jungen und Mädchen auf ihren Gängen Naturalien wie „Hotzeln“, „Schnetzeln“, „jedruhte Quetschen“ oder auch Eier, die zu Hause am Mittag dann zu „Pe’ißkoochen“ als zwei Zentimeter dicker Eierkuchen mit Weißbrot und Speck verarbeitet und gemeinsam gegessen wurden. Stache: „Oma Rita wird uns auch in diesem Jahr mit dieser Leckerei nach getaner Arbeit verköstigen.“

Wer mitmachen möchte, einen Besuch wünscht oder weitere Informationen benötigt, der möge sich bitte telefonisch unter 0163/6917170 bei Volker Stache melden. Stache: „Wir sind in unserer Route noch sehr flexibel und wecken gerne auch die Menschen in anderen Ortsteilen. Gegebenenfalls werden wir in mehreren kleinen Gruppen unterwegs sein.“

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