Urnen unter Wurzelwerk: Der Wald wird zum Friedhof

Am Montag ist in NRW das neue Bestattungsgesetz in Kraft getreten, das unter anderem den Friedhofs- und Sargzwang aufhebt.

Die Baumbestattung im Friedwald bietet beispielsweise eine Alternative zur konventionellen Grabstätte. An einem Baum kann die Asche eines Einzelnen oder einer ganzen Familie eingebracht werden. In einer kompostierbaren Urne direkt an den Wurzeln eines ausgewählten Baumes wird die Asche vergraben. Es ist möglich, sich zu Lebzeiten seinen Baum auszusuchen. Der Baum nimmt die Asche als Nährstoff auf und wird damit symbolisch zum Sinnbild für das Fortbestehen des Lebens. Die Pflege übernimmt die Natur, es gibt keine Leichenhallen oder Bänke. Ein Namensschild am Baum zeigt an, wessen Asche im Wurzelwerk ruht.

Wie die OVZ berichtete, beschäftigt sich das Drabenderhöher Bestattungshaus Bartesch seit längerer Zeit mit dem neuen Gesetz. „Wenn in den nächsten Tagen schon jemand den Wunsch hat, einen Angehörigen im Friedwald bestatten zu lassen, muss ich ihm etwas anbieten“, sagt Günther Bartesch. Im Kreis gebe es bisher keine Alternativen zum Friedhof. Bei Holsteinsmühle soll vielleicht ein Friedwald entstehen, doch so lange will Bartesch nicht warten. „Im Kölner Raum gibt es Friedwälder. Wenn die Kunden es so wollen, fahren wir dorthin.“

Schwertransport rollt durch Drabenderhöhe

44 Meter lang, 4 Meter breit und 215 Tonnen schwer ist das Fahrzeug, das sich in der Nacht zum kommenden Samstag von der A4 über Drabenderhöhe Richtung Much bewegen wird. Es wird zu Verkehrsbehinderungen kommen. Eine Begleitung erfolgt durch die Polizei. Insgesamt geht der Transport von Hilchenbach nach Krefeld. Ein weiterer Schwertransport wird durch die gleiche Firma voraussichtlich in der Nacht auf den 11. September erfolgen.

Gedenktafel erinnert an die alte Brüderstraße

Seit gestern, dem 28.08.2003, erinnert eine Gedenktafel an die alte Brüderstraße, die schon vor 2000 Jahren eine wichtige Ost-West-Verbindung durch Europa bildete: Kanalküste-Köln-Siegen-Dresden-Krakau. Sie hat unzählige Fuhrwerke, Händler, Pilger und Reisende geführt, darunter Fürsten und manche Berühmtheiten, beispielsweise den Siegener Maler P.P. Rubens. Im Kreuzungsbereich Brüderstraße-Zeitstraße wuchs die Ortschaft Drabenderhöhe heran, die 1353 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Damalige Schreibweise von Drabenderhöhe: Dravender Hoy. Die Gedenktafel „Wanderers Rast an der alten Brüderstraße“ wurde vom ersten Vorsitzenden des Drabenderhöher Heimatvereins, Ernst-Jochen Höhler, eingeweiht. Dr. Herbert Nicke berichtete ausführlich über die Hohlwege, die ein Relikt der alten Brüderstraße sind. Eine Bilderserie finden Sie hier…

Zweimal essen, einmal zahlen

Eine „Schlemmerreise mit dem Gutscheinbuch“ kann man jetzt auch im Oberbergischen Kreis erleben. Das Gutscheinbuch, das in verschiedenen Ausgaben deutschlandweit erhältlich ist und jeweils eine Region oder Stadt abdeckt, ist ein Bestseller in den Buchhandlungen.

Der Herausgeber der Oberbergischen Ausgabe ist der aus Drabenderhöhe stammende Dirk Poschner. Das Buch beinhaltet insgesamt 25 Gutscheine mit je einer Einladung zum Essen. Die Gutscheine sind bis zum 30.11.2004 gültig und können in ausgewählten Restaurants aus dem Oberbergischen Kreis eingelöst werden, unter anderem Haus Wald-Eck, Forellenhof Koppelweide, Gaststätte Amboß, Pfannkuchenhaus usw.

Die Idee: wenn man zu zweit mit dem Gutschein aus dem Schlemmerführer Essen geht, erhält man eines von beiden Gerichten gratis. Da das Buch 15,90 Euro kostet, kann man bereits ab dem zweiten eingelösten Gutschein Geld sparen. „Sonst geht man ja doch immer in die gleichen Restaurants. Aber hier probiert man mal was Neues aus und entdeckt das eine oder andere Lokal, das man vorher nicht kannte“ sagen die Fans des Gutscheinbuchs.

Weitere Infos, eine Übersicht aller teilnehmenden Restaurants und eine Online-Bestell-Möglichkeit findet man unter www.gutscheinbuch.de/obk_start.htm

In Drabenderhöhe kann das Buch auch im Sonnenstudio Sigrid Auner oder bei Haasbach & Clement erworben werden.