40 Jahre Siebenbürger Siedlung in Drabenderhöhe

Günter Rauhut schreibt in der Zeitung von Senioren für Senioren 2/2006 (PDF/0,8 MB) zum Thema „40 Jahre Siebenbürger Siedlung in Drabenderhöhe“.

„Ich werde diesen Tag in meinem Leben nie vergessen.“ Das waren die Worte unseres damaligen Bundespräsidenten Carl Carstens am Ende seines Besuches in Drabenderhöhe am 20. August 1980. Er zeigte sich von der Traditions- und Brauchtumspflege der Siebenbürger in ihrer Siedlung und ihren Einrichtungen tief beeindruckt. Gleichzeitig hatte er erkennen dürfen, dass hier die deutschen Bürgerinnen und Bürger aus dem fernen Rumänien gemeinsam mit den Oberbergern ein Musterbeispiel an gelungener Integration abgeliefert hatten.

Unser Bürgermeister, Herr Werner Becker-Blonigen, hat es einige Zeit später mit Bezug auf unsere Siebenbürger so formuliert: „Sie haben gezeigt, wie man sich einbringt in das Gemeinwesen, ohne sich aufzugeben und die 800-jährige Identität als Siebenbürger zu verleugnen.“

Den Besuch des Bundespräsidenten Carl Carstens hatte der Oberbergische Staatssekretär Dr. Horst Waffenschmidt vermittelt. Die späteren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Johannes Rau sind dem Beispiel ihres Vorgängers gefolgt. Sie haben ebenfalls Drabenderhöhe besucht und sich insbesondere von den Siebenbürger Einrichtungen ein Bild gemacht.

Dass der kürzlich verstorbene Präsident Johannes Rau enge verwandtschaftliche Beziehungen zu Oberberg hatte, sollte erwähnt werden. Festzustellen ist also, dass in Drabenderhöhe der Besuch des jeweiligen Bundespräsidenten zur sehr erfreulichen Tradition geworden ist.

In diesem Jahr 2006 feiern nun die Siebenbürger Sachsen und ihre Siedlung zusammen mit allen alteingesessenen und anderen Drabenderhöher Bürgerinnen und Bürgern ihr 40-jähriges Jubiläum. Am 18. Juni 1966 fand hier ein feierlicher Festakt statt, bei dem über 200 Häuser, öffentliche Gebäude und Einrichtungen eingeweiht wurden. Führende Persönlichkeiten aus Kirche, Politik und Kultur nahmen an der Veranstaltung teil, an ihrer Spitze auf Siebenbürger Seite der mittlerweile legendäre Pfarrlehrer Robert Gassner.

Er war neben einigen anderen die wohl stärkste und einflussreichste Persönlichkeit bei der Realisierung des gesamten Projektes gewesen.

Die Einwohnerzahl von Drabenderhöhe, die noch 1953 wenig über 500 betrug, stieg besonders in den 60er Jahren und in der Folge erheblich. Inzwischen sind hier ca. 4500 Bürgerinnen und Bürger wohnhaft. In insgesamt drei Bauabschnitten wurde das Siedlungsgelände beachtlich erweitert. Viele Spätaussiedler kamen noch hinzu.

Infolge des Sturzes des kommunistischen Staatschefs Ceaucescu kam es Anfang 1990 und in folgenden Jahren zu einer weiteren Auswanderungswelle in Rumänien.

1977 wurden noch 177.000 Deutsche in Siebenbürgen gezählt, 1992 waren es lediglich 41.000.

Die Festveranstaltungen zum oben erwähnten Jubiläum finden an drei Tagen statt und sollen am Jahrestag der Begründung, dem 18. Juni, mit einem umfangreichen Umzug ihren Abschluss finden. Alle örtlichen Vereine, von denen viele auch gerade 40 Jahre alt sind, sind zur aktiven Teilnahme eingeladen. Allein sechs Blaskapellen werden erwartet – zwei davon aus Österreich. Am Wochenende soll in einem Festzelt zünftig gefeiert werden.

Besonderer Bemerkung wert ist sicher, dass in diesem gleichen Jahr unsere Heimatstadt Wiehl ihr 875. Jubiläum feiert. Sie ist fast zur gleichen Zeit begründet worden als im fernen Rumänien die allerersten Siebenbürger Siedlungen entstanden.

Google Earth: Drabenderhöhe jetzt auch hochauflösend

Googles Satellitenkartenbrowser Google Earth hat bislang nur einige deutsche Metropolen hochaufgelöst dargestellt, der Rest Deutschlands erschien grobklötzig. Nach einem Datenupdate erscheint nun fast die ganze Republik hochauflösend. Damit sind jetzt beispielsweise auch fotorealistische „Flüge“ übers Oberbergische möglich.

Herzlichen Glückwunsch: Katharina Herberth feiert heute 100. Geburtstag

Ein ganz besonderes Fest, den 100. Geburtstag, feiert heute Frau Katharina Herberth im Altenheim „Siebenbürgen“.

Nur wenigen Menschen ist es vergönnt, ein solch hohes Alter zu erreichen, entsprechend groß war auch die Schar derer, die Frau Herberth zum 100. Geburtstag gratulierten.

Der stellvertretende Landrat Gries überbrachte Glückwünsche von Landrat Hagen Jobi. Neben Familie, Freunden und Bekannten waren auch Mitarbeiter des Altenheims, Vertreter der Stadt, der Kirche, des Adele Zay Vereins, der AOK und der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen anwesend.

Katharina Herberth (geborene Frim) wurde 1906 in Weilau/Siebenbürgen geboren, 1924 heiratete sie Johann Herberth. Sie hatten zwei Söhne, einer starb bereits mit eineinhalb Jahren, der andere kam nicht mehr aus dem Krieg zurück.

Im September 1944 flüchtete das Ehepaar nach Österreich, kehrte aber 1945 nach Siebenbürgen zurück.

Nach dem Tod ihres Mannes 1961 schlug sich Katharina Herberth als Tagelöhnerin durch.

1983 kam sie nach Drabenderhöhe, wo Nichte Susanne Kasper und Neffe Hans Frim wohnen. Seit 1996 lebt sie im Altenheim „Siebenbürgen“, wo sie sich sehr wohl fühlt.

Jugend musiziert: Conny Melzer belegte beim Landeswettbewerb den zweiten Platz

Conny Melzer (11) erreichte am 18. März beim 43. Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ einen 2. Platz mit Prädikat „mit sehr gutem Erfolg teilgenommen“ in der Kategorie „Querflöte solo“.

Es war ein sehr aufregender Tag, den Conny sowohl musikalisch als auch nervlich hervorragend gemeistert hat. Sie spielte ihr Programm um 10:10 Uhr vor. Das Beratungsgespräch mit der Jury hatte sie um 17:00 Uhr. Die Ergebnisse wurden erst gegen 20:30 Uhr, nach einem Konzert, bekannt gegeben.

Für diese Altersgruppe ist der Wettbewerb nun zu Ende, da es keine Weiterleitung zum Bundeswettbewerb gibt.

275.000 Euro für Kinderbetreuung in Oberberg

Mit 275.000 Euro unterstützt die EU die Betreuung von Kindern unter drei Jahren im Oberbergischen Kreis. Das nordrhein-westfälische Ministerium für Wirtschaft und Arbeit stellt für 2006 und 2007 zur Betreuung kleiner Kinder diese Summe aus Mittel des Europäischen Sozialfonds zur Verfügung, um Eltern die Rückkehr an ihren Arbeitsplatz zu erleichtern. „Diese Mittel sind ein wichtiger Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, finden Landrat Hagen Jobi und Wiehls Bürgermeister Werner Becker-Blonigen übereinstimmend. Der Oberbergische Kreis und die Stadt Wiehl vermitteln die Fördergelder an interessierte Eltern.

Um in den Genuss eines Zuschusses für die Betreuungskosten eines Kindes unter drei Jahren zu kommen, muss sich der interessierte Vater oder die Mutter in der Elternzeit befinden und für mindestens 15 Stunden wöchentlich an den alten Arbeitsplatz zurückkehren. Übernommen werden bis zu 50 Prozent der Betreuungskosten, höchstens jedoch 2,50 Euro pro Stunde und maximal 5000 Euro pro Jahr. Den Zuschuss gibt es für höchstens ein Jahr. Mit dem dritten Geburtstag des Kindes endet die Förderung.

Im Oberbergischen Kreis und Rheinisch Bergischen Kreis übernimmt die Vermittlung der Fördergelder der Verein Tagesmütternetz, der bei der Regionalstelle Frau und Beruf der Wirtschaftsförderung des Oberbergischen Kreises angesiedelt ist. Das Tagesmütternetz berät interessierte Väter und Mütter und hilft bei der Beantragung der Gelder. Das Familienbüro des Jugendamtes der Stadt Wiehl bietet diesen Service für Eltern aus Wiehl und Umgebung.

Eltern, die für die Betreuung ihres Kindes eine Tagespflegestelle suchen oder selbst Interesse an der Tätigkeit als Tagesmutter oder Tagesvater mit entsprechender Qualifizierung und Eignung haben, steht das Tagesmütternetz gerne hilfreich zur Verfügung. Das Tagesmütternetz ist per E-Mail unter info@tagesmuetternetz.de oder in der Moltkestraße 34 in Gummersbach unter der Telefonnummer 02261/88-6886 zu erreichen. Das Familienbüro Wiehl befindet sich in der Schulstraße 9 in Wiehl und ist per E-Mail unter a.duerselen@wiehl.de oder per Telefon 02262/99404 zu erreichen.