Delegiertenversammlung der Landesgruppe NRW des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Drabenderhöhe: Rainer Lehni neuer Vorsitzender, Harald Janesch Ehrenvorsitzender

Die Landesgruppe Nordrhein-Westfalen des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V. hat in Ihrer Delegiertenversammlung am 10. April 2010 eine neue und stark verjüngte Führungsriege gewählt. Über 100 Delegierte sowie zahlreiche Gäste und interessierte Landsleute aus ganz NRW waren im Hermann-Oberth-Kulturhaus in Drabenderhöhe zusammengekommen.

Nachdem der langjährige Landesvorsitzende Harald Janesch im Vorfeld angekündigt hatte, nicht mehr zur Verfügung zu stehen, war eine größere Änderung in der Führungsriege der drittgrößten Landesgruppe des Verbandes zu erwarten. Traditionsgemäß wurde die Delegiertenversammlung mit einem Geistigen Wort eingeleitet, das von Pfarrer i.R. Kurt Franchy gehalten wurde. Der Landesvorsitzende Harald Janesch konnte zahlreiche Gäste von nah und fern begrüßen:. Hagen Jobi, Landrat des Oberbergischen Kreises, Bodo Löttgen MdL, Dr. Bernd Fabritius, Bundesvorsitzender des Verbandes der Siebenbürger Sachsen, Rainer Lehni, Stellvertretender Bundesvorsitzender und Bundesjugendleiter, Enni Janesch, Bundesfrauenreferentin, Waltraud Hartig-Hietsch, Beisitzerin im Bundesvorstand, Heike Mai-Lehni, Landesjugendleiterin sowie die Ehrenvorsitzenden der Kreisgruppen Siegerland, Pfarrer i.R. Walter Bimmel, Drabenderhöhe, RA Herwig Bosch, und Dortmund, Siegfried Foith. Den Helferinnen und Helfern aus der Kreisgruppe und dem Frauenverein Drabenderhöhe, die zur guten Durchführung der Versammlung beigetragen haben, dankte der Landesvorsitzende sehr herzlich.

Landrat Hagen Jobi sprach in seinem Grußwort den Oberbergischen Kreis als „schönsten Kreis in NRW“ an, der die Fähigkeit besitze Heimat zu werden, was durch die zahlreiche Ansiedlung von rund 15.000 Siebenbürger Sachsen hier bestätigt wird. Von Oberberg als der „größten zusammenhängenden Siedlung von Siebenbürger Sachsen weltweit“ sprach der Bundesvorsitzende Dr. Bernd Fabritius. Fabritius benannte als Hauptaufgabe unseres Verbandes die Bewahrung des siebenbürgische-sächsischen Selbstverständnisses. Selbst wenn man Nordrhein-Westfale, Bayer oder Franke werden könnte, schließe das nicht aus, Siebenbürger Sachse bleiben zu sollen. Im Gegenteil, das ist eine Bereicherung für die neuen Siedlungsgebiete. Der CDU-Landtagsabgeordnete Bodo Löttgen, direkt vom Wahlkampauftakt seiner Partei für die Landtagswahl im Mai 2010 nach Drabenderhöhe gekommen, bezeichnete die Auswahl des Ortes der Delegiertenversammlung der Landesgruppe als wichtiges Signal für das Land Nordrhein-Westfalen. Löttgen möchte in der nächsten Legislaturperiode die Patenschaft des Landes NRW über den Verband der Siebenbürger Sachsen „mit mehr Leben erfüllen“, so dass Landesregierung und Verband gemeinsam Verantwortung für diese Patenschaft übernehmen.


Die neue Führungsriege der Landesgruppe NRW – Bundesvorsitzender Fabritius gratuliert dem neuen NRW-Landesvorsitzenden Lehni, daneben der Ehrenvorsitzende Harald Janesch

Die Berichte des Landesvorsitzenden, der Referate sowie der Kreisgruppen waren im Vorfeld in einer umfangreichen Mappe den Delegierten zur Verfügung gestellt wurde, so dass dieser sonst umfangreiche Tagesordnungspunkt recht kurz gehalten werden konnte. Harald Janesch, der seit 1998 in drei Amtsperioden das Amt des Landesvorsitzenden bekleidet hatte, zog in sehr persönlichen Worten eine Bilanz seiner Amtszeit. In der zu Ende gehenden Amtsperiode waren das 50-jährige Jubiläum der Patenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen für die Siebenbürger Sachsen im Jahr 2007, die Mitgestaltung des Heimattages in Dinkelsbühl, ebenfalls 2007, und die Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturtage 2009 in Bonn Höhepunkte für die Landesgruppe NRW. In den bestehenden 17 Kreisgruppen wurde eine gute Arbeit geleistet und durch die Wahl von jüngeren Amtsträgern gibt es auch erfreuliche Perspektiven für die Zukunft. Leider konnte die leichte Abnahme der Mitgliederzahlen nicht gestoppt werden.

Der Bundesvorsitzende Bernd Fabritius berichtete über die kürzlich in Bukarest geführten Gespräche mit dem rumänischen Innenminister Vasile Blaga, in der dieser eine schnellere Umsetzung der Rückgabeanträge für enteignetes Eigentum zugesagt hatte. Michael Miess, Rechtsreferent der Landesgruppe, berichtete ebenfalls aus seinen Erfahrungen in diesem Bereich. Der Leiter des Alten- und Pflegeheims „Haus Siebenbürgen-Drabenderhöhe“, Pfarrer a.D. Fritz Barth, stellte den Delegierten diese sehr wichtige Einrichtung für alle Landsleute in NRW und darüber hinaus, vor.

Der von Landeskassenwartin Gerda Gusbeth vorgetragene Finanzbericht für die Jahre 2006 bis 2009 wies eine solide Finanzgebarung auf, so dass Rechnungsprüfer Günther Schuller nach erfolgter Prüfung der Kasse die Entlastung der Kassenwartin beantragen konnte, die einstimmig ausfiel. Eine besondere Freude war für den Bundesvorsitzenden Fabritius die Ehrung von zwei verdienten Mitgliedern des Landesvorstands: die bisherige Frauen- und Kulturreferentin Waltrud Hartig-Hietsch und Landeskassenwartin Gerda Gusbeth wurden für ihren langjährigen Einsatz im Rahmen der Landesgruppe mit dem Goldenen Ehrenwappen des Verbandes ausgezeichnet. Im Anschluss folgte die einstimmige Entlastung des bisherigen Vorstandes und die Wahl von Bernd Fabritius zum Wahlleiter der folgenden Wahldurchgänge. Für das Amt des Landesvorsitzenden hatten sich zwei Kandidaten beworben, so dass Spannung angesagt war. Der Stellvertretende Bundesvorsitzende Rainer Lehni (Kreisgruppe Drabenderhöhe) und der bisherige Stellvertretende Landesvorsitzende Fritz Ziegler (Kreisgruppe Köln) stellten ihre Konzepte für die Zukunft der Landesgruppe NRW vor. Die Entscheidung der Delegierten fiel auf Rainer Lehni, der mit seiner Vorstellung der künftigen Arbeit für die Landesgruppe überzeugen konnte. Der 1972 in Zeiden geborene neue Landesvorsitzende sieht seine Haupttätigkeiten in der Mitgliederwerbung, Erneuerung der Jugendarbeit, Durchführung des 60jährigen Jubiläums der Landesgruppe 2011 sowie des Heimattages in Dinkelsbühl 2013, aber auch die Betreuung der neuen Internetseiten der Landesgruppe, Intensivierung des Informationsflusses innerhalb der Landesgruppe, Einrichtung von neuen Veranstaltungen auf Landesebene und überregionale Veranstaltungen aber auch die Intensivierung der Kontakte zum Land Nordrhein-Westfalen als Patenland, als auch zum Bund der Vertriebenen.

Die Neuwahl des Landesvorstandes ergab folgende Zusammensetzung: Landesvorsitzender Rainer Lehni, Stellvertretende Landesvorsitzende Günther Bartesch, Günther Scheipner und Jens Schwager, Schriftführerin Heike Mai-Lehni und Kassenwartin Gerda Gusbeth. Zu Kassenprüfern wurden gewählt Günther Schuller und Heinz Gubesch, als Stellvertretende Kassenprüfer Volker Eisgeth und Erika Hamlischer. Bestätigt durch die Delegiertenversammlung wurde die vom neuen Vorstand vorgeschlagene Liste der Referate: Frauenreferentin Hanni Ziegler, Landesjugendleiterin und Referentin für Internet und Öffentlichkeitsarbeit Heike Mai-Lehni, Organisationsreferetin Angelika Schwager, Rechtsreferenten RA Herwig Bosch und RA Michael Miess, Vorsitzende der Chöre Gerda Gusbeth, Vorsitzender der Blaskapellen Klaus Barthelmi, Vorsitzender des Adele-Zay-Vereins und Vertreter des Hilfskomitees Pfarrer i.R. Kurt Franchy, Vertreterin des Heimatwerks Uta Beckesch. Aufgabe des neuen Landesvorstandes ist noch die Besetzung der frei gebliebenen Referate Kultur und Heimatortsgemeinschaften. Ebenso stimmte die Delegiertenversammlung dem Vorschlag zu, durch welchen die Delegierten für den Verbandstag des Verbandes zu gegebener Zeit festgesetzt werden.

In der Tradition seines Vorgängers trat der neue Landesvorsitzende Rainer Lehni sein Amt mit den Worten „Harr half“ an und dankte im Namen des neugewählten Teams für das gewährte Vertrauen. Als erste Amtshandlung beantragte er neu gewählte Landesvorstand die Wahl von Harald Janesch zum Ehrenvorsitzenden der Landesgruppe, dem die Delegierten einstimmig zustimmten. Harald Janesch nahm dieses Ehrenamt sichtlich gerührt an. Mit dem Dank Lehnis an den Wahlleiter Bernd Fabritius und dem Singen der dritten Strophe des Deutschlandliedes sowie des Siebenbürgenliedes fand die Delegiertenversammlung 2010 der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen des Verbandes der Siebenbürger Sachsen ihren Abschluss.

Artikel über die Landesversammlung in der OVZ: „Dein Programm war Siebenbürgen

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Evangelischer Kindergarten Drabenderhöhe: Vorschulkinder besuchten den Ostergarten

Am 20. März besuchten 21 Vorschulkinder des Evangelischen Kindergartens Drabenderhöhe in Begleitung ihrer Erzieherinnen und Müttern den “Sinnespark Ostergarten“ in Gummersbach, der im Evangelischen Gemeindehaus aufgebaut ist.


Vorschulkinder des Evangelischen Kindergartens Drabenderhöhe

Es wurde für alle eine Zeit- und Gefühlsreise, wo die Kinder und die Erwachsenen die Passionsgeschichte mit allen Sinnen erfahren durften. Die christliche Tradition, Ostern zu feiern, wurde den Besuchern anhand von lebensgroßen Stationen, die das Jerusalem der damaligen Zeit zeigen, dargestellt. Dabei führte ein Mann in historischer Kleidung die Reisenden durch die einzelnen Szenen. Die Kinder konnten hautnah beim Einzug Jesu in Jerusalem dabei sein. Danach feierten sie das Abendmahl mit Brot und Traubensaft, konnten mit Jesus im Garten Gethsemane beten, wurden Zeugen des Verhörs durch Pilatus, standen betroffen unter dem riesigen Holzkreuz und folgten zum Schluss Jesus durch das Grab hindurch in die Freude und das Wunder der Auferstehung, den Ostergarten.

Ein herzlicher Dank für diesen Nachmittag gilt der Evangelischen Allianz Gummersbach und dem Bibelbund e.V., sowie den Müttern, die die Fahrgemeinschaften ermöglicht haben.

Heide Melzer

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Drabenderhöher Winterimpressionen

Einen herzlichen Dank an alle Drabenderhöher, die unserem Aufruf gefolgt sind und uns Fotos vom total zugeschneiten Drabenderhöhe haben zukommen lassen.

In der nachfolgenden Bilderserie sind Bilder von B. Schneider, K. Genglawski, G. Schindler, G. Melzer, B. Waedt, B. Rosca und Ch. Melzer zu sehen. Ein Dank geht auch an alle Handy-Fotografen, die die Besucher dieser Homepage in den letzten Tagen auch immer wieder mit zahlreichen aktuellen Winterimpressionen versorgt haben.

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Winterimpressionen: „David gegen Goliath“


Kleine Schaufel – große Schaufel – Foto: Christian Melzer

Aufruf: Schicken Sie uns Ihre schönsten/interessantesten Schneefotos die Sie in und rund um Drabenderhöhe in diesem Winter gemacht haben. Lang ist es her, dass die Drabenderhöher mit soviel Schnee konfrontiert wurden. Riesige Schneeberge und ein Drabenderhöhe „ganz in weiß“ bestimmen das momentane Bild Drabenderhöhes. Schicken Sie uns die Fotos an die E-Mail-Adresse info@drabenderhoehe.de. Alle Fotos werden später dann in einer Bilderserie auf dieser Webseite veröffentlicht.

Aktualisierung, 5. Februar 2010:
Drabenderhöher Winterimpressionen unserer Leser

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Siebenbürgisch-Deutsches-Heimatwerk: Adventausstellung

Am zweiten Advent hatte das Siebenbürgisch-Deutsche-Heimatwerk im Pavillon des Hauses Siebenbürgen-Drabenderhöhe seine alljährliche Adventausstellung. Diese Adventausstellung blickt auf eine über 30-jährige Tradition zurück. Das Team des Heimatwerkes freut sich jedes Jahr auf diese Veranstaltung, die auch den Bewohnern des Hauses die Möglichkeit gibt, sich an den Ausstellungsstücken zu erfreuen.

Von links: Edith Foith, Uta Beckesch und Hedda Truetsch – Foto und Video: Christian Melzer

Das Siebenbürgisch-Deutsche-Heimatwerk bietet viele Bücher mit siebenbürgischer Literatur an, so auch das Buch der diesjährigen Literaturnobelpreis-Trägerin Herta Müller „Atemschaukel“. Die Nachfrage nach siebenbürgischen Stickereien hat merklich nachgelassen, die Keramikkrüge und -vasen sind nach wie vor gefragt.

Die Leiterin des Heimatwerkes Uta Beckesch: „Die Volkstanzgruppen freuen sich, wenn sie die benötigten Trachtenbänder bei uns finden. Es wäre sehr schön und wünschenswert, wenn jüngere Frauen sich für unsere Arbeit interessieren würden, damit die Nachfolge für unser Heimatwerk gesichert wird. Wir bemühen uns nach wie vor mit Freude unsere siebenbürgische Volkskunst zu erhalten und weiter zu pflegen.“

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