Mehr Sicherheit durch zwei Drehleitern

Die Stadt Wiehl hat zwei neue Drehleiter-Fahrzeuge in Dienst gestellt: An den Standorten Oberwiehl und Drabenderhöhe ist die Wiehler Feuerwehr jetzt bestens für Einsätze in größerer Höhe ausgestattet.

Gestern Abend hat Bürgermeister Ulrich Stücker die beiden Drehleitern am Feuerwehrgerätehaus in Oberwiehl offiziell an die Wehr übergeben. Insgesamt rund 2,15 Millionen Euro hat die Stadt in die Fahrzeuge investiert. „Dieses Geld in Kombination mit den engagierten Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr garantiert die Sicherheit der Wiehler Bürgerinnen und Bürger“, sagte der Bürgermeister zu diesem Anlass. Sein Dank galt allen Wehrleuten für ihren Einsatz und dem Stadtrat, der die Mittel bewilligt hatte.

Dem schloss sich Stadtbrandinspektor Jens Schmidt an, Leiter der Wiehler Feuerwehr. Ausdrücklich dankte er den Einheiten Oberwiehl, Drabenderhöhe und Bomig, da von dort aus die Einsätze ermöglicht werden. „Wo eine Drehleiter erforderlich ist, hängt von der Bebauung ab, da die Leitern der Feuerwehr den zweiten Rettungsweg darstellen“, erläuterte er. Vor allem geht es um Gebäude mit mehr als zwei Obergeschossen und eine vorgeschriebene Eintreffzeit von acht bis zehn Minuten am Brandort. „Das ist in den Bereichen Wiehl/Oberwiehl und Drabenderhöhe nur mit zwei Drehleitern möglich“, so der Feuerwehrchef.

Testen den Korb: Erster Beigeordneter Peter Madel, Ordnungsamtsleiterin Kathrin Kautz und stellv. Dezernatsleiterin Alexandra Noss (v. l.); der stellv. Drabenderhöher Einheitsführer André Denni (l.), Bürgermeister Ulrich Stücker und Thomas Auner begleiten den Test. Fotos: Christian Melzer

Beide Neuanschaffungen sind technisch deutlich besser ausgestattet als das alte Modell, das nun ersetzt wurde. So können die Fahrzeuge jeweils von zwei statt bislang mindestens drei Personen betrieben werden. Die Leitern verfügen jetzt über ein Gelenkteil, das ein Erreichen auch schwer zugänglicher Bereiche ermöglicht. In die Rettungskörbe passen fünf statt drei Personen bis zu einem Gesamtgewicht von 500 Kilogramm – bisher war bei 270 Kilo Schluss.

Zudem verfügen die aktuellen Drehleitern über eine Zusatzausrüstung, mit der Einzelpersonen bis 300 Kilo gerettet werden können. Sie sind schneller einsatzbereit als das Vorgängerfahrzeug, erlauben den Betrieb ohne Personal im Korb durch elektrisch bedienbare Wasser- und Schaumwerfer und können auch ohne extra Stromerzeuger für helles LED-Licht sorgen. Bei den Fahrgestellen handelt es sich um Mercedes Atego 1630, die Aufbauten stammen von Magirus.

Die Leitern reichen bis in eine Höhe von 23 Meter hinauf, können aber auch zur Rettung aus der Tiefe genutzt werden. Jens Schmidt wies auf den großen Ausbildungsaufwand hin, den der Betrieb der Drehleitern mit sich bringt und auf die erhebliche Mehrbelastung der Feuerwehr. Aber es lohnt sich: „Die beiden Drehleitern bedeuten einen deutlichen Sicherheitsgewinn für die Wiehlerinnen und Wiehler.“ Im Bereich Oberbantenberg kommt die Drehleiter übrigens aus der Nachbarkommune – im Einsatzfall helfen die Wehrleute der Feuerwehr in Dieringhausen.

Die symbolische Schlüsselübergabe durch Bürgermeister Ulrich Stücker (r.) freut den Oberwiehler Einheitsführer Ingo Werblow, Wiehls Feuerwehrchef Jens Schmidt und den stellvertretenden Drabenderhöher Einheitsführer Thomas Auner
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