Kinder- und Jugendfreizeit in den Sommerferien 2011: Reisepreis gesenkt, dank großzügiger Spende einer ortsansässigen Firma

Im Zeitraum vom 25.07. bis 01.08.2011 plant die Jugendarbeit der Evangelischen Kirchengemeinde Drabenderhöhe eine Kinder- und Jugendfreizeit nach Saalbach-Hinterglemm in Österreich. Teilnehmen können alle Interessierten im Alter von 10 bis 17 Jahren.

Unter dem Motto: Kreativ, Aktiv, Meditativ stehen in dieser Woche biblische Impulse und Andachten auf dem Programm. Auch gemeinsame Ausflüge wie z.B. in einen Hochseilgarten werden nicht zu kurz kommen.

Es soll den Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit gegeben werden in netter Gesellschaft „einfach mal Pause“ zu machen und dabei viel Gemeinschaft zu erleben und zu erfahren.

Die Freizeit wird von der Jugendleiterin Andrea Plajer und einem vierköpfigen Betreuerteam geleitet. Für eine Vollverpflegung wird in dem Jugendheim Hinterglemm, in dem die Unterbringung erfolgt, bestens gesorgt sein.

Der komplette Reisepreis beträgt 240,00 € für Teilnehmer aus der Kirchengemeinde Drabenderhöhe; Teilnehmer außerhalb der Kirchengemeinde zahlen 25,00 € mehr.

Die Anmeldung für diese Freizeit muss bis zum 28.01.2011 vollzogen sein. Weitere Informationen und Anmeldeformulare gibt es bei der Kirchengemeinde Drabenderhöhe unter Tel. 02262-2288.

Schlüsselbund gefunden

In der Scheidter Straße, in Höhe der Tankstelle der Genossenschaft, ist ein Schlüsselbund gefunden worden. Der Eigentümer kann sich unter der Telefonnummer 02262-690341 beim Finder melden.

Weihnachtsball 2011: Trotz Schnee und Eisglätte ein gelungenes Fest

Wie jedes Jahr am 25. Dezember, fand der Weihnachtsball auch in diesem Jahr wieder in Drabenderhöhe statt.

Die Stadt Wiehl hatte eine Firma beauftragt die Schneemassen vom Dach des Kulturhauses Drabenderhöhe-Siebenbürgen (ehemals Hermann-Oberth-Haus) wegzuräumen, so dass der Weihnachtsball 2011 auch wieder stattfinden konnte.

Dank der zahlreichen Besucher von nah und fern, die sich trotz Schnee und Eisglätte nicht davon abhalten ließen den Ball mit der Band „Phönix“ aus Gießen zu besuchen, wurde es wieder ein gelungenes Fest.

„Puer natus“ – Weihnachtliches Brauchtum aus Scharosch in Siebenbürgen im Robert-Gassner-Hof

„Lasst uns freuen und jubilieren,
mit den Engeln triumphieren
in diesem neuen Jahr, in diesem neuen Jahr.
Christ den Herrn König zu ehren in diesem neuen Jahr.“

Der Adele-Zay-Hilfsverein, das Haus Siebenbürgen Drabenderhöhe, Alten- und Pflegeheim, die Kreisgruppe Drabenderhöhe und die Scharoscher HOG hatten zu der nun seit fünf Jahren stattfindenden Brauchtumsveranstaltung „Puer natus- Ein Kind ist uns geboren“ eingeladen. Trotz des starken Schneefalls hatten sich zahlreiche Landsleute eingefunden. Als die Bläser des Blasorchesters Siebenbürgen unter der Leitung von Jürgen Poschner mit „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ vom Turm der Erinnerung anstimmten, hörte auch das Schneetreiben auf.

Die Kreisvorsitzende, Enni Janesch begrüßte die Mitgestalter und die Anwesenden. Nun erklangen die mittelalterlichen Gesänge, abwechselnd in lateinischer und deutscher Sprache, begleitet von der Kapelle.

In seiner Ansprache führte Pfarrer i. R: Kurt Franchy aus:

„Liebe Freunde,
heute haben wir wieder einen wunderschönen Winterabend. Der Schnee bedeckt das Land, es ist kalt und wir feiern, wie in früheren Zeiten in Siebenbürgen „Puer natus“- Ein Kind ist uns geboren. In Bethlehem war es sicher nicht so frostig kalt, wie heute bei uns. Aber heute will ich uns an eine sehr kalte Zeit erinnern. Die Zeit als unsere Landsleute aus Ostpreußen, Schlesien und Pommern vertrieben wurden. Da flüchteten auch unzählige junge Frauen, werdende Mütter mit Kindern, die sie monatelang unter ihrem Herzen getragen hatten. Viele brachten ihr Kind auf der Straße, in Schnee und Eis zur Welt. Die Kinder kamen buchstäblich in eine Welt voll von menschlicher Kälte, Krieg, Leiden und Tod. Sie hatten keinen warmen Raum, keine Herberge, wie Jesus einst. Viele kleine Geschöpfe erstarrten in jenem Winter und blieben irgendwo zurück.

Aus Schlesien stammt der fromme Mann, genannt Angelus Silesius, der im 17. Jahrhundert gesagt hat: „Und wäre Christus tausend Mal geboren, und nicht in dir, du wärest doch verloren“. Er lässt uns heute wissen, dass unsere Weihnachtsfeiern, die schönen Bräuche, Lieder und Lichter vergeblich sind, wenn das Christuskind nicht in unserem Herzen geboren wird. Kein Glühwein, keine Stimmung für drei Tage, nichts vertreibt die Kälte dieser Welt, wenn Christus nicht in uns drinnen, in unserem Innersten, dem Herzen, wohnt. Wahres Leben erstarrt unter uns, wird egoistisch, unbarmherzig. Wir kennen doch so viel menschliche Kälte. Es gäbe auch hier, bei den Menschen hinter den Fenstern nur unerträglich verhärmte Mienen der Pflegerinnen und Gepflegten. Wo aber der Herr Jesus Christus nicht draußen bleibt, sondern die Herzen erfüllt und bewegt, da zieht Freude und Frieden, Verständnis und Hilfsbereitschaft füreinander ein. Da werden das Alter, Schwäche und Gebrechlichkeit, ja selbst das Leiden, und der unvermeidliche Tod erträglich. Darum ist das Wort des Angelus Silesius so wahr.

Darum beten wir mit dem Lied Nr. 1 unseres Gesangbuches, letzte Strophe: „Komm, o mein Heiland Jesus Christ, meins Herzens Tür dir offen ist.

Ach zieh mit deiner Gnade ein; dein Freundlichkeit auch uns erschein.
Dein Heilger Geist uns führ und leit den Weg zur ewgen Seligkeit.
Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr.“

Der Heimleiter, Fritz Barth, las anschließend die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium vor. Nach dem gemeinsamen Gesang von Weihnachtsliedern dankte die Kreisgruppenvorsitzende allen, die zum Gelingen dieser besinnlichen und zu Herzen gehenden Veranstaltung beigetragen hatten.

Zum Schluss überraschte das Blasorchester uns alle mit dem aus Österreich stammenden „Andachtsjodler. Die Scharoscher dankten den Musikern mit einem Eimer Wein und selbstgebackenen Krapfen.

Die siebenbürgische Volkstanzgruppe hatte Hanklich, Schmalzbrote und wärmenden Glühwein vorbereitet. Gerne wurde das Angebot angenommen und bei länger andauernden Gesprächen genossen.

Enni Janesch

Eine Bilderserie finden Sie hier…