Asiatische Hornissen in Drabenderhöhe

Nachdem bereits am Friedhof (Eingang Kühlhaus) ein Nest der Asiatischen Hornisse entfernt wurde, konnte in den vergangenen Tagen ein weiteres Nest im Nösnerland zerstört werden.

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) gehört wie die Europäische Hornisse (Vespa crabro), die Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) oder die Deutsche Wespe (Vespula germanica) zu der Unterfamilie der „Echten Wespen“ (Vespinae). Die Asiatische Hornisse ist etwas kleiner als die Europäische Hornisse, und an dem dunkleren Körper und gelben Füßen von der rotbraunen und gelben heimischen Art leicht zu unterscheiden. Die Staaten der Asiatischen Hornisse sind mit bis zu 2.000 Tieren viel individuenreicher als die der heimischen Hornisse mit bis zu 700 Individuen.

Die Asiatische Hornisse stammt aus Südostasien. Sie wurde über Warentransporte 2004 nach Frankreich verschleppt und breitet sich seitdem in Europa aus. Die Einwanderung ist in Europa mittlerweile unumkehrbar. Die EU hat Vespa velutina im Jahr 2016 auf die Unionsliste der invasiven Arten gesetzt. Jedes Mitgliedsland muss daher Maßnahmen zur Bekämpfung der Art umsetzen. Die Maßnahmen variieren je nach Grad der Etablierung der Art. In Deutschland wurde sie 2025 offiziell als „etabliert“ eingestuft. Eine invasive Art wird definiert als gebietsfremde Art mit besonderer Fähigkeit sich auszubreiten und einem negativen Einfluss auf die heimische Biodiversität. Längst nicht jede gebietsfremde Art ist also auch invasiv. Als soziale Art mit großen Staaten ist die Asiatische Hornisse jedoch stark invasiv. So ist zum Beispiel auch die in Europa heimische Deutsche Wespe in den USA und Neuseeland stark invasiv.

Als Proteinquelle für ihre Nachkommen jagen alle Wespen andere Insekten oder Spinnen. Vespa velutina fängt, wie die Europäische Hornisse auch, viele Honigbienen, da diese sehr häufig sind, aber auch andere soziale Wespen, Fliegen, Wildbienen und weitere Insekten. Durch ihre hohe Individuenzahl stellt sie daher eine Gefahr für die heimischen Insektenarten und die Imkerei dar. Außerdem wurden in Frankreich und Spanien bereits Ernteverluste durch das Anknabbern von Früchten (vor allem Weintrauben) verzeichnet. Die Sichtung Asiatischer Hornissen ist nicht mehr meldepflichtig, da sie schließlich als etabliert eingestuft wurde.

Um eine weitere Expansion zu verhindern, wird jedoch dringend empfohlen, Nester der Asiatischen Hornisse zu melden.

Nest einer Asiatischen Hornisse

Soweit vorhanden, sollte zur Identifikation unbedingt ein Bild des Nests – idealerweise mit Hornissen darauf – mitgeschickt werden. Vor allem außerhalb des Hauptverbreitungsgebietes ist die Gefahr einer Verwechslung sehr hoch.

Je größer ein Nest ist, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Königin bereits ein oder mehrere Sekundärnester gebaut hat. Daher wird darum gebeten, dass Nester möglichst rasch gemeldet werden. Die Entfernung der Nester dürfen ausschließlich darin geschulte Personen vornehmen. Es wird dringend davon abgeraten, die Nester in Eigenregie entfernen zu wollen! Sichtungen der Nester sind, am besten mit einem Foto, an die Naturschutzbehörde des Oberbergischen Kreises oder an NEOBIOTA. Für die fachgerechte Entfernung gibt es inzwischen Förderungen.

Beitrag teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert