Im „Dahler Feld“ wurde ein Schlüsselbund gefunden. Falls jemand sein Schlüsselbund vermisst, kann er sich beim Finder mohnberg@hackbarth-gmbh.de melden (Tel.: 0172-2630924). Falls sich bis morgen keiner meldet, wird das Schlüsselbund im Fundbüro abgegeben.
Sittendelikt: Täter gefasst – er war erst 13 Jahre alt
Ein zunächst Unbekannter hatte eine Grundschülerin in eine Böschung gezogen und sie dort sexuell missbraucht (siehe gestrige Meldung). Erst als er sich von einem Passanten gestört fühlte, ließ er von der weiteren Tatausführung ab.
Intensive kriminalpolizeiliche Ermittlungen bei verschiedenen Institutionen führten zur schnellen Ergreifung eines tatverdächtigen 13-jährigen Jungen. Mehrere Hinweise lenkten den Verdacht auf seine Täterschaft.
Er wurde heute in der Wohnung seiner Mutter angetroffen und dem Kommissariat zugeführt. Die Ermittler konfrontierten ihn dort mit der erdrückenden Beweislast, woraufhin er in seiner Anhörung ein Geständnis ablegte.
Der 13-Jährige wird einem Heim für Kinder- und Jugendpsychiatrie zugeführt.
Am hellichten Tage: Sittendelikt mitten in Drabenderhöhe

Heute Morgen, gegen 11:30 Uhr, befand sich eine siebenjährige Grundschülerin in Drabenderhöhe auf dem Heimweg von der Schule.
Beim passieren einer Unterführung nahe der Klausenburger Gasse bemerkte sie, dass sie von einem unbekannten Mann verfolgt wurde. Plötzlich hielt dieser ihr den Mund zu und wies sie an, mit ihm zu gehen.
In einer nahegelegenen Böschung entkleidete er das Kind und fasste es dabei mehrfach unsittlich an, unter anderem auch im Genitalbereich. Aus bislang ungeklärten Gründen ließ er plötzlich von ihr ab und lief davon. Am Tatort wurde vom Täter eine graue Stepp-Nylon-Jacke mit einem hellgrau abgesetztem Flanellstoffkragen der Größe 14 zurückgelassen.
Der Täter wird wie folgt beschriebt: Zwischen 17 und 19 Jahre alt, kurzes mittelblondes Haar, schlank, sprach hochdeutsch.

Polizei und Spurensicherung am Tatort
Zeckenzeit beginnt
Nach einem Zeckstich besteht die Gefahr, an Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) oder an der so genannten Lyme-Borreliose zu erkranken.
In Deutschland erkranken in jedem Jahr 150 bis 300 Menschen an Früh-Sommer- Meningo-Enzephalitis (FSME) und 30.000 bis 60.000 an der Lyme-Borreliose. Inzwischen ist bundesweit jede 5. Zecke mit Borreliose infiziert, während Zecken mit dem FSME-Erreger vor allem in Risikogebieten vorkommen. Der Oberbergische Kreis zählt noch nicht zu den gefährdeten Gebieten für FSME. In Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Teilen von Thüringen gibt es FSME-Risikogebiete. Dazu zählen auch beliebte Urlaubsregionen wie Österreich, Ungarn, Skandinavien, Kroatien, Schweiz, Polen, Tschechoslowakei, Slowenien und das Baltikum.
Auch im Oberbergischen Kreis haben vor allem die Borreliose-Erkrankungen stark zugenommen. Gegen die Frühsommer Hirnhautentzündung (FSME), rät das Robert-Koch-Institut auf jeden Fall zu einer Impfung. Dies gilt für alle, die beruflich oder in ihrer Freizeit, aber auch im Urlaub in den gefährdeten Gebieten unterwegs sind.
Im Gegensatz zu FSME-Viren, die sich in der Speicheldrüse der Zecke befinden, befindet sich das Bakterium, das Borreliose verursacht, im Mitteldarm der Zecke. Es gelangt mit den Ausscheidungen der Zecke etwa 24 Stunden nach dem Stich in den Körper des Menschen. Daher ist der beste Schutz vor einer Borreliose, Zecken so schnell wie möglich zu entfernen.
Die Borreliose, auch Lyme-Krankheit genannt, ist ein bundesweites Problem. Bei dieser Entzündung treten im ersten Stadium in einigen Fällen ringförmige Hautrötungen um den Zeckenstich, sowie Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und erhöhte Müdigkeit auf. Da aber eine Diagnose für Laien auf Grund der Ähnlichkeit zum grippalen Infekt nicht eindeutig möglich ist, sollte bei Verdacht unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Je frühzeitiger diese Infektion entdeckt wird, um so besser kann sie mit Antibiotika bekämpft werden.
Das Forstamt Wipperfürth rät allen, die sich im Wald aufhalten, Gebüsch, Unterholz oder hohe Gräser zu meiden, da sich Zecken dort gerne aufhalten. Wer eine Rast einlegen möchte, sollte auch um Waldränder, Heuhaufen und dichtes Unterholz einen Bogen machen. Lange Hosen, geschlossene Schuhe und Hemden mit langen Ärmeln machen es den Zecken schwer. Übrigens: Auf heller Kleidung erkennt man Zecken schneller. Auch Zeckenschutzmittel und Naturstoffe wie Lavendel- und Nelkenöl verringern das Risiko eines Zeckenbefalls. Lavendelöl sollte dafür auf Schuhe und Strümpfe geträufelt werden. Während der Zeckensaison sollte nach einer Wanderung möglichst schnell die Kleidung und der ganze Körper abgesucht werden. Zecken krabbeln auf der Kleidung und suchen nach freier Haut und warmen Körperstellen.
Hat eine Zecke nun doch zugebissen, gelten folgende Regeln für das Entfernen: Je schneller man die Zecke vom Körper entfernt, desto geringer ist die Gefahr einer Infektion. Es dauert mindestens ein bis zwei Stunden, oft auch bis zu zwölf Stunden, bis der Saugakt mit der Krankheitsübertragung beginnt. Nie die Zecke mit Öl, Klebstoff oder Creme vor dem Entfernen ersticken, sondern die Zecke mit einer Zeckenzange, Zeckenschlingen, Zeckenkarte entfernen. Man packt die Zecke dabei an ihrem Saugrüssel unmittelbar an der Hautoberfläche und hebe Sie vorsichtig heraus. Ein Quetschen der Zecke muss unbedingt vermieden werden, da sonst das Infektionsrisiko erhöht wird. Die Stichstelle sollte danach gewaschen und mit Alkohol desinfiziert werden.
Auch Haustiere sollten vor Zecken geschützt und von den kleinen Blutsaugern befreit werden, denn Hund und Katze können ebenfalls an Borreliose erkranken.
29-jähriger Drabenderhöher wurde in Dieringhausen ermordet
Heute Nacht, gegen 02:40 Uhr, ereignete sich auf der Aggerstraße in Dieringhausen ein Tötungsdelikt.
Nach ersten Erkenntnissen kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 29-jährigen Mann aus Drabenderhöhe und einem 22-Jährigen aus Gummersbach, in dessen Verlauf der ältere tödliche Verletzungen erlitt. Er verstarb noch am Tatort.
Der Verdächtige wurde wenig später in Tatortnähe festgenommen. Die Mordkommission Köln hat die Ermittlungen aufgenommen. Eine Obduktion wurde veranlasst.
Nachtrag (5. April 2006): Todesursächlich waren Verletzungen durch Stiche im Bereich des Oberkörpers des 29-jährigen. Der Tatverdächtige wird am 5. April dem Haftrichter vorgeführt.
