Engelwerkstatt im Jugendheim Drabenderhöhe

Am Samstag, den 26. November, gibt es im städtischen Jugendheim Drabenderhöhe zur Einstimmung auf die vorweihnachtliche Zeit eine „Engelwerkstatt“. Hierbei handelt es sich um ein generationsübergreifendes Projekt, an dem Kinder ab 8 Jahren, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters unter der Anleitung einer Künstlerin ihren ganz persönlichen Engel gestalten können. Weitere Informationen gibt es im Jugendheim Drabenderhöhe oder telefonisch unter der Rufnummer 02262-1249.

Hans Otto Tittes: Gänseschicksal

Hans Otto Tittes Wie bekannt, ist die Vogelgrippe wieder unterwegs. Dazu ein paar Zeilen von Hans Otto Tittes:

Gänseschicksal
von Hans Otto Tittes

Für manche Gans, die Weihnachten
als Festtagsbraten war geplant,
hat sich die Lebenszeit verkürzt,
den Grund dafür heut leicht man ahnt.

Anstatt als Braten dekoriert
mit viel Gemüse und auch Reis,
liegt sie brutal gekeult und kalt
auf einem Haufen, wie man weiß,
inmitten ihrer ganzen Sippe
dank der erneuten Vogelgrippe.

Der Zyniker fragt: „Ist es besser, schöner
heiß durch den Schornstein oder heiß als Döner?“

Sinneserfahrungen der anderen Art

Nach 26 Stufen steht man bereits 7 Meter unter der Erde. Von dort geht es über 1500 Meter und bis zu 30 Meter tief ins Erdinnere. 16 Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren hatten das Glück, am letzten Oktobertag an einer besonderen Veranstaltung des städtischen Jugendheims in Drabenderhöhe teilnehmen zu dürfen.

Die spannende Alternativveranstaltung zum „Halloween“ begann um 16:00 Uhr an der Tropfsteinhöhle in Wiehl. Warm bekleidet ging es in die nur 8 Grad warme Höhle. In dieser einzigartigen Atmosphäre der 1860 entdeckten Höhle gab es nicht nur herabhängende Tropfsteine, Pfeiler, Säulen und andere Formschönheiten zu entdecken, sondern auch eine glitzernde Kristallgrotte und einen Höhlensee. Nur die mit Spannung erwarteten Fledermäuse wollten sich nicht zeigen. Vorbei am sogenannten Glücksbrunnen, ging es nach gut 45 Minuten wieder an die Erdoberfläche. Hier erwartete uns schon Harald Barf, unser Wanderführer durch den oberhalb der Höhle gelegenen Wildpark.

Die Wanderung begann in der Dämmerung und unsere Augen gewöhnten sich schon schnell an die Lichtverhältnisse. Die Kinder erfuhren nicht nur viele Dinge über Wildschweine, Rot- und Damwild, sondern auch Geschichten und Mythen, die schon lange weitererzählt werden. Unser Wanderführer verstand es, einen waldpädagogischen Rundgang zu machen, der alle Sinne ansprach. Mit Fachwissen, Leidenschaft und Herzblut bekam unsere begeisterte Gruppe einige Aufgaben gestellt, die es mit gegenseitiger Hilfe zu meistern galt. So hangelten sich die Kinder mit verbundenen Augen an zuvor gespannten Seilen entlang, orientierten sich an ausgelegten „Duftproben“ und verließen sich in der einbrechenden Dunkelheit auf ihr Gehör. Den Rückweg fanden wir mühelos, obwohl uns lediglich die Sterne leuchteten. Herr Barf hatte als Abschiedsgeschenk für jedes Kind ein getrocknetes Ahornblatt, mit einem Fledermausaufdruck.

Zum Abschluss des Abends gab es noch ein gemeinsames Abendessen. Martina Kalkum und Holger Ehrhardt vom Jugendheim waren sich mit den Kindern einig: Das war eine tolle und spannende Veranstaltung!