Katharinenball des Honterus-Chores in Drabenderhöhe

Wieder ist es dem Honterus-Chor gelungen, einen Katharinenball zu organisieren, der alle Beteiligten zufrieden stellte. Nach dem Vortrag des Chores mit heiteren und besinnlichen Melodien unter der Leitung von Regine Melzer folgte das Lustspiel in zwei Akten in siebenbürgisch-sächsischer Mundart „Wie drieht de Fonn hiemen“ (Wer trägt die Pfanne nach Hause) von Grete Lienert-Zultner.


Honterus-Chor – Fotos: Christian Melzer

Die Premiere fand schon am Freitag dem 19.11.2010 im Kulturhaus statt. Unter den zahlreich erschienenen Gästen konnte die Vorsitzende des Chores, Anneliese Hüll, den Landrat des Oberbergischen Kreises, Hagen Jobi, sowie den stellvertretenden Bundesvorsitzenden und Landesvorsitzenden von NRW des Verbandes der Siebenbürger Sachsen, Rainer Lehni, die im Chor aktiven Mitglieder Enni Janesch, Bundesfrauenreferentin und Kreisgruppenvorsitzende von Drabenderhöhe und Harry Janesch als Ehrenvorsitzender der Landesgruppe NRW herzlich begrüßen.

Am Samstagabend kamen als Ehrengäste Pfarrer Rüdiger Kapff mit Gattin, der Ehrenvorsitzende der Kreisgruppe, Herwig Bosch, und der Ehrenvorsitzende des Chores, Günther Schuller, dazu. Gespielt wurde das Theaterstück von acht Chormitgliedern, die aus unterschiedlichen Gemeinden Siebenbürgens stammen, so dass auch die Freunde der sächsischen Mundart gut aufpassen mussten, um alles zu verstehen. Trotzdem kamen die Zuschauer auf ihre Kosten. In dem Stück von Grete Lienert-Zultner geht es darum, wer zu Hause das Sagen hat, also um ein Thema, das so alt wie die Welt ist.


Von links: Enni Janesch, Anneliese Hüll, Roswitha Wölfel, Gerda Gusbeth, Reinhard Wellmann, Ilse Bartesch, Hans Herberth, Hedda Schoger, Arthur Rochus und Kathi Adam

Der Haussegen in der Ehe des Schusterehepaars Mariechen und Hans (Gerda Gusbeth und Reinhard Wellmann) hängt schief. Der Ehemann vertritt den Standpunkt: Die Frau muss dem Mann ohne Widerreden gehorchen. Es folgen turbulente Szenen in denen Hans sich weigert die fertig gekochte Bohnensuppe (souer Lawend) zu essen und nach „Platschinta“ verlangt. Um diese zu backen muss Mariechen sich eine Pfanne von der neugierigen Nachbarin, der Lukessäster, (Ilse Bartesch) borgen. Der Streit erreicht seinen Höhepunkt, als Hans keine Pfannkuchen für die Nachbarin übrig lassen will. Keiner will nachgeben. Die Eheleute schließen eine Wette ab: Ab sofort wird nicht mehr gesprochen. Wer das erste Wort spricht, muss die Pfanne zurück tragen und hat von nun an dem Partner zu gehorchen.

Die Nachbarinnen, gespielt von Roswitha Wölfel, Kathi Adam, Anneliese Hüll und Hedda Schoger, wollen Mariechen helfen, können aber Hans nicht zum Sprechen bringen. Erst als Fritz (Hans Herberth), der Ehemalige von Mariechen, auftaucht, bricht Hans von Eifersucht geplagt, das Schweigen. Nun hat er die Wette verloren und muss die Pfanne der Lukessäster nach Hause tragen. Hans sieht ein: Er hat zwar die Wette verloren ist aber trotzdem froh, dass er seine Frau nicht verloren hat, die von nun an das Sagen im Haus haben wird. Zu den Darstellern gehörte noch der listige Schusterlehrjunge Dani (Arthur Rochus), der sowohl die Meisterin als auch den Meister gleich am Anfang des Stückes reinlegte.

Die Regie lag wieder in den Händen von Enni Janesch, die auch als Souffleuse agierte. Die Schauspieler gaben ihr Bestes und wurden zwischendurch und am Schluss mit viel Applaus bedacht.

Nach dem Theater spielte zum ersten Mal die Phönix-Band aus Giessen beim Katharinenball zum Tanz auf. Es gelang ihr Alt und Jung auf die Tanzfläche zu locken und für eine ausgelassene, fröhliche Stimmung zu sorgen. Der Honterus-Chor freut sich auf nächstes Jahr, wenn es wieder heißt: Auf zum Katharinenball!

Enni Janesch

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Drabenderhöher Weihnachtsmarkt: Klein aber fein

Der Drabenderhöher Weihnachtsmarkt wurde heute, am 27. November, eröffnet und kann auch noch am Sonntag zwischen 11:00 und 20:00 Uhr besucht werden.


Meike (rechst) trägt dem Nikolaus ein Gedicht vor. – Foto: Christian Melzer

Rund um den Kirchturm präsentieren verschiedene Drabenderhöher Anbieter interessante Geschenkideen für das Weihnachtsfest und auch Hunger muss man nicht leiden.

Für die richtige weihnachtliche Stimmung hat auch der Schneefall der letzten Tage gesorgt. Die eisige Kälte kann man prima mit einem Glühwein vertreiben und ein Kinder-Karussell sorgt für viel Spaß bei den Kids.

Um 16:00 Uhr ist an beiden Tagen auch der Nikolaus auf dem Drabenderhöher Weihnachtsmarkt zu Gast und sorgt mit Überraschungen für leuchtende Augen bei den kleinen Besuchern.

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Hans Otto Tittes: Zwei Kurzgedichte

Hans Otto Tittes Äußerungen aus Kindermund in Verse „verpackt“ von Hans Otto Tittes:

Adventskalender
Wozu Adventskalender sind,
erklärte unlängst mal ein Kind:
Damit man zählen kann genau
die Tage bis zur Christkindschau.

Weihnachtsbräuche
Klein-Fritzchen wird gefragt, ob’s wüsste,
was Weihnachtsbräuche denn wohl sind.
„Das sind all jene Sachen, die man
zu Weihnachten bräuchte als Kind.“

Das Hermann-Oberth-Haus soll in Kulturhaus Drabenderhöhe-Siebenbürgen umbenannt werden

Der Kulturausschuss empfiehlt dem Rat, dass das Drabenderhöher Kulturhaus künftig nicht mehr den Namen von Hermann Oberth tragen soll.

Ein Antrag des Stadtverordneten der Linken, Reinhard Birker, hatte die Diskussion um die Kulturstätte, die seit einem Ratsbeschluss im Jahr 1973 den Namen des siebenbürgischen Raketenpioniers Hermann Oberth trägt, Anfang 2010 ins Rollen gebracht.

Birker hatte dort Passagen aus Oberths Werk „Wählerfibel für ein Weltparlament“ (1983) zitiert, die umstrittene Äußerungen zu Themen wie Geburtenkontrolle und Fortpflanzungspolitik enthielten. Im Juli hatten sich dann auch sechs Einrichtungen der Behindertenhilfe in Wiehl mit einem Offenen Brief an Bürgermeister Werner Becker-Blonigen gewandt, mit der Forderung, das Kulturhaus umzutaufen.

Von der Stadt wurde zur Entscheidungsfindung ein unabhängiger Historiker (Dr. Alexander C.T. Geppert) mit einem Gutachten über Hermann Oberth beauftragt. Der kam zu folgendem Schluss: „Oberth selbst berief sich immer auf das Recht und die Pflicht des Wissenschaftlers, auch unbequeme Dinge äußern zu dürfen und zur Aufklärung der Allgemeinheit nicht-Konsensfähiges zu bedenken zu geben. Selbst wenn ich die historische Sensibilität, die in der Beauftragung des vorliegenden Gutachtens zum Ausdruck kommt, für höchst begrüßenswert und eine solche Verfahrensweise für vorbildlich halte: Aus rein geschichtswissenschaftlicher Perspektive betrachtet scheinen mir Oberths zugegebenermaßen merkwürdige und teils verstörende, teils indes auch weitsichtige und politisch ohnehin kaum eindeutig zu klassifizierende späte Schriften kein hinreichender Grund zu sein, um seine frühen Verdienste als unkonventioneller Wissenschaftler und origineller Querdenker vollständig infrage zu stellen. Eine Umbenennung des Kulturhauses in Wiehl ist meines Erachtens und allen wünschenswerten Bemühungen um ‚political correctness‘ zum Trotz nach gegenwärtigem Forschungs- und Kenntnisstand daher nicht erforderlich.“

Entgegen dieser Einschätzung empfahl Bürgermeister Becker-Blonigen, den Namenszusatz zu streichen. „Es muss im Interesse aller sein, die unbestrittenen Verdienste Hermann Oberths um Wissenschaft und Technik nicht im ständigen Kontext zu Äußerungen gesetzt zu bekommen, die aufgrund der konkreten Situation der Behinderteneinrichtungen in der Stadt Wiehl kaum zu vermitteln und schwierig zu ertragen sind“, sagte er.

Das komplette Geppert-Gutachten und weitere Informationen zum Thema können im Ratsinformationssystem der Stadt Wiehl eingesehen werden. (Hier klicken: Bekanntmachungen – Rat der Stadt Wiehl > dann auf „TO“ bei „24.11.2010 Sitzung des Ausschusses f. Kultur u. Denkmalschutz“ klicken > dann auf „VO 0219/2010“ klicken)

Kritik an St.-Martins-Zug: Ortsvereine stehen hinter Schule und Elternpflegschaft

Am 17. November, beim Treffen der Ortsvereine am „Runden Tisch“, wurde von Frau Hartig-Hietsch, Rektorin der Gemeinschaftsgrundschule, die Frage gestellt, ob der St.-Martin-Zug 2011 noch stattfinden soll. Die Initiatoren des St.-Martin-Zuges, die Gemeinschaftsgrundschule einschließlich der Elternpflegschaft, wären in übelster Form bezüglich des St.-Martin-Zuges kritisiert worden. Bereits in der Vergangenheit wurde den Initiatoren Kinderarbeit unterstellt, weil die Kinder in den Weckmännervorverkauf eingebunden wurden und auch Lose verkauften.

Nach dieser Kritik werden die Weckmänner nun jedes Jahr von einem Verein gespendet und die Kinder werden nicht mehr in den Verkauf eingebunden. Letztes Jahr spendete der Heimatverein die Weckmänner, dieses Jahr die Kreisgruppe des Verbandes der Siebenbürger Sachsen und nächstes Jahr soll der Frauenverein die Weckmänner spenden. Wegen des erstmaligen Verbotes von Fackeln beim Laternenumzug, hagelte es dieses Jahr nun erneut Kritik auf die Organisatoren des Umzuges.

Die Vertreter der Ortsvereine unterstützten das Verbot der Fackeln und waren sich darüber einig, dass diese Veranstaltung, insbesondere weil die Kinder viel Freude daran haben, erhaltenswürdig sei. Die Vereine boten den Initiatoren für die Zukunft ihre Unterstützung bei der Organisation des Laternenumzuges an.

Mutter-Tochter-Wochenendseminar „Wut tut gut“

Beim Mutter-Tochter-Wochenendseminar ging es überwiegend um das Thema „Umgang mit Wut, Aggression und Verletzungen“. Nachdem die Teilnehmerinnen ihre unterschiedlichen Assoziationen zum Begriff „Wut“ der Gesamtgruppe vorgestellt hatten, ging es um die eigenen und sehr persönlichen Erfahrungen, die jedes Mädchen und jede Frau gemacht hat.

Was hat mich wütend gemacht? Wie bin ich mit meiner Wut umgegangen und wie vermeide ich es, dass sich Aggression in selbstschädigendes Verhalten wandelt? In Mutter–Tochter-Teams erarbeiteten die Teilnehmerinnen Strategien, konstruktiv mit ihrer Wut umzugehen.

Typische Konflikte wurden mit vertauschten Rollen der Seminargruppe vorgespielt und zufriedenstellende Lösungen gefunden. Viele Übungen zur Stärkung des Selbstwerts, zum sinnvollen Umgang mit Konflikten, zur Kontaktfähigkeit und Kooperation konnten in Mutter-Tochter-Gruppen und in der Gesamtgruppe ausprobiert werden. Besonders wohltuend wurde das Erkennen und das gegenseitige Anerkennen der Fähigkeiten und Stärken von Mutter und Tochter empfunden.

Zum Abschluss des zweitägigen Seminars – welches von Martina Kalkum, der Leiterin des Jugendheims Drabenderhöhe, durchgeführt wurde – gab es für alle Teilnehmerinnen eine „Stärkedusche“.

Literaturkreis Drabenderhöhe: Vermisst – Verschollen – Vergessen

Literaturkreis Drabenderhöhe Am 24. November 2010 findet die nächste Veranstaltung des Literaturkreises Drabenderhöhe statt. Beginn: 16.00 Uhr im ev. Gemeindehaus.

Thema: Vermisst – Verschollen – Vergessen

Anhand von zwei DVDs zeigt der Referent Günter Czernetzky „Auf der Suche nach dem Vater“ und „Auf den Spuren eines Pfarrers“. Der erste Bericht entstand in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. Günter Czernetzky studierte an der Hochschule für Fernsehen und Film in München und ist seit 1989 freier Dozent, Regisseur, Autor und Herausgeber.

Zu dieser Veranstaltung laden Erika Seiler und Anne Reindt ganz herzlich ein.